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Topinambur: Erfahren Sie mehr über die Erdartischocke

Echter Schlankmacher  

Topinambur: Erfahren Sie mehr über die Erdartischocke

21.01.2020, 15:03 Uhr | t-online.de, loe

Topinambur: Erfahren Sie mehr über die Erdartischocke. Topinambur: Das Wintergemüse steckt voller Nährstoffe und ist eine gute Alternative zur Kartoffel. (Quelle: Getty Images/ rezkrr)

Topinambur: Das Wintergemüse steckt voller Nährstoffe und ist eine gute Alternative zur Kartoffel. (Quelle: rezkrr/Getty Images)

Topinambur steckt voller Nährwerte und ist ein natürlicher Schlankmacher. Woher das Wintergemüse ursprünglich kommt, was es auszeichnet und wie es in der Küche zubereitet wird, erfahren Sie hier.

Topinambur stammt ursprünglich aus Nordamerika: Seefahrer brachten das Knollengemüse, das nach dem indigenen nordamerikanischen Volk der Tupinambá benannt ist, im 17. Jahrhundert nach Frankreich. Zunächst als Delikatesse nur an französischen Fürstenhöfen bekannt, verbreitete sich die Erdartischocke rasant über ganz Europa. In Deutschland zählte die sogenannte "Kartüffel" zu den Grundnahrungsmitteln, bis sie später von der Kartoffel verdrängt wurde.

Die Knolle ist kalorienarm, vielseitig in der Küche einsetzbar und leicht im eigenen Garten anzupflanzen. Erfahren Sie hier alle wichtigen Details zu dem Wintergemüse.

Merkmale und Geschmack der Erdartischocke

Topinambur gehört zur Gattung der Sonnenblumen – bei dem Wintergemüse handelt es sich um die Wurzelknollen der Pflanze, von denen jede etwa dreißig Stück ausbildet.

Die Knollen unterscheiden sich, je nach Sorte, sowohl in der Form als auch in der Farbe. Sie können apfel-, birnen- und spindelförmig sein und an eine Ingwerknolle erinnern. Die Haut kann hellbraun, bläulich oder violett gefärbt sein. Das Fruchtfleisch der Topinambur ist weißlich-gelb und erinnert roh zubereitet im Geschmack an die Artischocke. Daher ist das Wintergemüse auch unter dem Namen Erdartischocke bekannt. Gegart schmeckt Topinambur eher mild-nussig.

Topinambur – Anbau im eigenen Garten

Topinambur ist nicht nur ein schmackhaftes Wintergemüse, sondern während der Blüte auch eine dekorative Pflanze. Der oberirdische Teil der Topinambur kann bis zu drei Meter hoch werden. Vom Frühjahr bis zum Sommer bildet sie leuchtend gelbe Blüten, die im Herbst absterben und sich im folgenden Frühjahr neu entwickeln. 

Wurzelsperre beim Topinambur 

Da das Wintergemüse zudem sehr dicht wächst, eignet es sich im Garten hervorragend als Sichtschutz. Wenn Sie Topinamburen zu diesem Zweck an Grundstücksgrenzen pflanzen möchten, sollten Sie allerdings eine Wurzelsperre verwenden. So vermeiden Sie, dass wuchernde Wurzeln beim Nachbarn landen. Eine Wurzelsperre aus Kunststoff erhalten Sie als Meterware im Baumarkt.

Formen Sie daraus einen beliebig großen, unterirdischen Zaun um die Wurzel. Achten Sie dabei darauf, dass die Pflanze noch genügend Platz hat, um sich zu entwickeln. Alternativ können Sie Topinambur auch in einem großen Pflanzenkübel (mindestens 35 Zentimeter Durchmesser) ziehen. Pflanzen Sie aber pro Topf nicht mehr als eine Knolle.

