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So gefährlich sind Penisverlängerungen

Deformierungen und Verkürzungen  

So gefährlich sind Penisverlängerungen

Von Alexandra Grossmann

11.05.2019, 09:59 Uhr
So gefährlich sind Penisverlängerungen. Mann hält Zentimeterband an seine Hose: Ein Eingriff am Penis kann schwere Folgen haben. (Quelle: Getty Images/RapidEye)

Mann hält Zentimeterband an seine Hose: Ein Eingriff am Penis kann schwere Folgen haben. (Quelle: RapidEye/Getty Images)

Wer seinen Penis zu klein findet, kann ihn verlängern lassen. Doch jetzt warnen Experten: Der Eingriff kann gravierende Komplikationen verursachen.

Wenn Männer mit der Größe ihres "besten Stücks" nicht zufrieden sind, können sie sich den Penis verlängern lassen. In Deutschland werden laut International Society of Aesthetic Plastic Surgery (ISAPS) jedes Jahr rund 3.000 Penisverlängerungen durchgeführt – die Dunkelziffer dürfte deutlich höher sein.

Britische Wissenschaftler haben jetzt in einer Studie die Möglichkeiten mit und ohne Operation untersucht. Die häufigsten Verfahren sind demnach Injektionen, bei denen füllende Flüssigkeiten in den Penis gespritzt werden. Oft machen auch Chirurgen einen Eingriff, der Suspensivbandinzision genannt wird. Hier operiert ein Chirurg den Penis mit dem Ziel, dass – verkürzt gesagt – ein Teil vom Inneren sich nach außen schiebt und der Schaft so länger wird.

Erektile Dysfunktion, Deformierungen und Verkürzungen

Die Forscher untersuchten die Daten von 17 verschiedenen Studien mit insgesamt 1.192 Männern im In- und Ausland. Ihr Ergebnis: Penisvergrößerungen funktionieren nicht. Sie seien ineffektiv und riskant. "Die Behandlungsergebnisse waren insgesamt schlecht und die Zufriedenheit gering", schreiben die Autoren um Gordon Muir, Urologe am King's College Hospital in London.

In vielen Fällen gab es laut Studie nach den Eingriffen schwere Komplikationen. Erektile Dysfunktion, Deformierungen oder Verkürzungen des Penis waren keine Seltenheit. Viele Männer spürten seitdem eine dauerhafte Taubheit im Glied. Die Wissenschaftler fanden umgekehrt keinen Beweis dafür, dass eines der Verfahren tatsächlich zu einer Vergrößerung des Organs geführt hätte.

Bis zu 40.000 Euro Kosten

Stattdessen tragen viele Betroffene nach einer gescheiterten Penisverlängerung psychische und physische Narben davon, so die Forscher. Scharlatane hätten sie durch falsche Versprechungen angelockt und ihnen Hoffnungen gemacht. Bis zu umgerechnet 46.000 Euro würden Männer bezahlen, wissen Gordon und seine Kollegen – für ein Verfahren, das fast nie medizinisch nötig oder sinnvoll sei.

 


"Die Mehrheit der Männer, die wünschen, dass ihr Penis länger gemacht wird, hat ein Organ von ganz normaler Länge", schreiben die Autoren. "Sie haben aber oft das Gefühl, dass ihr Penis zu klein ist."

Wichtiger Hinweis: Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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