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Kindergeld 2019: Auszahlungstermine und Höhe

Ab Juli wird erhöht  

Das sind die Auszahlungstermine des Kindergeldes 2019

29.12.2018, 15:51 Uhr | t-online.de, cb, hs, cch

Kindergeld 2019: Auszahlungstermine und Höhe. Kindergeld: Für jeden Monat gibt es feste Auszahlungstermine. (Quelle: imago/westend61)

Kindergeld: Für jeden Monat gibt es feste Auszahlungstermine. (Quelle: westend61/imago)

Nach Bewilligung des Antrags wird das Kindergeld monatlich zu einem bestimmten Zeitpunkt auf das Konto der Eltern überwiesen. Doch wann genau sind die Auszahlungstermine?

Aufbau der Kindergeldnummer

Wenn Ihr Kindergeldantrag bewilligt worden ist, dann können Sie mit einer regelmäßigen Überweisung rechnen, die jeden Monat an einem bestimmten Tag erfolgt. Welcher das ist können Sie an der Kindergeldnummer ablesen, die Sie auf ihren Kontoauszügen oder auf den Schreiben der Familienkasse finden. Den genauen Überweisungstag für den jeweiligen Monat bestimmt die Endziffer der Nummer.

Ein Beispiel für eine Kindergeldnummer

Kindergeldnummer Beispiel: 123FK835453

  • 123 ist der Code für die zuständige Familienkasse
  • FK steht für "Feste Kindergeldnummer"
  • 83545 ist die Kindergeldnummer der Familie
  • 3 ist die Endziffer, die den Tag der monatlichen Überweisung laut Tabelle bestimmt

Zur Kindergeldauszahlung 2019 ist für Sie also nur die Endziffer wichtig. In diesem Beispiel bestimmt die 3 die Auszahlungstermine für die jeweiligen Monate. Beispielsweise wird im Dezember 2019 bei einer Kindergeldnummer mit der Endziffer 3 das Geld am 9. des Monats überwiesen. Alle weiteren Auszahlungstermine können Sie unserer Tabelle (unten) entnehmen.

Je niedriger die Endziffer der Kindergeldnummer ist, desto früher im Monat bekommen Sie das Geld überwiesen.

Info: Auch bei mehreren Kindern bekommt eine Familie nur eine Kindergeldnummer zugewiesen.

Tabelle: Kindergeld-Auszahlungstermine für das Jahr 2019

Endziffer der 
Kindergeldnummer
Auszahlung durch Familienkasse
04. Januar
5. Februar
5. März
3. April
6. Mai
5. Juni
4. Juli
5. August
4. September
4. Oktober
6. November
4. Dezember
17. Januar
6. Februar
6. März
4. April
7. Mai
6. Juni
5. Juli
6. August
5. September
7. Oktober
7. November
5. Dezember
28. Januar
7. Februar
7. März
5. April
8. Mai
7. Juni
8. Juli
7. August
6. September
8. Oktober
8. November
6. Dezember
310. Januar
8. Februar
8. März
8. April
9. Mai
11. Juni
9. Juli
8. August
9. September
10. Oktober
11. November
9. Dezember
411. Januar
11. Februar
12. März
10. April
14. Mai
12. Juni
10. Juli
9. August
11. September
11. Oktober
12. November
10. Dezember
514. Januar
12. Februar
13. März
11. April
15. Mai
13. Juni
11. Juli
12. August
12. September
14. Oktober
13. November
11. Dezember
616. Januar
13. Februar
14. März
12. April
16. Mai
14. Juni
12. Juli
14. August
13. September
16. Oktober
14. November
12. Dezember
717. Januar
14. Februar
15. März
16. April
17. Mai
17. Juni
15. Juli
15. August
16. September
17. Oktober
15. November
13. Dezember
818. Januar
15. Februar
18. März
17. April
20. Mai
18. Juni
16. Juli
16. August
19. September
18. Oktober
18. November
16. Dezember
921. Januar
20. Februar
19. März
18. April
23. Mai
21. Juni
17. Juli
19. August
20. September
21. Oktober
19. November
17. Dezember

Kindergeld: Auszahlungstermine für Beamte und Angestellte des öffentlichen Diensts

Beamte und Angestellte des öffentlichen Diensts bekommen das Kindergeld nicht von den Familienkassen ausgezahlt. Sie müssen sich stattdessen an ihre Gehalts- und Besoldungsstelle wenden. Das Kindergeld wird dann zusammen mit den monatlichen Bezügen überwiesen.

