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Fehler vermeiden: So waschen Sie Ihre Wäsche richtig

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Was zu viel Pulver anrichtet  

Wäsche waschen: Die neun größten Fehler vermeiden

24.09.2018, 11:01 Uhr | ug, jmi, dpa-tmn, t-online.de, az

Fehler vermeiden: So waschen Sie Ihre Wäsche richtig. Waschmittel richtig dosieren (Quelle: Getty Images/Ingram Publishing)

Waschmittel richtig dosieren: Lesen Sie dazu die Empfehlungen der Hersteller (Symbolbild). (Quelle: Ingram Publishing/Getty Images)

Bullauge auf, Schmutzwäsche rein, Waschmittel dazu, Maschine an: So leicht kann Waschen sein – doch ebenso leicht schleichen sich dabei Fehler ein. Die Folge: Flecken sowie hohe Wasser- und Energiekosten. Sogar Schimmel kann in die vermeintlich saubere Wäsche gelangen. Wir geben Tipps, wie Sie richtig Wäsche waschen.

Waschen ist nicht schwer – wenn Sie die Klamotten nach Farbe und Textil sortieren, das richtige Programm wählen und das passende Waschmittel verwenden. Dabei gilt: "Viel hilft nicht viel", sagt Dirk Petersen von der Verbraucherzentrale Hamburg (VZHH).

Heiß waschen ist überflüssig

"Waschmittel sind heute so konzipiert, dass die Wäsche nicht wärmer als 30 bis 40 Grad gewaschen werden muss, um hygienisch sauber zu werden", so der Umweltexperte. Bei normaler Schmutzwäsche reichen niedrigere Temperaturen also völlig aus. Der Vorteil: Sie sparen Strom. Eine Maschine mit 30-Grad-Wäsche verbraucht nur ein Fünftel der Energie einer 60-Grad-Ladung. Eine Ausnahme gibt es aber: Wenn im Haushalt eine Krankheit kursiert, ist es sinnvoll, die Wäsche bei hohen Temperaturen zu waschen, um Keime abzutöten.

Zu viel Pulver verursacht Schimmel in der Schublade

Viele Verbraucher neigen dazu, zu viel Waschmittel zu verwenden, weil sie meinen, die Kleidung werde dadurch sauberer. Doch damit gefährden Sie schlimmstenfalls Ihre Gesundheit. Der Grund: In der Schublade für das Waschmittel sammeln sich Rückstände, die vom Wasser nicht vollständig eingespült werden. Mit der Zeit bilden sich Schimmelsporen, die in die Wäsche gelangen und zu Hautrötungen oder sogar Allergien führen können. Daher sollten Sie die Schublade etwa alle zwei Monate reinigen, zum Beispiel mit einer Spülbürste.

Das richtige Waschmittel verwenden

Bei der Fülle an verschiedenen Waschmittel kann man schon einmal der Überblick verlieren. Folgende Arten gibt es:

  • Universalwaschmittel (Vollwaschmittel)
  • Feinwaschmittel
  • Buntwaschmittel (Colorwaschmittel)
  • Wollwaschmittel
  • Schwarzwaschmittel
  • Weißwaschmittel

Welches Waschmittel für welche Wäsche das richtige ist, lesen Sie in unserer Waschmittelkunde. Prinzipiell sind nur drei Waschmittel nötig. Weichspüler lassen Sie lieber ganz weg, da sie sowohl für Ihre Gesundheit als auch für die Umwelt schädlich sind.

Öko-Waschmittel aus der Natur

Wer ohne Waschmittel waschen möchte, für den können Waschnüsse eine Alternative sein. Die Schale dieser Frucht des Waschnussbaums enthält das fett- und schmutzlösende Saponin, das zudem Keime abtötet. Umweltbewusste Menschen sagen außerdem Rosskastanien oder sogar Efeu gute Ergebnisse beim Waschen nach.

Waschmittel richtig dosieren (Quelle: Getty Images/Ingram Publishing)Waschmittel richtig dosieren: Lesen Sie dazu die Empfehlungen der Hersteller (Symbolbild). (Quelle: Ingram Publishing/Getty Images)

Die richtige Dosierung des Waschmittels

Jedes Waschmittel muss anders dosiert werden. Die Informationen dazu stehen jeweils auf der Verpackung. Was aber immer gleich ist: Die optimale Dosierung jedes Produktes bezieht sich auf eine bestimmte Wäschemenge. Bei einem Voll- und Colorwaschmittel sind dies 4,5 Kilogramm Textilien, bei einem Feinwaschmittel hingegen nur 2,5 Kilogramm. Darauf weist die Initiative Hausgeräte+ in Berlin hin. Gibt man mehr oder weniger Wäsche in die Trommel, muss die Menge des Waschmittels entsprechend angepasst werden.

Wäsche je nach Grad der Verschmutzung sortieren

Die Dosierempfehlungen der Hersteller sehen außerdem mehrere Verschmutzungsgrade vor:

  • Leicht verschmutzt: Hierzu zählt zum Beispiel kurz getragene Oberbekleidung ohne Flecken.
  • Normal verschmutzt: In diese Kategorie gehören einmal getragene Unterwäsche, mehrfach getragene Oberbekleidung mit leichten Flecken sowie Handtücher und Bettwäsche.
  • Stark verschmutzt: Das sind neben besonders dreckigen Textilien grundsätzlich auch Geschirr- und Küchenhandtücher und Babylätzchen sowie Kinder- und Sportkleidung.

Nicht die volle Ladung in die Waschmaschine

Wer die Wäschetrommel überlädt, riskiert, vergebens gewaschen zu haben. Wird die Wäsche regelrecht hinein gequetscht, kommen die Waschstücke nämlich nicht richtig in Bewegung und können nicht vernünftig umspült werden. "Dann stimmt das Verhältnis aus Temperatur, Wassermenge und Tensiden, also Fleckenlösern aus dem Waschmittel, nicht", sagt Dirk Petersen von der VZHH. Die Wäsche wird bei voller Ladung nicht richtig sauber. Als Faustregel gilt: Zwischen Schmutzwäsche und Trommeldecke sollte Ihre Hand senkrecht noch Platz haben.

Wenn Sportsachen auch nach der Wäsche muffig riechen, gibt es einfache Tricks, um Schweißgeruch aus den Klamotten zu bekommen. Lesen Sie hier unsere fünf Tipps gegen Muffel-Shirts. Schweißflecken im Achselbereich von T-Shirts kann man beispielsweise vor dem Waschen in Essig-Essenz (5%-Essig- oder Zitronensäurelösung) einweichen oder mit Gallseife vorbehandeln.

Herstellerhinweise beachten

Der Experte rät, sich beim Dosieren an den Angaben der Maschinen- und Waschmittelhersteller zu orientieren. Auf der Verpackung beziehungsweise in der Beschreibung der Maschine gibt es meistens eine Übersicht, welche Menge für welchen Schmutz ausreicht. "Dazu kann man sich als Verbraucher aktuelle Produktvergleiche wie von "Öko-Test" oder Stiftung Warentest ansehen, um zu wissen, welche Mittel aktuell am besten und verträglichsten waschen", sagt Petersen.

Der Mythos "Entkalker"

Eine weitere Fehlerquelle: Aus Angst vor Kalkschäden geben Verbraucher kräftig Enthärter und Entkalker zur Wäsche. Das ist nach Meinung des Experten unnötig. Waschmittel enthalten heutzutage neben Tensiden und Bleichmitteln ohnehin Enthärter. "Die Hersteller entsprechender Produkte verschweigen dies natürlich.“

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