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Feigenbaum pflanzen und pflegen: einfache Anleitung

Süße Früchte selbst anbauen  

Feigenbaum im eigenen Garten pflanzen und pflegen

20.08.2019, 06:36 Uhr | om , jb, t-online.de

Feigenbaum pflanzen und pflegen: einfache Anleitung. Mann hält eine Feigenfrucht: Während der Reifung färben sich die Früchte von Grün zu einem tiefen Lila. (Quelle: Getty Images)

Mann hält eine Feigenfrucht: Während der Reifung färben sich die Früchte von Grün zu einem tiefen Lila. (Quelle: Getty Images)

Ein sonniger Garten ist die erste Voraussetzung, wenn Sie einen eigenen Feigenbaum pflanzen möchten. In der Anleitung finden Sie wichtige Hinweise zur richtigen Pflege der Pflanze.

1. Auswahl des Feigenbaums

Wenn Sie einen Feigenbaum im Garten pflanzen möchten, sollten Sie sich für eine selbstbefruchtende Sorte entscheiden. So benötigen Sie keine zweite Sorte zur Befruchtung der Blüten. Achten Sie darauf, dass es sich um eine echte Feige handelt. Zierfeigenbäume sehen zwar schön aus, bilden aber keine genießbaren Früchte aus. Berücksichtigen Sie beim Kauf zudem, ob die Sorte winterhart, ertragreich und widerstandsfähig ist. Kaufen Sie eine Pflanze, die mindestens zwei Jahre alt ist. Jüngere Feigenbäume sind noch nicht ausreichend winterhart.

Empfehlenswert sind die Sorten Brown Turkey, Jardin und Violetta. Auch die früh reifenden Sorten Black Ischia, White Marseilles oder St. Johns bieten sich laut der Gartenakademie Rheinland-Pfalz für eine Pflanzung im Garten an.

Achtung
Wenn der Sommer nicht heiß genug war, kommen viele Feigen nicht zur Reife.

2. Standort auswählen

Wählen Sie als Standort für Ihren Feigenbaum einen Platz direkt in der Sonne, der zudem wind- und regengeschützt ist. Für die mediterrane Pflanze bietet sich ein Ort in der Nähe einer Hauswand oder in einem Innenhof an. Wichtig ist, dass der Baum täglich etwa drei Stunden Sonne erhält. Möchten Sie die Pflanze im Haus ziehen, stellen Sie den Feigenbaum an ein sonniges Fenster oder in den Wintergarten. 

3. Pflanzzeit beachten

Ihren Feigenbaum pflanzen Sie am besten im Frühjahr nach dem letzten Bodenfrost ein. Im Sommer und Herbst ist es schon zu spät, da der frisch gepflanzte Baum bis zum Winter nicht widerstandsfähig gegen Kälte wird. Die Folgen können erhöhte Anfälligkeiten gegenüber Schädlingen und Krankheiten sein.

Echter Feigenbaum: Der Ficus eignet sich auch als Bonsai. (Quelle: imago/Manfred Ruckszio)Echter Feigenbaum: Der Ficus eignet sich auch als Bonsai. (Quelle: imago/Manfred Ruckszio)

4. Erde auswählen

Pflanzen Sie Ihren Feigenbaum in handelsübliche Blumenerde. Achten Sie dabei auf ein nährstoffreiches, durchlässiges Produkt. Idealerweise mischen Sie die Blumenerde zu gleichen Teilen mit Komposterde. Fügen Sie außerdem etwas Sand sowie feinen Kies hinzu, so wird die Erde wasserdurchlässiger. Das Gleiche gilt für Feigenbäume im Haus oder im Kübel.

5. Den Baum einpflanzen

Im Garten graben Sie zunächst ein Loch in die Erde. Achten Sie darauf, dass dieses breiter ist als der Wurzelballen der Feige. Um den Wurzelballen vor Bodenfrost zu schützen, sollte er sieben bis zehn Zentimeter unterhalb der Erdoberfläche eingepflanzt werden. Bedecken Sie die Wurzeln zum Schluss mit Erde. Optional errichten Sie ein Spalier, an dem der Feigenbaum emporwachsen kann.

Ziehen Sie einen Feigenbaum im Kübel, sollte dieser einen Durchmesser von 30 bis 40 Zentimetern haben. Je nach Bedarf wird der Baum etwa alle ein bis zwei Jahre im Frühjahr in einen größeren Kübel umgetopft.

6. Die Pflanze gießen

Gießen Sie Ihren Feigenbaum, wenn die Erde noch feucht, jedoch auf keinen Fall bereits ausgetrocknet ist. Bewässern Sie den Wurzelballen sehr ausgiebig, sodass die Erde gründlich geschwemmt wird – ähnlich wie bei einem Starkregen. Vermeiden Sie aber in jedem Fall Staunässe. Verwenden Sie kalkarmes Wasser. Abgestandenes Leitungswasser, bei dem sich der Kalk an den Gefäßwänden abgesetzt hat, eignet sich dafür ebenso gut wie Regenwasser.

