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Babyseife kann positiven Drogentest bewirken

THC im Säuglingsurin?  

Babyseife kann positiven Drogentest bewirken

04.04.2017, 16:50 Uhr | hs

Babyseife kann positiven Drogentest bewirken. In Teilen der USA sind Drogenschnelltests bei Säuglingen üblich. (Quelle: imago images/Symbolfoto/Schöning)

In Teilen der USA sind Drogenschnelltests bei Säuglingen üblich (Quelle: Symbolfoto/Schöning/imago images)

Dass Drogenschnelltests auch mal einen Fehlalarm auslösen können, ist bekannt. Doch die Ärzte einer Neugeborenenstation staunten nicht schlecht, als sie im Urin eines Babys Spuren von Cannabis fanden.

Drogentests schlagen bei Babys an

In den USA sind Drogentests bei Neugeborenen nicht unüblich. Die Schnelltests kommen vor allem dann zum Einsatz, wenn die Mütter verdächtigt werden, Drogen zu konsumieren. Als in einem Krankenhaus ungewöhnlich viele Neugeborene positiv auf Cannabis getestet wurden, wurde das Forscherteam um Dr. Catherine A. Hammet-Stabler von der University of North Carolina hellhörig und fing mit Nachforschungen an.

Die Forscher lösen das Rätsel

Nachdem die Forscher THC im Babyurin gefunden hatten, wollten sie alle gängigen Fehlerquellen ausschließen und schickten neue Proben an ein anderes Labor. Doch hier schlugen noch sensiblere Drogentests nicht an. Wie war es möglich, dass die Tests vorher positiv waren? Intensive Gespräche mit den Krankenschwestern brachten schließlich die Erkenntnis: Babykosmetika waren der Grund für die positiven Proben.

Die Forscher gingen der Sache nach und ermittelten verschiedene Babyseifen und Babywaschlotionen, die bei Neugeborenen und Säuglingen zu positiven Drogentests führen können. Unter den identifizierten Produkten waren auch einige herkömmliche Seifen.

Wie gefährdet sind die Babys?

Die beruhigende Nachricht ist, dass die Kinder in der Neugeborenenstation keine Symptome eines Cannabisrauschs zeigten. Obwohl die Seifen dazu führen, dass die Drogentests positiv ausschlagen, sind sie für das Wohlbefinden der Säuglinge nicht bedenklich. Die Forscher gehen davon aus, dass Spuren der Waschlotionen von der Babyhaut direkt in die Urinprobe gelangen.

Die Ergebnisse der Forscher können dazu beitragen, falsche Anschuldigungen zu verhindern. Denn wird ein Kind positiv auf Drogen getestet, kann das die staatlichen Behörden auf den Plan rufen und Anzeigen wegen Kindesmissbrauchs nach sich ziehen.

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