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Ja, die Redaktion hat f√ľr diesen Ratgeberartikel alle relevanten Fakten recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

Warum Sport im Alter Demenz vorbeugt

Ann-Kathrin Landzettel

Aktualisiert am 12.04.2022Lesedauer: 3 Min.
Senioren-Paar beim Walken: Bewegung ist ein wichtiger Faktor zur Vorbeugung von Demenz und verbessert die kognitive Leistung auch noch im hohen Alter.
Bewegung ist ein wichtiger Faktor zur Vorbeugung von Demenz und verbessert die kognitive Leistung auch noch im hohen Alter. (Quelle: PIKSEL/getty-images-bilder)
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Schleichendes Vergessen und zunehmende kognitive Leistungseinbu√üen: Viele Menschen f√ľrchten sich vor einer Demenz im Alter. Sch√§tzungen zufolge sind in Deutschland rund 1,6 Millionen Menschen betroffen.

Einer der gr√∂√üten Risikofaktoren f√ľr eine zunehmende Vergesslichkeit ist Bewegungsmangel. Denn nur mit ausreichend Bewegung ist es dem Gehirn gen√ľgend Sauerstoff aufzunehmen, um m√∂glich leistungsf√§hig zu bleiben. Wie viel Sport das Gehirn braucht und welche Faktoren das Ged√§chtnis verschlechtern.


Neun Ursachen f√ľr Vergesslichkeit

gestresste Frau am Schreibtisch: Stress: Bei Stress sind wir zunehmend √ľberfordert, dass schw√§cht die Aufmerksamkeit und das Kurzeitged√§chtnis. Grund daf√ľr ist das Stresshormon Cortisol, welches bei l√§nger anhaltender √úberforderung, ausgesch√ľttet wird und Nervenzellen angreift. Werden die Nervenzellen in bestimmten Gehirnarealen angegriffen, wirkt sich das auf unser Erinnerungsverm√∂gen aus und wir werden vergesslich.
Mann schaut w√§hrend Arbeit aufs Handy: Ablenkung: Ablenkungen sind eine allt√§gliche Ursache f√ľr Vergesslichkeit. Kurz mal beim Lernen auf das Handy geschaut und schon wei√ü man nicht mehr, worauf man sich zuvor konzentriert hat. Aber auch Stress kann ablenken. Gedankenkarussele beeintr√§chtigen die Konzentration. Menschen, die unter Stress leiden denken viel √ľber ihre Probleme nach und lenken sich von wesentlichen Aufgaben ab.
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Was ist Demenz?

Der Begriff "Demenz" umfasst eine Vielzahl verschiedener Erkrankungen, die einen zunehmenden Abbau der geistigen Fähigkeiten zur Folge haben. Die Alzheimer-Krankheit ist die häufigste Demenz-Ursache. Bei Alzheimer bilden sich Eiweißablagerungen aus Beta-Amyloid-Plaques und Tau-Fibrillen im Gehirn, welche die Signalweiterleitung zwischen den Nervenzellen stören. Die Gehirnleistung nimmt zunehmend ab. Zu den weiteren möglichen Auslösern einer Demenz gehören unter anderem verschiedenartige neurodegenerative und vaskuläre Krankheitsprozesse.

Die zwölf Risikofaktoren einer Demenz

  • Insgesamt nennen Experten zw√∂lf Demenz-Risiken:
  • Bewegungsmangel
  • √úbergewicht
  • Bluthochdruck
  • Diabetes mellitus
  • √ľberm√§√üiger Alkoholkonsum
  • Rauchen
  • eingeschr√§nkte H√∂rf√§higkeit
  • Mangel an sozialen Kontakten
  • Depressionen
  • mangelnde Bildung
  • Kopfverletzungen
  • Feinstaubbelastung

Mit Bewegung gegen das Vergessen

Neben sozialem Austausch gilt Bewegung als eine der bedeutsamsten Einflussgrößen gegen das Vergessen: sowohl vorbeugend als auch bei bereits bestehenden kognitiven Beeinträchtigungen. Wer regelmäßig körperlich aktiv ist, wirkt automatisch verschiedenen Demenz-Risikofaktoren entgegen.

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Bewegung hilft, ein gesundes Gewicht zu erreichen, senkt das Diabetes-Risiko, wirkt Bluthochdruck entgegen, hilft gegen depressive Verstimmungen und ist - durchgef√ľhrt in der Gruppe - eine gute M√∂glichkeit, soziale Kontakte zu kn√ľpfen.

