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Glühwein selber machen: Tipps und Rezepte für den perfekten Glühwein

Rezept für den Weihnachtsklassiker  

Glühwein: Diese fünf Fehler sollten Sie vermeiden

25.12.2020, 16:56 Uhr | t-online, sah

Glühwein selber machen: Tipps und Rezepte für den perfekten Glühwein. Glühwein: Gute Zutaten sind eine wichtige Grundlage. (Quelle: Getty Images/bbstudio_aad)

Glühwein: Gute Zutaten sind eine wichtige Grundlage. (Quelle: bbstudio_aad/Getty Images)

Glühwein gehört zur Weihnachtszeit dazu. Am besten schmeckt er natürlich selbst gemacht. Tipps, welche Weine sich am besten eignen und wie sich typische Glühwein-Fehler verhindern lassen, finden Sie hier.

Glühwein ist keine moderne Erfindung: Eigentlich ist er sogar älter als Weihnachten. Denn schon die alten Römer haben Wein mit Gewürzen versetzt, um ihn haltbarer zu machen. Heute gilt: Auf dem Weihnachtsmarkt muss er einen Alkoholgehalt von mindestens sieben Prozent haben, dieser kann aber auch bis zu 14,5 Prozent betragen.

Rezept: Glühwein selber machen

Glühwein: Das Getränk schmeckt in der Vorweihnachtszeit einfach herrlich. (Quelle: Getty Images/igorr1)Glühwein: Das Getränk schmeckt in der Vorweihnachtszeit einfach herrlich. (Quelle: igorr1/Getty Images)

Ein Glas Glühwein kommt bei diesem Rezept auf rund 187 Kalorien.

Zutaten für sechs Gläser:

  • 2 Bio-Zitronen
  • 75 g brauner Zucker
  • 4 ganze Gewürznelken
  • 2 Zimtstangen
  • 1 Flasche trockener Rotwein
  • 150 ml Portwein

Zubereitung:

  1. Waschen Sie die Zitronen, tupfen sie trocken und schneiden Sie sie in Scheiben. Legen Sie sechs Scheiben für die Dekoration beiseite.
  2. Erhitzen Sie die restlichen Zutaten bis auf den Cognac oder den Portwein in einem Topf und lassen das Ganze 15 Minuten ziehen.
  3. Geben Sie den Portwein dazu, gießen Sie den Glühwein durch ein Sieb in sechs Gläser und servieren Sie das Getränk mit den Zitronenscheiben.

Tipp: Wenn Ihnen das selbst gemachte Getränk zu intensiv schmeckt, fügen Sie etwas Wasser hinzu. Noch besser ist allerdings Traubensaft, denn dadurch süßen Sie den Glühwein und das Getränk hat etwas weniger Alkohol.

Diese Weine eignen sich am besten

Glühwein muss weniger gesüßt werden, wenn ein süßerer Rotwein die Grundlage bildet. Bei etwas gerbstoffmilderen Sorten ist beispielsweise nicht so viel Süßung nötig, wie bei einem kräftigen Dornfelder, der von Natur aus mehr Tannine enthält. Spätburgunder oder Portugieser sind leichter und fruchtbetonter, sodass sie oft sogar ohne zusätzliche Süße auskommen.

Glühwein lässt sich auch aus dezent säuerlichen Weißweinsorten zubereiten wie zum Beispiel Silvaner oder Müller-Thurgau. Wer süßen möchte, nimmt dafür am besten etwas Kandis, Agavendicksaft oder Honig.

Glühwein: Diese Fehler sollten Sie vermeiden

Glühwein: Er sollte nicht kochen, denn ab einer Temperatur von 78 Grad Celsius entweicht Alkohol. (Quelle: Getty Images/mediaphotos)Glühwein: Er sollte nicht kochen, denn ab einer Temperatur von 78 Grad Celsius entweicht Alkohol. (Quelle: mediaphotos/Getty Images)

1. Fehler: Minderwertige Zutaten verwenden

Viele denken, dass ein guter Wein im Glühwein unnötig ist. Doch die Qualität ist wichtig für den Geschmack. Verwenden Sie am besten keine billigen Landweine, sondern Qualitätsweine. Die müssen auch nicht teuer sein. Außerdem sollten die Gewürze frisch und hochwertig sein.

2. Fehler: Glühwein zum Kochen bringen

Ein Kardinalfehler bei der Zubereitung von Glühwein ist es, den Wein zu stark zu erhitzen. Dann werden die Gewürze bitter, und die Fruchtaromen des Weins gehen verloren. Ab einer Temperatur von 78 Grad Celsius entweicht außerdem der Alkohol. Ideal sind 50 bis 60 Grad beim Erhitzen des Glühweins.

3. Fehler: Zu viele Gewürze verwenden

Unterschätzen Sie die Aromen der Gewürze nicht und setzen Sie sie nur vorsichtig ein. Gerade zu viel Gewürznelke kann den Glühwein ungenießbar machen. Aber auch zu viel Zimt, Sternanis und Piment können den Genuss verderben und die Fruchtaromen des Weins überdecken.