7. Dünger für den Feigenbaum

In der Wachstumsphase von April bis September benötigt Ihr Feigenbaum viele Nährstoffe – unter anderem Kalium, Phosphor, Stickstoff, Magnesium, Zink sowie Kupfer. In dieser Zeit empfiehlt es sich, einmal monatlich zu düngen. Hierfür eignen sich beispielsweise:

  • Zitrusdünger
  • mineralischer Volldünger 
  • organischer Gemüsedünger
  • flüssiger Volldünger

Natürliche Alternativen sind Kompost, der mit Hornspänen angereichert ist, Pferdemist oder Teichwasser. Insbesondere in dem Zeitraum, in der die Früchte ausgebildet werden, ist eine regelmäßige Düngung notwendig. Ohne eine ausreichende Nährstoffzufuhr verliert der Baum frühzeitig seine Früchte.

Wenn die Temperaturen im Herbst sinken und alle Früchte geerntet sind, wird die Düngung reduziert. Während der Winterruhe darf nicht mehr gedüngt werden. Dies gilt nicht für Feigenbäume im Haus oder Wintergarten, die das ganze Jahr über einen warmen und hellen Standort haben. Diese dürfen auch im Winter in geringem Maße gedüngt werden.

8. Den Feigenbaum schneiden

Ein Feigenbaum kann bis zu zehn Meter hoch werden – in einem Kübel erreicht der Baum eine Höhe von etwa drei Metern. Er wächst meist strauchartig. Es ist zwar nicht notwendig, den Feigenbaum im großen Umfang zu schneiden. Allerdings ist es sinnvoll, um die Ernte zu fördern. Entfernen Sie dazu im Frühjahr bei Bedarf abgestorbene Äste. Dann können Sie den Baum vorsichtig in Form schneiden. Verzichten Sie auf radikale Schnittmaßnahmen – der Gartenakademie Rheinland-Pfalz zufolge kann sonst die Fruchtbildung unterdrückt werden.

Tipp
Kaufen Sie Ihren Feigenbaum am besten direkt im Fachhandel oder von einer Baumschule. So werden Sie vor Ort ausführlich darüber beraten, was beim Einpflanzen und bei der Pflege der Sorte wichtig ist.

Erntezeit bei Feigen

Je nach Blüte fällt auch die Erntezeit verschieden aus. Einige Früchte können bereits im Juni oder Juli geerntet werden. Die Haupterntezeit von Feigen liegt allerdings im September und Oktober. 

Erntereife Feigen verfärben sich von grün zu violett und sind bereits etwas weich. Erst dann sollte die Frucht geerntet werden. 

Zweig mit Früchten: Feigen verfärben sich, wenn sie reif sind, von grün zu violett. (Quelle: imago images/blickwinkel)Zweig mit Früchten: Feigen verfärben sich, wenn sie reif sind, von grün zu violett. (Quelle: blickwinkel/imago images)

Feigenbäume im Winter schützen

Feigenbäume, die in die Erde gepflanzt wurde und an einem geschützten und sonnigen Ort stehen, überstehen den Winter häufig gut. Vor allem kurze Kälteperioden, in denen die Temperaturen nicht unter -5 Grad sinken, vertragen die Ficus-Gewächse. Wichtig ist, dass der Baum rechtzeitig im Frühjahr gepflanzt wurde, damit er seine Wurzeln gut ausbilden kann und somit stark für die kalte Jahreszeit ist. Den Stamm und das Geäst können Sie mit einem Vlies, Reisig oder Strohmatten schützen. Achten Sie auch darauf, dass noch nicht all zu kräfte Äste vor dem eisigen Wind geschützt sind. Binden Sie sie am besten sanft zusammen und umhüllen Sie sie anschließend ebenfalls mit dem Vlies. Um eine Schimmelbildung oder Ausbreitung von Pilzen und anderen Schädlingen zu vermeiden, sollten Sie regelmäßig das Aussehen und den Zustand des geschützten Stammes kontrollieren. Hier darf sich keine Feuchtigkeit drunter sammeln.

Tipp
Dauern die Winter in Ihrer Region etwas länger, können Sie beim Pflanzen des Baumes etwas Kies unter die Erde mischen. Die Steine können Wärme länger als Erde speichern. Und das kommt den Wurzeln des Baumes zu Gute.

Feigenbäume in Kübeln sollten vor Frost geschützt werden. Am besten eignet sich hierfür ein Vlies oder eine isolierende Folie, die vor allem um den Kübel, aber auch um den Stamm gewickelt werden. Kontrollieren Sie regelmäßig, dass sich keine Feuchtigkeit unter dem Schutzmantel bildet. Besonders, wenn der Wechsel zwischen nasskaltem und sonnigem Wetter kurz ist, kann es schnell zur Schimmelbildung kommen.


Am besten ist es, wenn Sie den Feigenbaum im Topf zum Überwintern an einen geschützten, hellen Ort, an dem keine Frostgefahr besteht.

Steckbrief Feigenbaum

Echte Feige
(Ficus carica) 

Standort

Vollsonnig
möglichst warm, geschützt.

Erde

Nährstoffreich, durchlässig, lehmiger Boden

Düngen

Im Frühjahr und im Spätsommer
Kompost mit Hornmehl, flüssiger Volldünger

pH-Wert

schwach sauer

Gießen

Regelmäßig, im Sommer häufiger
Staunässe unbedingt vermeiden

Blütezeit

Bis zu dreimal jährlich: Mai bis Oktober. Die Blüten befinden sich in bis zu fünf Zentimeter großen Kugeln, die Triebe. Sichtbare Blüten gibt es nicht.

Überwintern

Frosthart bis zu -12 Grad, wenn der Baum entsprechend früh im Jahr gepflanzt wurde und stark genug ist.


Verwendete Quellen:
  • Eigene Recherche

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