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Grapefruit: Deswegen ist sie so gesund – aber diese Fehler vermeiden

Vorsicht Wechselwirkung  

Grapefruit: Diese Fehler sollten Sie nicht machen

22.03.2021, 09:23 Uhr
Grapefruit: Deswegen ist sie so gesund – aber diese Fehler vermeiden. Grapefruits: Die Früchte enthalten viel Vitamin C. (Quelle: Getty Images/ValentynVolkov)

Grapefruits: Die Früchte enthalten viel Vitamin C. (Quelle: ValentynVolkov/Getty Images)

Für einige sind sie der Geheimtipp zum Frühstück: Grapefruits. Doch nicht für jeden sind die Zitrusfrüchte geeignet. Wir verraten, wie Grapefruits am besten schmecken – und wer lieber auf die Frucht verzichten sollte.

Grapefruits – der botanische Name der Paradiesäpfel lautet "Citrus paradisi" – schmecken süßsäuerlich und etwas bitter. Sie sind das ganze Jahr über erhältlich, die Hauptsaison der Zitrusfrüchte ist aber von November bis Mai. Den Namen erhielt die Obstsorte, weil die Früchte in dichten Trauben – englisch "grapes" – am Baum wachsen.

Grapefruit richtig essen

Grapefruit: Das Fruchtfleisch lässt sich gut aus der Frucht löffeln. (Quelle: Getty Images/Olga Gagarova)Grapefruit: Das Fruchtfleisch lässt sich gut aus der Frucht löffeln. (Quelle: Olga Gagarova/Getty Images)

Besonders zum Frühstück sind Grapefruits beliebt: pur, ausgepresst als Saft oder im Joghurt. Anders als zum Beispiel Orangen müssen Sie die Grapefruit aber nicht schälen, denn am einfachsten essen Sie die Zitrusfrucht mit einem Löffel:

  1. Halbieren Sie die Grapefruit.
  2. Trennen Sie die Fruchtsegmente vorsichtig mit einem Messer voneinander.
  3. Löffeln Sie das Fruchtfleisch mit einem Löffel aus. 
  4. Wer es etwas süßer mag, kann das Fruchtfleisch auch mit etwas Zucker bestreuen.

Wollen Sie Grapefruitsaft trinken, halbieren Sie die Frucht und pressen Sie den Saft wie zum Beispiel bei einer Zitrone mit einer Saftpresse heraus. Wer Grapefruits im Joghurt oder Obstsalat verwenden möchte, sollte die Frucht filetieren:

  1. Halbieren Sie die Grapefruit.
  2. Schneiden Sie die Schale so ab, dass nur noch das Fruchtfleisch zu sehen ist.
  3. Schneiden Sie das Fruchtfleisch nun vorsichtig mit einem Messer an den Trennhäuten entlang ein.
  4. Jetzt lösen sich die Filets heraus.

Tipp: Einen Fehler sollten Sie beim Essen von Grapefruits nicht machen, wenn Sie es nicht sehr bitter mögen. Entfernen Sie die äußere weiße Schale immer komplett. Denn sie hat einen sehr bitteren Nachgeschmack, der sonst noch lange im Mundraum haften kann.

Wie gesund sind Grapefruits?

Grapefruitbaum: Die Früchte hängen in dichten Trauben am Baum. (Quelle: Getty Images/vaeenma)Grapefruitbaum: Die Früchte hängen in dichten Trauben am Baum. (Quelle: vaeenma/Getty Images)

Grapefruits enthalten viel Vitamin C – etwa drei Früchte decken mehr als den empfohlenen Tagesbedarf. Zudem enthalten sie den sekundären Pflanzenstoff Lycopin, der auch in Tomaten steckt und für die rote Färbung sorgt.

Lycopin werden eine Reihe gesundheitsfördernder Eigenschaften zugeschrieben: Es soll antioxidativ wirken und damit das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen verringern. Außerdem soll es möglicherweise der Entstehung bestimmter Krebsarten vorbeugen. Daneben stecken in Grapefruits noch Mineralstoffe wie Eisen, Magnesium, Kalium oder Kalzium. 

Grapefruits enthalten zudem Pektin und sogar die Kerne der Grapefruit finden Verwendung, denn aus ihnen wird Grapefruitkernextrakt gewonnen. Die Früchte haben außerdem auf 100 Gramm Fruchtfleisch nur knapp 40 Kalorien. Damit sind sie auch für Menschen, die auf eine kalorienarme Ernährung achten oder im Rahmen einer Diät abnehmen möchten, interessant.

Nährstoffe pro 100 g Grapefruit
Kalorien38
Kohlenhydrate7 g
Eiweiß0,6 g
Ballaststoffe1,6 g
Fett0,2 g

Für wen Grapefruits nicht geeignet sind

Keine gute Kombination: Wer Medikamente einnimmt, sollte davor keine Grapefruits essen. (Quelle: dpa/Christin Klose)Keine gute Kombination: Wer Medikamente einnimmt, sollte davor keine Grapefruit essen.

In Kombination mit vielen Medikamenten kann es beim Verzehr von Grapefruits zu Wechselwirkungen kommen. Denn sie enthalten Substanzen, die im Körper mit zahlreichen Arzneistoffen konkurrieren. 

Etwa vier Stunden nach dem Trinken von Grapefruitsaft oder dem Verzehr der Frucht verhält sich der Stoffwechsel in Hinblick auf die Wirkung vieler Arzneimittel fast unkalkulierbar. Denn der in der bitteren Frucht enthaltene Stoff Naringin setzt ein bestimmtes Enzym außer Kraft. Es ist dafür verantwortlich, dass der Arzneiwirkstoff so ins Blut gelangt, wie er gebraucht wird.

