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Experte: Omikron-Impfstoff h├Ąlt nicht, was er versprochen hat

Von Christiane Braunsdorf

Aktualisiert am 11.04.2022Lesedauer: 3 Min.
Corona-Impfung: Wer braucht wie viele Pikse?
Corona-Impfung: Wer braucht wie viele Pikse? (Quelle: iStock / Getty Images Plus/Thinkstock by Getty-Images-bilder)
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Die St├Ąndige Impfkommission empfiehlt bereits die vierte Impfung f├╝r bestimmte Gruppen. Nun zeigen Daten aus Israel: Auch diese k├Ânnte nicht ausreichen. Eine Experteneinsch├Ątzung.

Wie lange h├Ąlt der Schutz vor einer Infektion nach einer Corona-Impfung? Klar ist: Bei bestimmten Risikogruppen nimmt er schnell ab. Die St├Ąndige Impfkommission empfiehlt bereits einen zweiten Booster ÔÇô also die vierte Impfung f├╝r:


Omikron-Symptome: Das sind die ersten Anzeichen

M├╝digkeit: Omikron-Infizierte berichten auch ├╝ber Ersch├Âpfung und starke M├╝digkeit.
Halskratzen: Zu den h├Ąufigsten Omikron-Symptomen geh├Âren auch Halsschmerzen.
+4

  • Menschen ab dem Alter von 70 Jahren
  • Bewohner in Einrichtungen der Pflege sowie Personen mit einem erh├Âhten Risiko f├╝r einen schweren Krankheitsverlauf in Einrichtungen der Eingliederungshilfe
  • Menschen mit Immundefizienz (Immunschw├Ąche) ab dem Alter von 5 Jahren

F├╝r sie wird eine zweite Auffrischimpfung derzeit fr├╝hestens drei Monate nach dem ersten Booster empfohlen. F├╝r Personal in medizinischen Einrichtungen und Pflegeeinrichtungen, insbesondere solchen mit direktem Patienten- bzw. Bewohnerkontakt, gilt eine Empfehlung fr├╝hestens sechs Monate danach.

Vierte Impfung schon ab 60?

Zur Begr├╝ndung hei├čt es: "Die verf├╝gbaren Daten zur Wirksamkeit der (...) Impfstoffe legen nahe, dass die Effektivit├Ąt einer 1. Auffrischimpfung gegen├╝ber symptomatischen SARS-CoV-2-Infektionen der Omikron-Variante signifikant niedriger ist als gegen├╝ber Infektionen mit anderen bisher zirkulierenden Virusvarianten. Zudem ist der Impfschutz nur von begrenzter Dauer und nimmt kontinuierlich ab."

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hatte sich j├╝ngst f├╝r eine vierte Impfung f├╝r Menschen ab 60 Jahre eingesetzt. Dem erteilte die EU-Gesundheitsbeh├Ârden jedoch zun├Ąchst eine Absage. In den USA ist aber bereits der vierte Booster f├╝r Menschen ab 50 Jahren zugelassen.

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Schutz l├Ąsst schnell nach

Doch nun zeigen Daten aus Israel, dass auch der Schutz nach der vierten Impfung offenbar zeitlich sehr begrenzt ist. Der Schutz vor einer Infektion nimmt demnach bereits nach vier Wochen ab, der Schutz vor schweren Erkrankungen war jedoch auch sechs Wochen danach noch stabil. Untersucht wurden Daten der israelischen Gesundheitsbeh├Ârden von 1,3 Millionen Menschen im Alter von ├╝ber 60 Jahren in einem Zeitraum, in dem die Omikron-Variante dominant war. Nun wird offenbar eine f├╝nfte Impfung anvisiert.

t-online fragte bei dem Immunologen Andreas Radbruch nach. Er ist Wissenschaftlicher Direktor des Deutschen Rheuma-Forschungszentrums Berlin und ber├Ąt unter anderem auch den Gesundheitsausschuss des Bundestages.

t-online: Nach der vierten dann noch die f├╝nfte Impfung ÔÇô ist das Immunsystem nicht irgendwann ausgereizt?