Beamte können beim Dienstherren entsprechende Antragsformulare bekommen und bei der Personalabteilung Fragen klären.

Höhe des Kindergeldes 2019: Wie viel gibt es?

So viel Kindergeld wird seit Januar 2018 gezahlt:

  • erstes und zweites Kind: je 194 Euro pro Monat
  • drittes Kind: 200 Euro pro Monat
  • ab dem vierten Kind: 225 Euro pro Monat

Die nächste Erhöhung des Kindergeldes erfolgt Mitte 2019. Ab dem 1. Juli 2019 wird dann gezahlt:

  • erstes und zweites Kind: je 204 Euro pro Monat
  • drittes Kind: 210 Euro
  • ab dem vierten Kind: 235 Euro

Die Reihenfolge gilt auch dann, wenn eines der Kinder nicht bei Ihnen im Haushalt lebt (sogenannte Zählkinder). Das Kindergeld wird regulär für alle Kinder bis zum 18. Lebensjahr gezahlt (für Kinder über 18 Jahren gelten besondere Regelungen). Erwachsene Kinder, für die kein Kindergeldanspruch mehr besteht, zählen in der Reihenfolge nicht mit.

Kinderzuschlag soll Familien vor Armut bewahren

Für Familien mit geringem Einkommen gibt es zudem die Möglichkeit, zusätzlich zum Kindergeld einen Kinderzuschlag zu erhalten. Dieser ist eine Ergänzungsleistung zum Kindergeld und soll verhindern, dass Familien mit Kindern in den Hartz-IV-Bezug rutschen. Sind Eltern in der Lage, mit ihrem Einkommen zwar ihren eigenen Unterhalt, nicht aber den der Kinder zu decken, können sie den Zuschlag beantragen. Der höchstmögliche Kinderzuschlag beträgt für jedes im Haushalt lebende Kind seit Januar 2017 monatlich 170 Euro.

Anspruch und Antrag auf Kindergeld

Der Antrag auf Kindergeld muss von einer anspruchsberechtigten Person mit Vorlage der Geburtsurkunde schriftlich beantragt werden. Dies geschieht bei der zuständigen Familienkasse der Bundesagentur für Arbeit. Dort erhält man auch die entsprechenden Vordrucke.

Hat das Kind bereits das 18. Lebensjahr überschritten, sind zudem weitere Nachweise vorzulegen. Mit Vollendung des 18. Lebensjahres bleibt der Kindergeldanspruch weiterhin bestehen, wenn sich das Kind in einer Schul- oder Berufsausbildung befindet oder bei der Agentur für Arbeit arbeitssuchend gemeldet ist. In diesem Fall werden Leistungen bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres weiter gezahlt. Monate, in denen das Kind den Zivildienst abgeleistet hat, werden über das 25. Lebensjahr hinaus weiter gezahlt.

Bei allen Anträgen muss die steuerliche Identifikationsnummer des Antragstellers und des Kindes unbedingt angegeben werden. Wer seine Steuer-Identifikationsnummer vergessen hat oder sie nicht mehr findet, kann sie beim Bundeszentralamt für Steuern erneut schriftlich anfordern.

Eine telefonische Auskunft oder Mitteilung per Mail ist nicht möglich. Die Nummer wird per Post zugesendet. Für Neugeborene erhält der Berechtigte automatisch die Steuer-Identifikationsnummer.