Studien zeigen positive Effekte von Bewegung auf das Gedächtnis

Verschiedene Studien best√§tigen die positive Wirkung von Bewegung auf das Gehirn, darunter auch das Projekt "DenkSport" der Deutschen Sporthochschule K√∂ln, das 2015 mit 225 zuvor nicht aktiven Menschen im Fr√ľhstadium einer Alzheimer-Erkrankung startete und bis 2019 durch den Bund und die EU gef√∂rdert wurde. Seit 2019 f√ľhrt das Team um Professor Stefan Schneider das Forschungsprojekt in Eigenregie weiter.

"K√∂rperliche Aktivit√§t und Bewegung spielen f√ľr das Ged√§chtnis eine bedeutende Rolle", sagt Schneider. "Immer mehr Studien zeigen, dass Bewegung das Eintrittsalter in eine dementielle Erkrankung hinausz√∂gern und auch deren Verlauf positiv beeinflussen kann. Auch unsere Studie zeigt das. Nach einem Jahr war bei den Probanden eine deutliche Verbesserung der kognitiven Leistungsf√§higkeit, der k√∂rperlichen Fitness und der Lebensqualit√§t zu beobachten."

Wie wirkt Sport auf das Gehirn?

Bewegung ist laut dem Sportwissenschaftler und Theologen der Schl√ľssel f√ľr mehr Selbstbestimmtheit im Alter. Sport und Bewegung w√ľrden die k√∂rperliche Fitness f√∂rdern, das Selbstvertrauen st√§rken, das Sturzrisiko verringern und erm√∂glichten es, am sozialen Leben teilzunehmen.

"Unser Bewegungsprogramm zeigt: Neben einer direkten Wirkung auf das Gehirn, etwa eine verbesserte Durchblutung, kommt beim Sport in der Gruppe vor allem der soziale Aspekt zum Tragen", sagt Schneider. "Sozialer R√ľckzug ist ein bedeutender Demenz-Risikofaktor, weil durch fehlenden Austausch mit anderen Menschen das Gehirn weniger gefordert wird und weniger Reizen ausgesetzt ist - was den geistigen Abbau beg√ľnstigt."

(Quelle: Privat)


Prof. Dr. Dr. Stefan Schneider ist Sportwissenschaftler und Verbundkoordinator des Projekts "DenkSport" der Deutschen Sporthochschule Köln.

Wie viel Sport braucht das Gehirn?

Es ist nie zu sp√§t, mit dem Sport zu beginnen. Angepasst an das Alter und die individuelle Gesundheitssituation, kann jeder von k√∂rperlicher Aktivit√§t profitieren. "Nat√ľrlich ist es besser, fr√ľhzeitig zu beginnen und regelm√§√üig aktiv zu sein. Doch auch bei √§lteren Menschen kann Bewegung die kognitive Leistungsf√§higkeit positiv beeinflussen", sagt Schneider. "Wichtig ist, dass es Spa√ü macht, damit man dabei bleibt. Ob es Ausdauersport ist oder Krafttraining spielt eine eher untergeordnete Rolle. Wichtig ist, in Bewegung zu bleiben - mindestens zweimal in der Woche f√ľr etwa eine Stunde."

Sport in der Gruppe ist ein guter Motivator, langfristig am Ball zu bleiben. Wer weiß, dass Trainingspartner warten, rafft sich eher auf und geht zum Sport. Auch wer merkt, wie gut Bewegung tut, bekämpft den inneren Schweinehund leichter.

Alzheimer ist nicht heilbar

Derzeit gibt es keine wirksamen Medikamente zur Pr√§vention. Auch ist Alzheimer nicht heilbar. Das hei√üt aber nicht, dass man nichts tun kann: Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt regelm√§√üige Bewegung, um der Entstehung einer Demenz vorzubeugen. "Wer mitmachen m√∂chte, ist herzlich willkommen. Unsere Bewegungsangebote f√ľhren wir in der Gruppe auf dem Campus der Deutschen Sporthochschule K√∂ln in K√∂ln-M√ľngersdorf durch", sagt der Sportwissenschaftler. "Wer nicht in der N√§he lebt, kann in seiner eigenen Stadt Sportangebote erfragen. Es lohnt sich, aktiv zu werden."

Wer k√∂rperliche Beschwerden oder andere Erkrankungen hat, sollte vor dem Sporteinstieg einen √§rztlichen Check durchf√ľhren lassen und mit dem behandelnden Arzt kl√§ren, wie belastbar der K√∂rper ist und welche Sportarten geeignet sind und welche nicht.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte √Ąrzte. Die Inhalte von t-online k√∂nnen und d√ľrfen nicht verwendet werden, um eigenst√§ndig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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