Topinamburblüten: Angebaut im eigenen Garten sind auch die leuchtenden Blüten ein schöner Anblick. (Quelle: Getty Images/ arina7)Topinamburblüten: Angebaut im eigenen Garten sind auch die leuchtenden Blüten ein schöner Anblick. (Quelle: arina7/Getty Images)

Bester Standort für Topinambur

Optimal für den Anbau des Gemüses ist ein sonniger Standort, die Pflanze kommt aber auch mit Halbschatten klar. Lockere, leicht sandige Böden liefern beste Bedingungen, wobei das Gemüse recht flexibel und anspruchslos ist.

Für den Anbau von Topinambur benötigen Sie kaum Erfahrung und gärtnerisches Talent. Setzen Sie die Knollen am besten zu Beginn des Frühlings etwa fünf bis zehn Zentimeter tief in den Boden oder Kübel. Das Wintergemüse kann sogar das ganze Jahr über angepflanzt werden – solange der Boden frostfrei ist.

Beim Setzen sollten Sie unbedingt ausreichend Platz zwischen den einzelnen Knollen lassen – ideal sind etwa 40 Zentimeter zu allen Seiten.

Tipp: Ernten Sie Topinambur nicht in den Sommermonaten – in dieser Zeit sind die Knollen klein, schrumpelig und ungenießbar.

Kochen und Rezepte mit Topinambur

Topinambur kann in der Küche vielseitig eingesetzt werden. Das Wintergemüse kann roh als Salat genossen oder zu Suppen, Eintöpfen, Auflauf, Gratin, Püree oder Pommes weiterverarbeitet werden. Da es keine Stärke, sondern Inulin beinhaltet, beeinflusst es den Blutzuckerspiegel kaum und kann auch von Diabetikern bedenkenlos gegessen werden. Mit 30 Kilokalorien pro hundert Gramm ist die Erdartischocke zudem ein echter Schlankmacher, der dank seines hohen Anteils an Ballaststoffen lange satt macht.

Knusprige Chips aus Topinambur

Topinambur-Chips: Eine nährstoffreiche Alternative zu herkömmlichen Kartoffelchips aus dem Supermarkt. (Quelle: Getty Images/ bonchan)Topinambur-Chips: Eine nährstoffreiche Alternative zu herkömmlichen Kartoffelchips aus dem Supermarkt. (Quelle: bonchan/Getty Images)

  • Die Knolle mit einem Schäler in dünne Scheibchen raspeln.
  • Die Scheibchen in reichlich Öl braten.
  • Die knusprigen Scheiben auf einem Küchenpapier abtropfen lassen.
  • Mit Salz oder anderen Gewürzen wie Curry oder Paprika verfeinern.

Dicke Topinambur-Suppe mit Chips

Topinambur-Suppe: Gerade in der Winterzeit ist eine dickflüssige Suppe aus dem gesunden Wurzelgemüse eine gute Wahl. (Quelle: Getty Images/ letterberry)Topinambur-Suppe: Gerade in der Winterzeit ist eine dickflüssige Suppe aus dem gesunden Wurzelgemüse eine gute Wahl. (Quelle: letterberry/Getty Images)

Zutaten

  • 500 Gramm Topinambur
  • 2 Schalotten
  • 2 Esslöffel Butter
  • 800 Milliliter Hühnerbrühe
  • 1 Liter Öl zum Frittieren
  • Salz
  • Pfeffer
  • Muskatnuss
  • 200 Milliliter Sahne

Zubereitung

  1. Gewürfelte Schalotten in Butter dünsten und Topinambur in Scheiben und geschält dazugeben. Zwei kleine und eine große Knolle beiseitelegen.
  2. Brühe dazu gießen, aufkochen und bei wenig Hitze 15 Minuten kochen.
  3. Aus den restlichen Topinambur feine Scheibchen raspeln.
  4. Im Öl je 30 Sekunden frittieren und auf Küchenpapier trocknen und salzen.
  5. Die gekochten Knollen pürieren und mit Muskat, Pfeffer und Salz abschmecken.
  6. Sahne halbsteif schlagen und unterheben.
  7. Chips auf der Suppe ablegen und servieren.
Verwendete Quellen:
  • Küchengötter
  • Eigene Recherche

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