Andreas Radbruch: Bei der ganz gro├čen Mehrheit der Bev├Âlkerung ist das so. Dennoch kann es f├╝r eine sehr kleine Minderheit sinnvoll sein, sie noch mal zu impfen. Hier hat die Stiko ja gerade sehr detaillierte Empfehlungen herausgegeben (Die Empfehlungen finden Sie hier, Anmerkung der Redaktion). Wir sind auf dem guten Weg zu "pers├Ânlichen" Impfempfehlungen, was ich sehr begr├╝├če.

Es wird aber immer auch Menschen geben, die nicht auf die Impfstoffe reagieren, weil ihr Immunsystem defekt ist oder aus medizinischen Gr├╝nden unterdr├╝ckt werden muss. F├╝r diese Menschen gibt es ja jetzt gl├╝cklicherweise die M├Âglichkeit, sie mit sch├╝tzenden Antik├Ârpern zu behandeln, auch vorbeugend. Also eine klassische "passive" Impfung, etwas so wie sie Emil von Behring vor ├╝ber 100 Jahren f├╝r Tetanus entwickelt hat.

Lohnt es sich, f├╝r die vierte Impfung oder dann sogar f├╝nfte Impfung auf den auf Omikron modifizierten Impfstoff von Moderna zu warten? H├Ąlt er, was er versprochen hatte?

Nein, der an Omikron angepasste Impfstoff von Moderna hat in ersten Versuchen an Affen genau so gut funktioniert wie das Original, aber eben nicht besser. Aus immunologischer Sicht ein gutes Zeichen, denn das zeigt, dass schon der Originalimpfstoff eine breite Immunit├Ąt induziert, die auch noch Omikron einschlie├čt, obwohl sich Omikron gegen├╝ber den vorigen Varianten schon sehr ver├Ąndert hat.

Wem w├╝rden Sie jetzt die vierte Impfung empfehlen?

Ich pers├Ânlich w├╝rde mich auch nicht unbedingt jetzt zum vierten Mal impfen lassen, sondern abwarten, wie sich die Pandemie bis zum Herbst entwickelt. Es ist eine individuelle Entscheidung.

Wie ist Ihre Prognose? Omikron ist ja die erfolgreichste Corona-Variante bislang. Sie hat es geschafft, so ansteckend zu sein, dass sich fr├╝her oder sp├Ąter jeder infizieren wird. Macht so ein Virus R├╝ckschritte? Wird es wieder gef├Ąhrlicher und nimmt sich damit selbst die M├Âglichkeit, sich unbegrenzt auszubreiten, weil die Menschen sich wieder isolieren aus Angst vor schwerer Krankheit?

Nein, ich gehe nicht davon aus. Gut, man wei├č auch nicht, ob morgen der Himmel auf die Erde f├Ąllt, aber in etwa so w├╝rde ich die Wahrscheinlichkeit einsch├Ątzen. Corona wird jetzt endemisch. Das hei├čt nicht, dass alles gut wird, aber es bietet uns eine Chance, damit zu leben.

Bei einer Impfquote von ├╝ber 80 Prozent dreimal Geimpfter bei den ├╝ber 60-J├Ąhrigen ist die vulnerable Bev├Âlkerungsgruppe sehr gut gesch├╝tzt, mit einer breiten Immunit├Ąt auch gegen zuk├╝nftige Varianten. Und falls eine neue Variante diesen breiten Schutz doch durchbricht, k├Ânnen wir heute sehr schnell neue Impfstoffe herstellen, die uns auch gegen solche Varianten sch├╝tzen.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte ├ärzte. Die Inhalte von t-online k├Ânnen und d├╝rfen nicht verwendet werden, um eigenst├Ąndig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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