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Das ist jetzt zu tun: Neupflanzung und Wintervorbereitung

dpa-tmn, t-online, sikoe

Aktualisiert am 09.11.2021Lesedauer: 5 Min.
KĂŒrbisse in einer Schubkarre
Erntezeit: Im Oktober sind die meisten KĂŒrbisse reif. (Symbolbild) (Quelle: CasarsaGuru/getty-images-bilder)
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Das Gartenjahr neigt sich dem Ende zu. Doch vor dem Winter mĂŒssen noch einige Arbeiten im Garten erledigt werden. Mit Umgraben sollten Sie aber noch warten – denn sonst droht im nĂ€chsten Jahr eine Schneckenplage. Was im Garten jetzt zu tun ist.

Das Wichtigste im Überblick


  • KĂŒbelpflanzen ĂŒberwintern
  • Jetzt Zwiebelblumen pflanzen
  • Rosen nicht zurĂŒckschneiden
  • Mulchen im Herbst
  • Die letzte Ernte in diesem Jahr
  • Umgraben oder nicht?

Zwischen den groben Bodenschollen, die durch das Umgraben entstehen, finden Schnecken einen guten Platz fĂŒr die Ablage ihrer Eier. Auch die erwachsenen Tiere ĂŒberwintern in diesen Spalten. Darauf weist die Bayerische Gartenakademie hin. Sie sollten daher mit dem Umgraben möglichst bis zum ersten Frost warten.


Pflanzen fĂŒr den Balkon im Herbst

Alpenveilchen
Bergenie
+8

Laub regelmĂ€ĂŸig entfernen

Laub auf Rasen und BeetflĂ€chen wird nun regelmĂ€ĂŸig – aber mindestens alle zwei Wochen – aufgesammelt. Ist die BlĂ€tterschicht jedoch zu dick geworden, sollte das Laub lieber hĂ€ufiger eingesammelt werden. Andernfalls bekommen die Grashalme nicht mehr ausreichend Luft.

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Sind nur wenige LaubbĂ€ume im Garten vorhanden und hĂ€lt sich die BlĂ€tterschicht auf den Rasen in Grenzen, können Gartenbesitzer hier auch einfach mit dem RasenmĂ€her darĂŒberfahren. Die BlĂ€tter werden dabei zerhĂ€ckselt, eingesammelt und können dann auf den Kompost. Laub, das oben auf Hecken liegt, beseitigen Sie schnellstmöglich. Verbleibt das Laub auf der Hecke, kann diese darunter nĂ€mlich leicht faulen und die Pflanze bekommt nicht genĂŒgend Licht, sodass das Wachstum behindert wird.

KĂŒbelpflanzen ĂŒberwintern

Empfindliche KĂŒbelpflanzen können nicht draußen bleiben. Pflanzen, die BlĂ€tter abwerfen, wie beispielsweise Fuchsien, Granatapfel und Bleiwurz, halten Temperaturen zwischen fĂŒnf bis zehn Grad sowie Dunkelheit stand. Die Unterbringung im GartenhĂ€uschen oder im Keller könnte hier sinnvoll sein.

Rosmarin, Oleander und Zitronen bevorzugen einen hellen und sehr kĂŒhlen Standort. FĂŒr sie eignet sich zum Überwintern der Fensterplatz in einem ungeheizten Schlafzimmer. Hell, aber wĂ€rmer lagern Hibiskus, Schönmalven und die Bougainvillea. Diese Pflanzen brauchen einen Standort im Wintergarten bei 16 bis 18 Grad.

Jetzt Zwiebelblumen pflanzen

Der Herbst ist die ideale Pflanzzeit fĂŒr Zwiebelblumen. Die Pflanzen bilden vor dem Winterbeginn noch Wurzeln und gewöhnen sich an den Standort. Außerdem profitieren sie von der Winterruhe.

Zwiebelpflanzen wie Schneeglöckchen, Tulpen und Narzissen mĂŒssen nun schnell in die Erde – in einem Beet am besten nach GrĂ¶ĂŸe gestaffelt und möglichst in Gruppen. Denn einzeln kommen sie kaum zur Geltung. Junge ZweijĂ€hrige werden ausgesetzt. Die Königskerze, der Fingerhut und Goldlack blĂŒhen erst im FrĂŒhling, brauchen aber vorher etwas Zeit, um sich an ihre Umgebung zu gewöhnen. Damit es durch eine schlechte Witterung keine Verluste gibt, werden GrĂ€ser nicht im Herbst gepflanzt.

Bestimmte Stauden mĂŒssen nun gesĂ€t werden: Kaltkeimer wie

brauchen vor dem Austreiben den KĂ€lteschock des Winters. SĂ€en Sie diese in einem Topf und stellen Sie diesen den Winter ĂŒber an eine geschĂŒtzte Stelle nach draußen.

