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Würstchen aus Laborfleisch bei EU zur Zulassung angemeldet


Würstchen aus Laborfleisch: Schon bald im Supermarkt?

Von t-online, dom

14.09.2023Lesedauer: 2 Min.
imago images 0246514871Vergrößern des BildesIn einer Petrischale werden Zellen gezüchtet (Symbolbild). (Quelle: IMAGO/Julian Rovagnati)
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Wenn der Antrag durchgeht, könnte es bald das erste Lebensmittel aus sogenanntem Kulturfleisch zu kaufen geben. Würden Sie es probieren?

Als erstes Unternehmen der Welt hat The Cultivated B ein Würstchen aus zellbasiertem Fleisch bei der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) angemeldet. Das teilte das Tochterunternehmen des nordrhein-westfälischen Wurst- und Veggie-Herstellers Infamily Foods am Donnerstag mit.

Das hybride Produkt hat laut Hersteller Ähnlichkeit mit einem Hot Dog oder einem Frankfurter Würstchen. Es sei gemeinsam mit dem Schwesterunternehmen The Family Butchers entwickelt worden. "Unsere Unternehmensgruppe treibt die Branche der Fleischproduktion von nichtgeschlachteten Tieren für die breite Masse entschieden voran", zitiert die "Lebensmittel Zeitung" Hans-Ewald Reinert, Gesellschafter und Geschäftsführer der Infamily-Foods-Holding.

Was macht die EFSA?

Als neuartige Lebensmittel fallen alle Kulturfleischprodukte unter die Novel-Food-Verordnung der Europäischen Union. Sie müssen genehmigt werden und dürfen erst dann auf den europäischen Markt gebracht werden.

Auch andere neue Lebensmittelquellen müssen durch die EU-Zulassung bei der EFSA. So wurden zum Beispiel Anfang dieses Jahres Hausgrille und Getreideschimmelkäfer als Proteinquelle in Schokolade, Pasta und weiteren Produkten zugelassen. Lesen Sie hier mehr dazu.

Der Genehmigungsprozess gilt als langwierig. Er dauert mindestens 18 Monate, Branchenkenner rechnen laut "Lebensmittel Zeitung" mit mehreren Jahren. Kunden haben also noch eine ganze Weile Zeit, um sich an den Gedanken von unter Laborbedingungen gezüchtetem Fleisch zu gewöhnen.

 
 
 
 
 
 
 

Wie wird Laborfleisch hergestellt?

Laborfleisch (In-vitro-Fleisch) wird mittels "Tissue Engineering" hergestellt. Dabei wird einem Tier Muskelgewebe entnommen. Aus diesem Gewebe werden Stammzellen gewonnen und mit einem Nährmedium in einem Bioreaktor vermehrt. Dabei entwickeln sich die Zellen zu Muskeln. Über ein Trägergerüst, meist aus tierischem Kollagen, wachsen sie zu einer größeren Masse zusammen, beschreibt das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft. Auf diese Weise entstehen sehr dünne Fleischschichten. Die Masse ähnelt Hackfleisch.

Verwendete Quellen
  • lebensmittelzeitung.net: "Alternative Proteine: Infamily Foods beantragt EU-Zulassung für Kulturfleisch"
  • bmel.de: "Fragen und Antworten im Zusammenhang mit Fleisch- und Milchalternativen"
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