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Gründonnerstag 2019: Welche Bedeutung hat der stille Feiertag?

Bibelwissen  

Gründonnerstag 2019 – Welche Bedeutung hat er?

18.04.2019, 20:21 Uhr | hs, t-online.de

Gründonnerstag 2019: Welche Bedeutung hat der stille Feiertag?. Fußwaschung: Die Prozedur gehört zur Liturgie an Gründonnerstag. (Quelle: imago images/epd-bild/Annette Zoepf)

Fußwaschung: Die Prozedur gehört zur Liturgie an Gründonnerstag. (Quelle: epd-bild/Annette Zoepf/imago images)

Viele wissen gar nicht, wofür der stille Feiertag steht. Dabei ist Gründonnerstag für Christen sehr wichtig. Sogar der Papst vollzieht an diesem Tag eine eindrückliche Demutsgeste.

Welche Bedeutung hat der Gründonnerstag?

Nach biblischer Überlieferung feierte Jesus am Gründonnerstag das letzte Abendmahl mit seinen Jüngern. Dabei brach er das Brot und verteilte Wein. Einen Tag später – am Karfreitag – wurde Jesus der Überlieferung nach verhaftet und an das Kreuz genagelt. Weitere Informationen zum Karfreitag finden Sie hier.

Am Abend des Gründonnerstags beginnen die heiligen drei Tage ("Triduum Sacrum") von Leiden, Tod und Auferstehung des Herrn, die bis zum Ostersonntag andauern.

Wann ist Gründonnerstag 2019?

Gründonnerstag wird auch Palmdonnerstag genannt und ist der fünfte Tag der christlichen Karwoche und damit der Donnerstag vor Ostern. Dieses Jahr fällt Gründonnerstag auf den 18. April, im nächsten Jahr auf den 9. April 2020. Die Daten für die nächsten Jahre können Sie der Tabelle entnehmen. 

JahrDatum
201918. April
20209. April
20211. April
202214. April
20236. April

Ist Gründonnerstag ein Feiertag?

Quiz: Kennen Sie alle deutschen Feiertag? Als fünfter Tag der Karwoche ist der Gründonnerstag für gläubige Christen ein wichtiger Tag. Dennoch ist er in Deutschland kein gesetzlicher Feiertag und die Geschäfte haben geöffnet. Allerdings ist Gründonnerstag in einigen Bundesländern ein stiller Feiertag, an dem ein Tanzverbot gilt. Das sind:

  • Baden-Württemberg
  • Bayern
  • Hessen
  • Niedersachsen
  • Nordrhein-Westfalen
  • Rheinland-Pfalz
  • Saarland

Zudem kann es Einschränkungen für öffentliche Veranstaltungen wie zum Beispiel Sportveranstaltungen geben.

In anderen Ländern ist der Palmdonnerstag ein gesetzlicher Feiertag. Dazu gehören diese Länder: 

  • Argentinien
  • Kolumbien
  • Mexiko
  • Paraguay
  • Peru
  • Dänemark
  • Norwegen
  • Island

Woher stammt der Name Gründonnerstag?

Für den Namen Gründonnerstag gibt es verschiedene Herleitungen. Eine Möglichkeit ist, dass der er auf das mittelhochdeutsche Wort greinen zurückgeht, das wehklagen bedeutet. Denn an diesem Tag begann in der biblischen Geschichte das Leiden und Sterben Jesu. 

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Ebenso könnte die liturgische Farbe Grün dem Tag seinen Namen gegeben haben. Sie gilt als Zeichen des Lebens und der Hoffnung und wurde zu den Gottesdiensten an Gründonnerstag getragen, bis sie von Weiß abgelöst wurde. In einigen Ländern wie den Niederlanden ist der Tag als Weißer Donnerstag bekannt.

Eine weitere Herleitung des Namens: Am Tag der Grünen – lateinisch dies viridium – konnten früher Büßern die Sünden erlassen werden. So sollten sie wieder lebendig und "grünes Holz" der Kirche werden.

Nach einem Brauch wurden zu Gründonnerstag Kräuter und grünes Gemüse gegessen. Auch daher könnte die Bezeichnung stammen.

Brauchtum am Gründonnerstag

Zum Zeichen der Nächstenliebe soll Jesus laut biblischer Überlieferung seinen Jüngern beim Abendmahl die Füße gewaschen haben. Entsprechend sind Gottesdienste am Gründonnerstag oft mit einer Fußwaschung bei Gläubigen verbunden. Damit wird symbolisch die biblisch überlieferte Demutsgeste Christi an seine zwölf Apostel nachvollzogen.

Franziskus wäscht Füße: Der Papst hat am Gründonnerstag 2017 bei der Abendmahlsmesse erstmals Mafia-Kronzeugen die Füße gewaschen. (Quelle: imago images/epd Picture OsservatorexRomano AgenziaxRomanoxSiciliani)Franziskus wäscht Füße: Der Papst hat am Gründonnerstag 2017 bei der Abendmahlsmesse erstmals Mafia-Kronzeugen die Füße gewaschen. (Quelle: epd Picture OsservatorexRomano AgenziaxRomanoxSiciliani/imago images)

Lange Zeit gab es im Vatikan den Brauch, dass der jeweilige Papst nur Priestern die Füße wäscht. Papst Franziskus hat diese Tradition gebrochen und seit seinem Amtsantritt auch Laien die Füße gewaschen. So wusch er auch die Füße von Häftlingen, Kranken und Behinderten.


In den Kirchen wird an Gründonnerstag bei Messen die Eucharistie besonders zelebriert und mit Brot und Wein an das letzte Abendmahl erinnert. In einigen Gemeinden treffen sich Christen am Abend auch zum gemeinsamen Essen und lesen dabei in der Bibel die Geschichte des letzten Abendmahls nach. 

Verwendete Quellen:
  • Eigene Recherche
  • Nachrichtenagentur dpa

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