4. Fehler: Zu wenig Zeit einplanen

Ein guter Glühwein braucht Zeit. Wenn Sie es nicht eilig haben, lassen Sie den Glühwein nach dem ersten Erhitzen ruhig ein paar Stunden ziehen, damit sich die Aromen voll entfalten können. Danach gießen Sie den Glühwein am besten durch ein Sieb, damit die Gewürze beim Trinken nicht stören.

5. Fehler: Den Alkoholgehalt unterschätzen

Wer abends Glühwein getrunken hat, spürt das oft am nächsten Tag. Weil man den Alkohol kaum schmeckt, unterschätzen viele den Gehalt und trinken schlicht zu viel. Glühwein steigt außerdem zu Kopf: Durch die Wärme werden die Gefäße besser durchblutet und das Getränk entfaltet schnell seine Wirkung. Zucker fördert zudem die Alkoholaufnahme. Ein 0,2-Liter-Becher mit zehn Prozent Alkohol erhöht den Blutalkoholgehalt um bis zu 0,25 Promille.

Tipp: Lieber mit Tee oder alkoholfreiem Punsch abwechseln. Und auch hier ist die Qualität entscheidend. Bei guten Zutaten bekommt man keinen Brummschädel.

Diese Gewürze verfeinern den Glühwein

Glühwein: Wenn die Gewürze gut sind, können sie sogar ein zweites Mal verwendet werden. (Quelle: Getty Images/kajakiki)Glühwein: Wenn die Gewürze gut sind, können sie sogar ein zweites Mal verwendet werden. (Quelle: kajakiki/Getty Images)

Zum Würzen bieten sich die klassischen Weihnachtsaromen an. Als Basis eignen sich

  • Nelke (bei Weißwein besser: eine Handvoll Rosinen)
  • Zimt
  • Sternanis

Zur Ergänzung, damit der Glühwein ein bisschen facettenreicher wird, eignen sich je nach Belieben folgende Gewürze:

  • Pfeffer
  • Wacholder
  • Tonkabohne
  • Vanilleschoten
  • Rosenblüten
  • Orangenblüten

Rezept: Glühwein ohne Alkohol

Glühwein: Beim Rezept ohne Alkohol können Sie mit den Säften variieren und zum Beispiel zusätzlich frisch gepressten Zitronensaft hinzufügen. (Quelle: Getty Images/JulijaDmitrijeva)Glühwein: Beim Rezept ohne Alkohol können Sie mit den Säften variieren und zum Beispiel zusätzlich frisch gepressten Zitronensaft hinzufügen. (Quelle: JulijaDmitrijeva/Getty Images)

Wenn Sie Glühwein kindertauglich oder autofahrerfreundlich brauen wollen, verzichten Sie einfach auf Alkohol und nehmen als Basis Früchtetee und Saft.

Zutaten:

  • 500 ml roter Früchtetee
  • 500 ml Johannisbeer- oder Cranberrysaft
  • 250 ml frisch gepresster Orangensaft
  • Zimt und Nelken
  • Honig, Zucker oder Agavendicksaft

Zubereitung:

  1. Vermischen Sie den Tee und die Säfte.
  2. Geben Sie Zimt und Nelken sowie Honig oder Zucker dazu. Alternativ können Sie Agavendicksaft zum Süßen nehmen. Der hat den Vorteil, dass er kalorienärmer als Zucker ist.

Rezept: Weihnachtspunsch

Punsch: Für den weihnachtlichen Geschmack darf Spekulatiusgewürz nicht fehlen. (Quelle: Getty Images/karandaev)Punsch: Für den weihnachtlichen Geschmack darf Spekulatiusgewürz nicht fehlen. (Quelle: karandaev/Getty Images)

Auch für Punsch sind gute Zutaten eine wichtige Grundlage. Basis ist meist Rotwein, der mit Rum oder einem anderem hochprozentigen alkoholischen Getränk wie Arrak ergänzt wird.

Planen Sie für dieses Rezept etwa 15 Minuten Zubereitungszeit ein. Der Weihnachtspunsch hat rund 162 Kalorien pro Glas.

Zutaten für sechs Gläser:

  • 1 Liter kräftiger Rotwein
  • 20 ml brauner Rum
  • 3 EL Brombeersaft
  • 2 EL brauner Zucker
  • 1 Bio-Orange
  • 1 TL Spekulatius-Würzmischung
  • 2 Sternanis
  • 2 Zimtstangen
  • 4 Gewürznelken
  • 1 Messerspitze Bio-Zitronenschale
  • 1 Messerspitze Orangenschalenaroma

Zubereitung:

  1. Erhitzen Sie Rotwein, Rum und Brombeersaft, aber lassen Sie das Ganze nicht kochen.
  2. Lösen Sie den Zucker darin auf.
  3. Waschen Sie die Orange, tupfen sie trocken und schneiden Sie sie in Scheiben. Legen Sie sechs Scheiben für die Dekoration beiseite.
  4. Geben Sie die Gewürze, Zitronenschale, Orangenschalenaroma und Orangenscheiben in den Punsch.
  5. Erhitzen Sie den Weihnachtspunsch zehn Minuten weiter und rühren Sie ihn gelegentlich um.
  6. Verteilen Sie den Punsch zum Schluss auf sechs Gläser und servieren sie ihn dekoriert mit den Orangenscheiben.

Tipp: Probieren Sie doch mal geröstete Pinienkerne im Punsch.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
  • Eigene Recherche

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