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Für Frauen gefährlich: Oralsex kann HPV-Virus übertragen

Studie bestätigt  

Oralsex erhöht das Krebsrisiko deutlich

26.01.2016, 10:00 Uhr
Für Frauen gefährlich: Oralsex kann HPV-Virus übertragen. HPV: Oralsex steigert das Risiko für Mund- und Rachenkrebs. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

HPV: Oralsex steigert das Risiko für Mund- und Rachenkrebs. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Dass ungeschützter Sex Viren übertragen kann, ist nicht neu. Weniger bekannt ist, dass man sich beim Oralsex mit Viren anstecken kann, die Krebs auslösen. Eine neue US-Studie zeigt nun: Wer das Humane Papillomvirus HPV-16 im Mund trägt, hat ein um 22-fach erhöhtes Risiko, an Krebs in Mund oder Hals zu erkranken. 

Vor drei Jahren machte Michael Douglas Schlagzeilen mit der Behauptung, seine Krebserkrankung sei durch Oralsex ausgelöst worden. Bereits damals gab es Hinweise darauf, dass die HP-Viren, die normalerweise mit der Entstehung von Gebärmutterhalskrebs assoziiert werden, auch Krebs im Mund auslösen können. 

HPV erhöht Krebsrisiko um das 22-Fache

Die neue Studie des Albert Einstein College of Medicine bestätigt diese Vermutung. Dazu untersuchten die Forscher die Virenbesiedlung im Mund von rund 97.000 gesunden Probanden. Nach vier Jahren hatten 132 Teilnehmer einen Tumor im Rachenraum entwickelt. Die Forscher verglichen die Virenstämme der Betroffenen mit denen gesunder Probanden. 

Dabei zeigte sich: Die Teilnehmer, die zu Beginn das HPV-16 im Mund trugen, hatten eine 22-fach erhöhte Wahrscheinlichkeit, im Laufe der vier Jahre an Krebs zu erkranken. Auch andere HPV-Formen erhöhten das Krebsrisiko, wenn auch nicht ganz so drastisch.    

Risiko steigt mit Sexualpartnern

Andere Studien hatten bereits vor Jahren einen Zusammenhang zwischen Oralsex und der Besiedlung mit HP-Viren gefunden. Eine im Amerikanischen Ärzteblatt erschienene Studie war zu dem Ergebnis gekommen, dass in den USA etwa jeder zehnte Mann und knapp vier Prozent der Frauen mit HP-Viren infiziert sind, die zu Krebs führen können. Je mehr Sexualpartner die Studienteilnehmer hatten, desto höher war das Ansteckungsrisiko.

HPV ist häufiger Auslöser für Rachenkrebs

In Deutschland erkranken nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Halschirurgie e.V. (DGHNO KHC) jährlich mehr als 18.000 Menschen an Kopf-Hals-Tumoren. Bei Männern ist dies die vierthäufigste Krebserkrankung. Ärzte vermuten sogar, dass jeder zweite bis vierte Tumor im Mund und Rachen durch HPV ausgelöst werden.


Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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