Schon 300 Milliliter Grapefruitsaft verhindern diese wichtige Kontrolle. Oft wird die Wirkung der Arznei dadurch verstärkt oder abgeschwächt. Wer Medikamente nehmen muss, sollte die Frucht und ihren Saft deshalb lieber meiden.

Besondere Vorsicht geboten ist bei diesen Mitteln:

  • Medikamente gegen Erektionsstörungen mit dem Wirkstoff Sildenafil
  • Cholesterinsenker mit dem Wirkstoff Simvastatin
  • Zolpidem-haltige Schlafmittel
  • Blutdruckmittel mit den Wirkstoffen Amlodipin und Verapamil

Der Effekt der Grapefruit auf den Stoffwechsel dauert viele Stunden an, sodass es auch nicht ausreicht, die Medikamente zeitversetzt einzunehmen. Experten raten zudem, Medikamente nur mit Leitungswasser einzunehmen. Generell gilt: Wenn Sie wegen möglicher Wechselwirkungen unsicher sind, fragen Sie am besten bei Ihrem Arzt nach.

Unterschied: Grapefruit und Pampelmuse

Pampelmuse: Sie sind größer als Grapefruits und birnenförmig. (Quelle: imago images/Imaginechina-Tuchong)Pampelmuse: Sie sind größer als Grapefruits und birnenförmig. (Quelle: Imaginechina-Tuchong/imago images)

Manche denken, Grapefruit ist einfach ein anderer Name für die Pampelmuse. Das stimmt allerdings nicht. Während die Pampelmuse eine eigene Obstart ist, ist die Grapefruit wahrscheinlich zufällig aus einer Kreuzung zwischen Pampelmuse und Orange entstanden.

Zudem sind Grapefruits leichter und kleiner als Pampelmusen und meist rund. Pampelmusen haben eine eher birnenartige Form und ihre Schale ist gelb bis grün – bei Grapefruits kann sie gelb über orange bis rosa sein. Im Geschmack sind Pampelmusen etwas herber als Grapefruits.

Reife Grapefruits erkennen und richtig lagern

Grapefruits: Es gibt sie mit hellem und dunklem Fruchtfleisch. (Quelle: Getty Images/Josef Mohyla)Grapefruits: Es gibt sie mit hellem und dunklem Fruchtfleisch. (Quelle: Josef Mohyla/Getty Images)

Reife Grapefruits erkennen Sie am Gewicht der Frucht: Je schwerer die Grapefruit in Bezug auf ihre Größe ist, umso saftiger ist sie.

Wer die Bitternote der Früchte nicht so gerne mag, sollte zu Grapefruits mit rosafarbenem Fruchtfleisch greifen. Sie sind besonders wohlschmeckend, süßer und milder als die Sorten mit weißem Fruchtfleisch. Nach Deutschland wird hauptsächlich die Sorte "Ruby Red" geliefert. Sie stammt aus den Anbaugebieten Floridas.

Grapefruits können bei mäßiger Raumtemperatur oder im Gemüsefach des Kühlschranks gelagert werden. Grapefruit-Hälften sollten Sie zusätzlich in Klarsichtfolie verpacken und spätestens nach zwei bis drei Tagen verzehren.

Grapefruit: Herkunft

Die Grapefruit ist vermutlich viel jünger als ihr botanischer Name "Citrus paradisi" glauben machen möchte. Um 1750 soll die saftige Frucht auf Barbados wahrscheinlich zufällig aus einer Kreuzung zwischen Pampelmuse und Orange entstanden sein. Etwa 100 Jahre später wurden Grapefruits in Florida kommerziell auf Plantagen angebaut. 

Heute zählen vor allem subtropische Länder zu den Anbaugebieten wie USA (Florida, Texas), Südafrika, Mexiko, Türkei, Israel, Spanien und Zypern

Rezept: Grapefruit-Risotto

Risotto: Auch hier kann Grapefruit überzeugen. (Quelle: Getty Images/Wiktory)Risotto: Auch hier kann Grapefruit überzeugen. (Quelle: Wiktory/Getty Images)

Nicht nur zum Frühstück eignet sich die Grapefruit. Sie können zum Beispiel auch ein Risotto mit der "Traubenfrucht" zubereiten.

Zutaten für vier Personen:

  • 2 geschälte und fein gewürfelte Schalotten
  • 250 g Risotto-Reis
  • 750 Milliliter Geflügel- oder Rinderbrühe
  • 200 ml Weißwein
  • 100 g geriebener Parmesan
  • 100 g kalte Butterflocken
  • je eine geschälte und filetierte Limone, Grapefruit und Orange
  • Olivenöl
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung:

  1. Dünsten Sie die gewürfelten Schalotten in Olivenöl.
  2. Geben Sie den Risotto-Reis hinzu und lassen Sie ihn kurz mitdünsten. Löschen Sie das Ganze mit Weißwein ab und lassen Sie den Alkohol verköcheln.
  3. Fügen Sie nach und nach die Brühe hinzu, bis der Reis die Flüssigkeit aufgesogen hat.
  4. Nehmen Sie das Risotto vom Herd und heben Sie den Parmesan und danach die kalten Butterflocken unter. Das Risotto darf dabei nicht mehr kochen.
  5. Geben Sie zum Schluss die Zitrusfrüchte-Filets dazu und heben Sie sie unter. Schmecken Sie das Gericht mit Salz und Pfeffer ab.
Verwendete Quellen:
  • Eigene Recherche
  • Nachrichtenagentur dpa

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