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Reklamation: Bei mangelhaften Lebensmitteln haben Sie Grund zur Reklamation

Reklamation  

Diese Mängel sollten Sie reklamieren

17.02.2011, 18:33 Uhr | jmi

Reklamation: Viele Lebensmittel, die Mängel aufweisen, können Sie reklamieren. (Foto: imago)Viele Lebensmittel, die Mängel aufweisen, können Sie reklamieren. (Foto: imago)Immer wieder ärgerlich: Zurück vom Einkauf entdeckt man ein falsches Haltbarkeits-Etikett, das Steak entpuppt sich als riechender, fahler Fleischlappen und in der Traubenschale findet man nur 400 Gramm statt der bezahlten 500-Gramm. Die Mängel beim Einkauf im Supermarkt sind zahlreich und können einem gehörig den Appetit auf die Lebensmittel verderben. Doch als Kunde sind Sie nicht machtlos, sondern können mangelhafte Lebensmittel reklamieren. Was Sie beanstanden können, welche Rechte Sie als Kunde haben und wie Sie sich am besten verhalten, erfahren Sie hier.


Verdorbenes sofort umtauschen

Bei verdorbenen Lebensmitteln ist die Sache klar: „Wenn sich etwa auf der Milch Schimmel befindet, Sie bitter schmeckt oder ausflockt, ist das ein Reklamationsgrund“, sagt Ann-Katrin Wiesemann von der Verbraucherzentrale Sachsen. Solche Lebensmittel sollten in der Regel auch sofort umgetauscht werden. Aber auch Dinge, die sich erst auf den zweiten Blick als ungenießbar erweisen, können Sie zurückgeben. Zum Beispiel stark riechenden Fisch oder bittere, ranzige Nüsse. Auch wenn das Produkt nicht verdorben ist, aber vom Gewohnten abweicht - also anders schmeckt, riecht oder aussieht als sonst - ist das ein eindeutiger Reklamationsgrund. Wenn etwa der Wein korkt oder die Milch mehr nach Chemie als nach Kuh riecht.

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Hygiene muss eingehalten werden

Wenn Sie Hinweise auf mangelnde Hygiene entdecken, müssen Sie das nicht hinnehmen: Motten im Müsli oder Maden im Mehl sollten beanstandet werden. Aber auch über mangelnde Hygiene im Supermarkt selbst dürfen Sie sich beklagen. Wenn zum Beispiel hinter der Wursttheke schmutzige Messer oder Wischtücher liegen oder das Personal die Produkte mit den bloßen Händen anfasst.

Täuschung bei Gewicht oder Herkunft

Wer vom Supermarkt getäuscht wird, hat ebenfalls einen Grund zur Reklamation. Zum Beispiel, wenn das ursprüngliche Mindesthaltbarkeitsdatum überklebt wurde. Oder das Obst als „Ware aus Deutschland“ deklariert ist, auf der Kiste aber steht, dass der Apfel aus Südtirol stammt. Bei einem falsch angegebenen Gewicht, etwa wenn in einer 500-Gramm-Packung Nudeln nur 450 Gramm drin sind, sind Sie ebenfalls im Recht.

Im Idealfall beim Hersteller reklamieren

In all diesen Fällen, also bei Verdorbenem, bei auffälligen oder falsch ausgezeichneten Produkten gilt: Am besten reklamieren Sie die Ware dort, wo Sie eingekauft haben. „In den meisten größeren Supermarktketten ist das kein Problem und die Waren werden ohne weiteres umgetauscht“, so Wiesemann. Wichtig ist dabei der Kassenzettel, er weist nach, wo Sie das Produkt gekauft haben. Wird Ihnen der Umtausch nicht gewährt, können Sie immer noch Ihr Geld zurückverlangen oder zumindest eine Preisminderung fordern. Wer den Kassenzettel nicht mehr parat hat, kann sich alternativ an den Hersteller wenden. Die meisten Hersteller sind kulant und bieten einen großzügigen Ersatz an

Lebensmittelüberwachung hilft

Wenn Ihre Beschwerde nicht ernst genommen wird, können Sie sich an die Lebensmittelüberwachung wenden. Zuständig ist die Behörde des Ortes, in dem Sie das Produkt gekauft haben. Die Behörde untersucht dann das betroffene Produkt oder überprüft den gesamten Laden. „Die Lebensmittelüberwachung sollten Sie auch unbedingt informieren, wenn Sie sich an einem Supermarkt-Produkt oder bei einem Restaurantbesuch den Magen verdorben haben“, rät Anne-Katrin Wiesemann. So können die betroffenen Lebensmittel untersucht und andere Verbraucher geschützt werden.


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