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Wunder Po und Windeldermatitis: Was dagegen hilft

Ausgelöst durch feuchte Windel  

Wunder Po: Was dagegen wirklich hilft

22.01.2020, 11:39 Uhr | ob, cch, t-online.de, dpa

Wunder Po und Windeldermatitis: Was dagegen hilft. Baby wird gewickelt: Damit Babys Po nicht wund wird, sollte der Nachwuchs regelmäßig gewickelt werden. (Quelle: Getty Images/ozgurcankaya)

Baby wird gewickelt: Damit Babys Po nicht wund wird, sollte der Nachwuchs regelmäßig gewickelt werden. (Quelle: ozgurcankaya/Getty Images)

Ein wunder Po ist bei Babys ein häufiges Problem: Die Haut ist rot, gereizt und empfindlich. Ursachen sind Reizungen durch Feuchtigkeit in der Windel, raue Handtücher oder Waschlappen. Um das Wohlbefinden Ihres Kindes zu erhöhen, sollten Sie diese Pflegetipps befolgen.

So praktisch moderne Fertigwindeln auch sind, so wenig frische Luft lassen sie an den Po Ihres Babys. Weil sich in der Windel Feuchtigkeit und Wärme stauen, weicht die zarte und noch sehr empfindliche Haut leicht auf. Bei zusätzlicher Reibung sind Hautirritationen und Entzündungen programmiert. Die Folge: ein wunder Po. Soll der nicht zum Dauerproblem werden, müssen wunde Stellen richtig behandelt und es muss neuen Reizungen vorgebeugt werden.

Wunder Popo: So beugen Sie vor

Die richtige Pflege beugt einem wunden Po vor. Das regelmäßige Wickeln ist besonders wichtig – am besten alle zwei bis drei Stunden, im Zweifel aber, sobald Sie bemerken, dass etwas Großes in der Windel gelandet ist. Das Wickeln ist auch nachts wichtig: Einer Studie zufolge haben Babys in Deutschland ihre Windel nachts im Schnitt etwa achteinhalb Stunden lang an. In anderen Ländern, in denen auch nachts schon nach sechs Stunden gewechselt wird, ist die Zahl und Schwere der Windeldermatitis-Fälle messbar geringer.

Bevor Sie Ihrem Kleinkind eine neue Windel anziehen, müssen Sie den Hintern zunächst gut reinigen. Tipp: Sowohl ein gesunder als auch ein wunder Po sollte mit klarem lauwarmen Wasser gereinigt werden. Auf Feuchttücher und Waschlappen können Sie bei der Pflege verzichten, damit die Haut durch die Reibung nicht weiter aufraut.

Anstatt den Hintern trocken zu rubbeln, sollten Sie besser vorsichtig tupfen. Lässt sich ein wunder Po nur unter Schmerzen abtrocknen, sollten Sie ihn nicht mit einem Handtuch weiter strapazieren. Verwenden Sie dann eine Rotlichtlampe oder einen Föhn. Da Frischluft immer noch das beste Mittel ist, um der Haut die Möglichkeit zur Regeneration zu geben, darf ein wunder Po beim Windelwechsel ruhig ein paar Minuten frei bleiben.

Tipps für den richtigen Umgang mit Hilfsmitteln

Viele Eltern schwören für die Vorbeugung auf den Einsatz von Ölen oder Cremes. Öl trocknet jedoch die Haut eines Kleinkinds aus und ist daher eher ungeeignet. Auch wenn eine Wundschutzcreme viele Nährstoffe enthält, ist ein zu häufiger Einsatz nicht geeignet. Die Haut gewöhnt sich an die Pflege und baut keine natürliche Schutzschicht mehr auf. Ein wunder Po lässt sich dann kaum noch in den Griff bekommen.

Hautpflegeprodukte sollten bei Kleinkindern immer nur relativ dünn aufgetragen werden. Ansonsten passiert es schnell, dass sich unter der Creme Wärme staut.

Die sogenannte Windeldermatitis ist eine der häufigsten entzündlichen Hautkrankheiten bei Säuglingen und Kleinkindern. Auslöser der Windeldermatitis ist der Hefepilz Candida. Besonders problematisch ist laut Ärzten die Zeit zwischen dem neunten und zwölften Lebensmonat.

Wunder Po: Was hilft bei einer Windeldermatitis?

Wird Babys Po doch wund, haben das Internet und der Bekanntenkreis oft viele vermeintlich gute Ratschläge für Hausmittel – vom Olivenöl über Muttermilch bis zu Honig. Die Wirkung solcher Pflegemittel ist aber oft nicht erwiesen oder, im Fall der Muttermilch etwa, viel zu gering bei einer ernsthaften Windeldermatitis. Darauf weist der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) hin.

Stattdessen sollten sich Eltern beim Arzt oder in der Apotheke beraten lassen. Die nachweisbar beste heilende Wirkung bei einem wunden Po haben den Angaben nach sogenannte antiseptische Barrierecremes, zum Beispiel mit Zinkoxid.

Verwendete Quellen:
  • Eigene Recherchen
  • Nachrichtenagentur dpa
  • Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ)
  • weitere Quellen
    weniger Quellen anzeigen

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