Rosen nicht zurĂŒckschneiden

Außerdem ist es jetzt Zeit, neue Rosen zu pflanzen. UnabhĂ€ngig von der Sorte brauchen alle Rosen einen vollsonnigen Standort auf nĂ€hrstoffreichem Boden. Handelt es sich um empfindlichere Sorten, wie zum Beispiel Beetrosen, dann denken Sie bei kĂ€lterer Witterung auch ans AnhĂ€ufeln mit Kompost. Eine Auflage mit Reisig schĂŒtzt zusĂ€tzlich vor KĂ€lte. Einige Rosensorten blĂŒhen sogar noch bis in den Winter hinein.

Zwar benötigen einige Rosen schon im Herbst einen starken RĂŒckschnitt, besser ist es allerdings, sie zunĂ€chst nur wenig zu bearbeiten und im FrĂŒhjahr auf drei bis vier Augen einzukĂŒrzen, raten Experten. So bleibe auch noch genug erhalten, falls WinterschĂ€den weggeschnitten werden mĂŒssen.

Richtiges Schneiden im Herbst

Im Oktober wird noch einmal zur Schere gegriffen. Aber verblĂŒhte Stauden und GrĂ€ser brauchen nicht wie im FrĂŒhjahr einen kompletten RĂŒckschnitt. Ein Ordnungsschnitt reicht meistens aus. Zu lange Triebe werden dabei in etwa auf Kniehöhe eingekĂŒrzt und Wildwuchs korrigiert.

VerblĂŒhte Stauden und GrĂ€ser haben bei Frost nicht nur einen hohen Zierwert, wenn der Raureif sich auf sie legt. NĂŒtzliche Insekten verstecken sich auch gerne in hohlen StĂ€ngeln und Samenkapseln. Die Pflanzen sollten auch aus ökologischen Aspekten so lange wie möglich auf den Beeten bleiben. Getrocknetes kann im FrĂŒhjahr leicht entfernt werden, da viele Triebe dann getrocknet sind und sich wie beim Phlox dann ganz leicht wegbrechen lassen. Weiden, Birken und Ahorn werden auch erst in der Ruhephase zum Winter geschnitten. Dann verschließen sich deren Wunden besser. Die Arbeiten sollten bei frostfreiem Wetter durchgefĂŒhrt werden.

Obstgehölze vor dem ersten Frost einsetzen

Neue Obstgehölze kommen nun in die Erde. Sie können bis zum ersten Frost Faserwurzeln bilden. Der Wurzelballen wird vor dem Setzen leicht zerrissen. In das Pflanzloch kommt ein Gemisch aus Erde mit Kompost oder HornspÀnen, welches den Baum mit NÀhrstoffen versorgt. Danach wird die Pflanzstelle ausreichend gegossen, damit der Baum besser anwÀchst.

Achten Sie auch auf die richtige Mischung: Bei allen Obstgehölzen wirken sich Mischpflanzungen verschiedener Sorten gĂŒnstig auf die Befruchtung aus. Bei manchen Arten, wie zum Beispiel ApfelbĂ€umen, SĂŒĂŸkirschen oder einigen Pflaumensorten ist sie sogar nötig, sonst entwickeln die BĂ€ume nĂ€mlich keine FrĂŒchte. Außerdem wirkt sich die Mischpflanzung gĂŒnstig auf die Erntezeit aus: Denn diese dauert durch frĂŒhe, mittelfrĂŒhe und spĂ€te Sorten von Sommer bis Herbst.

Mulchen im Herbst

Mulch schĂŒtzt offene FlĂ€chen vor der KĂ€lte. Laub oder Staudenschnitt kann als Mulchschicht unter den StrĂ€uchern liegen bleiben. Das organische Material wird zu Humus, der wie ein Schwamm im Boden NĂ€hrstoffe und Wasser speichert. Der darunter liegende Boden bleibt somit locker, feucht und fruchtbar.

Mulchschicht: Mulchen beugt nicht nur Unkraut vor. Es schĂŒtzt die Pflanzen auch vor frostigen Temperaturen.
Mulchschicht: Mulchen beugt nicht nur Unkraut vor. Es schĂŒtzt die Pflanzen auch vor frostigen Temperaturen. (Quelle: mtreasure/getty-images-bilder)
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Die letzte Ernte in diesem Jahr

Die letzten Gurken, Auberginen und auch der Schnittlauch werden vor dem Winter komplett abgeerntet. Auch fĂŒr Knollensellerie und Rote RĂŒben ist jetzt Erntezeit. FruchtgemĂŒse wie zum Beispiel Tomaten oder Paprika entwickeln bei frostfreiem Wetter weiterhin BlĂŒten und FrĂŒchte. SpĂ€testens wenn eine kalte Nacht den Tomatenstöcken ein Ende bereitet, werden die reifen, roten FrĂŒchte zusammen mit den grĂŒnen Tomaten geerntet. Die unreifen FrĂŒchte können an einem sonnigen Fensterplatz im Haus noch gut nachreifen. Einige GemĂŒsesorten, wie der Rosenkohl, bekommen aber sogar ein besseres Aroma, wenn sie den ersten Frösten ausgesetzt sind.


