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Neue Corona-Variante beunruhigt Fachleute

Von Martin Küper

Aktualisiert am 04.07.2022Lesedauer: 3 Min.
Labormitarbeiterin mit einer Corona-Probe: "Noch bevor wir mit der BA.5-Welle durch sind, müssen wir uns vielleicht schon auf die nächste vorbereiten".
Labormitarbeiterin mit einer Corona-Probe: "Noch bevor wir mit der BA.5-Welle durch sind, müssen wir uns vielleicht schon auf die nächste vorbereiten". (Quelle: Andre Coelho/imago-images-bilder)
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Noch bestimmt Omikron BA.5 das Corona-Geschehen in Deutschland. Doch die nächste beunruhigende Variante ist schon da.

Sie verbreitet sich ungewöhnlich schnell und weist beunruhigende Mutationen auf: Fachleute äußern sich besorgt über die Omikron-Variante BA.2.75, die Anfang Juni zuerst in Indien entdeckt und mittlerweile in sieben weiteren Ländern nachgewiesen wurde – auch in Deutschland.


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"Noch bevor wir mit der BA.5-Welle durch sind, müssen wir uns vielleicht schon auf die nächste vorbereiten", schreibt auf Twitter der Molekularbiologe Ulrich Elling, der sich auf die Sequenzierung von Corona-Proben spezialisiert hat. "Ist BA.2.75 eine Variante, die uns Sorgen machen sollte? Die beobachteten Mutationen gefallen mir gar nicht." Im Vergleich zu seinem "Vorfahren" BA.2 weise BA.2.75 acht Mutationen am Spike-Protein auf – bei BA.5 seien es im Vergleich zu BA.2 nur drei Veränderungen an dieser Stelle, so Elling.

Zwei Mutationen machen BA.2.75 gefährlich

Das Spike-Protein ist der Teil, mit dem das Virus in menschliche Zellen eindringen kann und der wiederum vom menschlichen Immunsystem erkannt wird. Veränderungen in diesem Bereich können dafür sorgen, dass das Virus vom Immunsystem schlechter erkannt wird. "Schon drei Mutationen können einen großen Unterschied machen, wie BA.5 zeigt", erklärt Ulrich Elling. "Die insgesamt elf Mutationen von BA.2.75 könnten also eine neue Infektionswelle auslösen, weil eine Infektion mit BA.5 kaum dagegen schützen dürfte."

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Laut der US-Forschungseinrichtung "Bloom Lab" könnten vor allem zwei Mutationen von BA.2.75 gefährlich werden: G446S und R493Q. So dürfte G446S die Immunflucht der Variante deutlich erhöhen, während es R493Q dem Virus noch einfacher mache, an menschliche Zellen zu binden: "Zum Vergleich: BA.4 und BA.5 können dem Immunsystem etwa drei Mal besser entgehen als BA.2", schreibt "Bloom Lab" auf Twitter. "Unserem Modell zufolge dürfte BA.2.75 noch einmal denselben Effekt haben." Einen gewissen Schutz vor der neuen Variante dürften aber Menschen haben, die sich bereits mit BA.1 infiziert hatten, so die Forscher.

In Indien legt BA.2.75 rapide zu

Angesichts der bislang nur wenigen BA.2.75-Fälle ist unklar, welchen Effekt die Variante tatsächlich auf die Pandemie haben wird. Sorgen bereitet den Fachleuten aber die Entwicklung in Indien, wo bislang der Großteil der Fälle aufgetreten ist: "Dort ist BA.2.75 extrem schnell auf einen Anteil von 18 Prozent aller sequenzierten Proben gestiegen", berichtet der Datenexperte Mike Honey auf Twitter. In den am stärksten betroffenen Bundesstaaten Madyha Pradesh und Maharashtra liege der Anteil von BA.2.75 gar bei 21 und 25 Prozent. BA.2.75 könnte schon dabei sein, BA.5 als dominante Variante in Indien abzulösen, so Honey.

Die Zahl der täglichen Neuinfektionen ist in Indien zuletzt wieder stark gestiegen, von unter 3.000 auf mehr als 18.000 Anfang Juli. Ob dies auf BA.2.75 zurückzuführen ist, ist unklar, da die Variante noch nicht einzeln erfasst wird. Getrieben wird der jüngste Anstieg aber vor allem von BA.2-Fällen.

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Britische Gesundheitsbehörde beobachtet BA.2.75

Ungewöhnlich an BA.2.75 ist auch, dass sich mit ihr eine Variante der zweiten Generation global verbreitet. Bislang sei dies nur Varianten gelungen, die sich genetisch deutlich von ihren Vorgängerinnen unterschieden. "Die Tatsache, dass eine Variante der zweiten Generation sich bei der Übertragung durchsetzt, ist alarmierend", schreibt der Virologe Shay Fleishon auf Twitter. "Das heißt, selbst wenn sich BA.2.75 nicht durchsetzt, könnte dies einer anderen Variante der zweiten Generation gelingen."

Außer in Indien und Deutschland wurde BA.2.75 bislang in Großbritannien, den USA, Kanada, Australien, Neuseeland und Japan nachgewiesen. Die Weltgesundheitsorganisation WHO und das Robert Koch-Institut haben sich bislang nicht dazu geäußert. Die britische Gesundheitsbehörde beobachtet BA.2.75, stufte diese aber noch nicht als besorgniserregend ein.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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