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Hämorrhoiden jucken: Was dagegen helfen kann


Was gegen Juckreiz am After helfen kann

Von Wiebke Posmyk

Aktualisiert am 02.06.2022Lesedauer: 3 Min.
Qualitativ geprüfter Inhalt
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Für diesen Beitrag haben wir alle relevanten Fakten sorgfältig recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

Rückansicht eines Mannes, der mit den Händen sein Gesäß verbirgt.
Juckreiz ist ein häufiges Symptom vergrößerter Hämorrhoiden. (Quelle: Staras/getty-images-bilder)
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Hinter einem Jucken im Analbereich verbergen sich häufig vergrößerte Hämorrhoiden. Lesen Sie, wie sich der quälende Juckreiz lindern lässt.

Das Wichtigste im Überblick


  • Hämorrhoiden jucken: Wie entsteht der Juckreiz?
  • Was tun, wenn Hämorrhoiden jucken?
  • Juckreiz am After: Wann zum Arzt?

Im Enddarm befindet sich ein knotiges Gefäßpolster, welches den Darm nach außen abdichtet: die Hämorrhoiden. Normalerweise bereiten sie keine Beschwerden. Sind sie jedoch krankhaft vergrößert, ragen sie zeitweise oder dauerhaft aus dem After heraus. Verschiedene Symptome können die Folge sein. Dazu zählen etwa Blutungen, Nässen oder das Gefühl einer unvollständigen Darmentleerung.


Acht Ursachen für Hämorrhoiden

Stuhlgang: Die Beschaffenheit variiert stark mit der Ernährung.
Chronische Verstopfung kann eine Ursachen für Hämorrhoiden sein.
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Auch ein Jucken am After kann dazugehören. Juckreiz ist häufig (neben Blut auf dem Toilettenpapier) sogar das erste Symptom vergrößerter Hämorrhoiden.

Hämorrhoiden jucken: Wie entsteht der Juckreiz?

Hämorrhoiden sind für die Feinabdichtung des Afters zuständig: Die Gefäßpolster sorgen gemeinsam mit den Schließmuskeln dafür, dass bei Erschütterungen kein Stuhl nach außen gelangt – etwa beim Husten oder Hüpfen.

Sind die Hämorrhoiden jedoch erweitert und ragen aus dem After heraus, ist die Feinabdichtung zunehmend gestört. Dann kann Sekret aus dem Enddarm in die Analregion geraten. Dadurch wird der empfindliche Bereich des Afters gereizt. Die Folge kann eine entzündliche Reaktion sein, die mit Jucken, Nässen und Brennen einhergeht.

Was tun, wenn Hämorrhoiden jucken?

Um das quälende Jucken durch vergrößerte Hämorrhoiden kurzfristig zu lindern, kommen verschiedene Maßnahmen infrage. Salben und Cremes aus der Apotheke können möglicherweise vorübergehend Abhilfe schaffen. Die Präparate werden auf die gereizte Körperregion aufgetragen. Alternativ gibt es Analtampons und Zäpfchen, die in den After eingeführt werden und somit im Enddarm wirken.

Die Präparate enthalten meist schmerzlindernde, entzündungshemmende und/oder wundheilungsfördernde Substanzen wie etwa

  • Lidocain,
  • Zink,
  • Aloe vera,
  • Hamamelis oder
  • Panthenol.

Der Wirkstoff Lidocain ist ein lokal wirkendes Betäubungsmittel. Es betäubt die gereizte Hautpartie, sodass Brennen und Jucken vorübergehend nachlassen.

Wichtig zu wissen: Diese Maßnahmen können möglicherweise das Jucken lindern. Sie sind jedoch keine Dauerlösung und reichen nicht aus, um das Hämorrhoidalleiden zu behandeln. Wenn Hämorrhoiden zu Beschwerden führen, ist früher oder später eine Behandlung durch die Ärztin oder den Arzt angezeigt. Andernfalls riskieren Betroffene, dass sich das Hämorrhoidalleiden verschlimmert. Je früher die Therapie beginnt, desto leichter lässt sich die Erkrankung behandeln – und ist diese beseitigt, verschwindet das Jucken auch langfristig.

Inwiefern Salben, Cremes & Co. tatsächlich Jucken und Brennen durch Hämorrhoiden lindern, ist nicht abschließend untersucht.

Sitzbäder gegen das Jucken

Manche empfinden Sitzbäder mit klarem Wasser oder Badezusätzen wie Hamamelis, Kamille oder Eichenrinde bei Juckreiz am After als wohltuend. Ob Sitzbäder jedoch tatsächlich gegen Hämorrhoiden-Beschwerden wie Jucken helfen, ist wissenschaftlich nicht erwiesen.

Bei einem Sitzbad befinden sich normalerweise nur Unterleib und Oberschenkel im Wasser. Wer Badezusätze verwenden möchte, sollte bedenken, dass manche Inhaltsstoffe – etwa Teebaumöl – den Analbereich zusätzlich reizen können. Dies wiederum kann das Jucken sogar fördern. Empfehlenswert ist es, sich an die Herstelleranweisungen zu halten und/oder vor der Anwendung Rat in der Apotheke oder der Arztpraxis einzuholen.

Jucken durch Hämorrhoiden: Auf sanfte Analhygiene achten

Um die gereizte Analregion nicht zusätzlich zu irritieren, empfiehlt sich eine gründliche, aber sanfte Analhygiene:

  • Waschen Sie die Analregion täglich mit lauwarmem Wasser.
  • Verzichten Sie auf Seifen und aggressive Waschlotionen.
  • Tupfen Sie den After nach dem Toilettengang sanft mit (bei Bedarf leicht angefeuchtetem) Toilettenpapier ab, anstatt kräftig zu wischen.
  • Wenn Sie feuchtes Toilettenpapier verwenden möchten: Achten Sie auf die Inhaltsstoffe. Viele enthaltene Substanzen können die Haut reizen.

Juckreiz am After: Wann zum Arzt?

Ein Jucken am After ist zwar häufig auf vergrößerte Hämorrhoiden zurückzuführen. Es können jedoch diverse andere Ursachen dahinterstecken. Sie reichen von übertriebener Hygiene über chronisch-entzündliche Darmerkrankungen bis hin zu Krebs.

Hält das Jucken an und kennen Sie die Ursache nicht, sollten Sie daher ärztlichen Rat einholen. Auch wenn weitere Beschwerden hinzutreten, ist ein Arztbesuch fällig.

Rasche Abklärung ist nötig, wenn Blut am Toilettenpapier oder auf dem Stuhl zu sehen ist. Meist weist dieses Symptom zwar auf ein Hämorrhoidalleiden hin – manchmal jedoch auch auf Darmkrebs.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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Verwendete Quellen
  • Vergrößerte Hämorrhoiden. Online-Informationen des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG): www.gesundheitsinformation.de (Stand: 3.11.2021)
  • Hämorrhoiden und Analvenenthrombose. Online-Informationen von Deximed: deximed.de (Stand: 30.11.2020)
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