Quitten erfreuen sich einer zunehmenden Beliebtheit in heimischen GĂ€rten und eignen sich besonders gut zur Herstellung von Gelee oder Kompott. Sie sind relativ frosthart und sollten erst dann gepflĂŒckt werden, wenn sie ihren flaumigen Belag verlieren und eine glĂ€nzend gelbe Schale zeigen.

Umgraben oder nicht?

Nach der Ernte ist das GemĂŒsebeet bis auf ein paar hartgesottene Wintersalate, Knollen und Wurzeln leer. Ob das Beet komplett umgegraben wird, hĂ€ngt unter anderem von dem Boden ab. Bei schweren Böden können HobbygĂ€rtner im Oktober und November mit dem Umgraben beginnen, damit sich der Frost im Boden ausbreiten kann. Denn Frost ist ein guter Helfer. Wenn die Erde im Winter den Boden durchfriert, brechen durch die kĂ€ltebedingte Ausdehnung des Wassers dicke Erdklumpen auf zu KrĂŒmeln. Man spricht hierbei von Frostgare beziehungsweise Bodengare. Der Boden ist somit nach dem Winter gut aufgelockert.

Ein weiterer Vorteil: Im regenreichen FrĂŒhling ist das Anpflanzen oft nicht möglich, solange der schwere Boden noch viel Feuchtigkeit in sich trĂ€gt. In lockerer Erde mit feiner Struktur können die im FrĂŒhjahr neu ausgesĂ€ten und gesetzten Pflanzen ihre Wurzeln besser ausbreiten und optimal anwachsen. und: Im regenreichen FrĂŒhling ist das Anpflanzen oft nicht möglich, solange der schwere Boden noch viel Feuchtigkeit in sich trĂ€gt. In einem aufgelockerten Boden kann Regen schneller abfließen, und der Boden wĂ€rmt sich schneller auf.

Tipp
Statt zum Spaten, der den Organismen im Boden schaden kann, sollte man zur Grabegabel greifen. Sie wird nur in die Erde eingestochen und darin hin und her bewegt.

Außerdem warnen Gartenexperten und NaturschĂŒtzer inzwischen davor, dass durch das Aufhacken und Umgraben die natĂŒrlichen Bodenstrukturen zerstört werden. So werden mit dem Spaten etwa Lebewesen, die Humus generieren oder durch ihre GĂ€nge den Boden belĂŒften, in Erdreichregionen befördert, in denen sie nicht leben können. Lebewesen von weiter unten gelangen nach oben. Daher sollte man – wann immer das möglich ist – auf das Umgraben verzichten.

Was Sie jetzt ernten können
GemĂŒse Gurke, KĂŒrbis, Hokkaido, Mais, Zucchini
KrÀuter und Zwiebeln Schalotten, Lauch/Porree, Lauchzwiebel
BlattgewĂ€chse, HĂŒlsenfrĂŒchte & Stauden Bohnen, Blattsalat, Endivie, Feldsalat, Mangold,Radicchio, Rucola/Rauke, Spinat
Obst Brombeeren, Äpfel, Birnen, Zwetschgen
Wurzeln und Knollen Fenchel, Kartoffel, Karotte, Pastinake, Radieschen, Schwarzer Rettich/ Winterrettich, Rote Beete, Knollensellerie, Schwarzwurzel, SteckrĂŒbe, Topinambur
Kohl und RĂŒben Blumenkohl, Brokkoli, Chinakohl, Pak-Choi, Kohlrabi, Rosenkohl, Weißkohl, Spitzkohl, Rotkohl, Wirsing
Aus dem GewÀchshaus Paprika, Tomate, Aubergine, Chicorée
Was jetzt blĂŒht und FrĂŒchte trĂ€gt
BÀume Zeder, Brennende Waldrebe, EuropÀischer Bleiwurz, Frangipani, Gewöhnlicher Efeu, Mönchspfeffer, Zitrone, Vogelbeeren
StrĂ€ucher Rosen, Lavendel, Hagebutten, Feuerdorn, Ilex, Sanddorn, FlĂŒgel-Spindelstrauch, Zaubernuss, Buschklee
KlettergewÀchse Knöterich, Wilder Wein, Efeu
Blumen & Stauden Astern, Herbsteisenhut, Dahlien, Herbstanemonen, SonnenhĂŒte, Fetthennen, Herbstzeitlose, Silberkerzen
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