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  • Blutwerte, Ultraschall, Fettleber-Index: Wie die Diagnose der Fettleber abläuft


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Für diesen Beitrag haben wir alle relevanten Fakten sorgfältig recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

So lässt sich eine Fettleber feststellen

Von Lydia Klöckner

Aktualisiert am 05.08.2022Lesedauer: 3 Min.
Arzt und Patient sprechen über Laborbefunde.
Bei einer Fettleber sind typischerweise gewisse Blutwerte erhöht. (Quelle: AJ_Watt/getty-images-bilder)
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Sind gewisse Blutwerte erhöht, kann eine Fettleber der Grund sein. Für eine sichere Diagnose sind aber weitere Untersuchungen nötig. Wir erklären, welche.

Wer an einer Fettleber erkrankt ist, spürt davon zunächst nichts. Viele Betroffene erfahren nur durch Zufall von den Fetteinlagerungen in ihrer Leber. Etwa, wenn bei ihnen aus anderen Gründen eine Blutuntersuchung durchgeführt wurde, bei der sich bestimmte Werte – die sogenannten Leberwerte – als erhöht erweisen.

Zu diesen Blutwerten gehören insbesondere

  • die Gamma-Glutamyltransferase, kurz Gamma-GT oder GGT, sowie
  • die Transaminasen AST (Aspartat-Aminotransferase) und ALT (Alanin-Aminotransferase).

Dabei handelt es sich um Stoffe, die in den Leberzellen vorkommen. Genauer gesagt sind es Enzyme, also Eiweiße, die verschiedene Stoffwechselvorgänge steuern beziehungsweise beschleunigen. Werden Leberzellen geschädigt, etwa infolge einer krankhaften Verfettung, gelangen darin enthaltene Enzyme ins Blut.

Deshalb steigen die genannten Blutwerte an – allerdings nicht gleichzeitig: Ist die Leber "nur" verfettet, erhöht sich typischerweise zunächst der Gamma-GT-Wert. Zum Anstieg der Transaminasen kommt es meist erst, wenn sich das Organ aufgrund der krankhaften Fetteinlagerungen entzündet hat. Fachleute sprechen dann von einer Fettleberhepatitis.

Gut zu wissen
Früher wurden die Transaminasen AST und ALT anders genannt, nämlich GOT (Glutamat-Oxalacetat-Transaminase) beziehungsweise GPT (Glutamat-Pyruvat-Transaminase). Mitunter verwenden Ärztinnen und Ärzte diese alten Bezeichnungen auch heute noch.

Darüber hinaus gibt es noch andere Blutwerte, die sich bei einer Fettlebererkrankung verändern können, zum Beispiel Bilirubin. Dieser orangefarbene Stoff fällt im Körper beim Abbau roter Blutkörperchen an.

Für die weitere Verarbeitung und Entsorgung ist die Leber zuständig. Ist sie beeinträchtigt, kann sie diese Funktion jedoch nicht mehr wie gewohnt erfüllen. Somit sammelt sich vermehrt Bilirubin im Blut und der Bilirubin-Wert ist entsprechend erhöht.

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Körperliche Untersuchung und Ultraschall

Neben einer Fettleber können auch andere Erkrankungen mit einem Anstieg der Leberwerte einhergehen. Darum ist die Blutuntersuchung nur einer von mehreren Schritten zur Diagnose. Auf sie folgt unter anderem eine gründliche körperliche Untersuchung, bei der die Ärztin oder der Arzt den Bauch abtastet. Wenn die Leber viel Fett einlagert, ist sie manchmal spürbar vergrößert.

Unter Umständen zeigt sich die Verfettung jedoch erst bei der Ultraschalluntersuchung. Bei einer Fettleber erscheint die Leber im Ultraschall heller. Der Grund dafür ist, dass das verfettete Gewebe eine höhere Dichte hat und somit die Schallwellen stärker reflektiert als gesundes Gewebe.

Alkoholische oder nicht-alkoholische Fettleber?

Im Rahmen der Diagnose wird die Ärztin oder der Arzt auch ergründen, um welche Art von Fettleber es sich handelt: Ist die Erkrankung durch ein Übermaß an Alkohol entstanden? Oder stecken eine ungesunde Ernährungsweise und Bewegungsmangel dahinter?

Eine Fettleber kann auch durch ein Zusammenspiel verschiedener Ursachen entstehen. Gelingt es, die Hauptursache zu finden, kann dies jedoch die Planung der Behandlung erleichtern. Denn dann können Betroffene gezielte Maßnahmen ergreifen, um die Verfettung zu stoppen und bestenfalls rückgängig zu machen. Sind sie übergewichtig, müssen sie vor allem für eine ausgewogene Ernährung und mehr Bewegung sorgen. Trinken sie zu viel Alkohol, steht für sie in erster Linie eine Entwöhnung an.

Erste Hinweise auf die Ursache – oder die Ursachen – der Fettleber ergeben sich häufig bereits im Gespräch mit der Ärztin oder dem Arzt. Weitere Anhaltspunkte können möglicherweise die Blutwerte liefern. Diese können bei einer alkoholischen Fettleber etwas anders aussehen als bei einer nicht-alkoholischen.

Zudem erlaubt die körperliche Untersuchung Rückschlüsse auf die Ursache. Beispielsweise haben Menschen mit einer nicht-alkoholischen Fettleber meist Übergewicht. Bei einer alkoholischen Fettleber ist das nicht zwangsläufig der Fall.

Was sagt der Fettleber-Index aus?

Mitunter nehmen Ärztinnen und Ärzte bei der Diagnose auch bestimmte Rechenformeln zu Hilfe. Beispielsweise können sie den sogenannten Fettleber-Index (kurz FLI) berechnen, welcher auf verschiedenen Blutwerten, dem Body-Mass-Index (BMI) und dem Taillenumfang einer Patientin oder eines Patienten basiert.

Die Berechnung ergibt einen Wert zwischen 0 und 100. Dieser gibt an, mit welcher Wahrscheinlichkeit die oder der Betroffene eine Fettleber hat: Liegt der Fettleber-Index über 60, ist sie sehr wahrscheinlich an einer Fettleber erkrankt. Bei einem FLI unter 20 lässt sich eine Fettleber dagegen nahezu ausschließen.

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.
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