Kindergeld in der Ausbildung

Während einer Ausbildung können volljährige Kinder bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres Kindergeld beziehen, wenn Sie sich in einer betrieblichen Berufsausbildung oder in einem Studium befinden. Hinzu kommt das Wegfallen der Einkommensgrenze von 8.130 Euro. Das bedeutet, dass beim Überschreiten des Einkommens das gesamte Kindergeld nicht mehr zurückgezahlt werden muss.

Dabei gilt eine Ausbildung als berücksichtigungsfähig, wenn diese auch ernsthaft betrieben wird. Bei einer Unterrichtszeit von zehn Wochenstunden gehen die Behörden von einer ernsthaft angestrebten Ausbildung aus. Sollte die Wochenstundenanzahl darunter liegen, muss nachgewiesen werden, dass ein entsprechender Zeitaufwand durchgeführt wurde, beispielsweise durch praktische Übungen sowie Vor- und Nachbereitung. Sollte sich der Auszubildende zwischen zwei Ausbildungsabschnitten befinden, wie Abitur und anschließendem Studium, kann das Kindergeld höchstens für vier Monate weitergezahlt werden.

Kindergeld beim Praktikum

Haben Praktikanten Anspruch auf Kindergeld? Die Antwort lautet: Es kommt darauf an. Bei Minderjährigen ist der Kindergeldbezug an keine Bedingungen geknüpft, weshalb jugendliche Praktikanten in jedem Fall bis zum 18. Lebensjahr bezugsberechtigt sind. Ab Erreichen der Volljährigkeit prüft die Familienkasse, ob die Voraussetzungen für den Kindergeldanspruch noch vorliegen.

Damit Kindergeld weiter gezahlt wird, muss das Praktikum anerkannt sein. Dies ist der Fall, wenn

  • die Ausbildungsstelle ein Pflichtpraktikum vorschreibt
  • die Ausbildungsstelle ein Praktikum als fachliche Voraussetzung empfiehlt
  • das Praktikum die Zugangsvoraussetzung für die Berufsausbildung oder das Studium ist

Kindergeld für behinderte Kinder

Eltern von behinderten Kindern, die älter als 18 Jahre sind, können weiter Kindergeld ohne Altersbeschränkung beziehen, wenn das Kind wegen seelischer, geistiger oder körperlicher Behinderung seinen notwendigen Lebensbedarf nicht aus sich selbst bestreiten kann.

Die Behinderung muss allerdings vor dem 25. Lebensjahr eingetreten sein.

Kindergeld für verheiratete Kinder in der Ausbildung

Auch für verheiratete Kinder gilt der Anspruch auf Kindergeld, sofern sie das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben und sich noch in der Erstausbildung befinden. Dabei kommt es nicht darauf an, wie viel das Kind verdient und was der Ehegatte eventuell an Unterhaltsanspruch erhebt.

Kann ich rückwirkend Kindergeld beantragen?

Kindergeld kann seit Januar 2018 nur noch für sechs Monate rückwirkend beantragt werden und nicht mehr – wie bisher – für vier Jahre. Das heißt, Kindergeld kann nur einige Monate später nachträglich gezahlt werden. In den vergangenen Jahren hat sich das Kindergeld erhöht, wie Sie aus der Tabelle entnehmen können:


ab 2010ab 2015ab 2016ab 2017ab 2018ab Juli 2019
1. und 2. Kind184 Euro188 Euro190 Euro192 Euro194 Euro204 Euro
3. Kind190 Euro194 Euro196 Euro198 Euro200 Euro210 Euro
ab dem 4. Kind215 Euro219 Euro221 Euro223 Euro225 Euro235 Euro

Nähere Informationen zum Antrag auf Kindergeld 2019 finden Sie hier.

Einkommensgrenzen beim Kindergeld

Alternativ zum Kindergeld gibt es den Kinderfreibetrag. Wer den Kinderfreibetrag beansprucht, verzichtet auf die monatlichen Kindergeldzahlungen. Dies kann dann sinnvoll sein, wenn die Eltern über ein hohes Einkommen verfügen. In solchen Fällen ist die steuerliche Entlastung durch den Kinderfreibetrag häufig höher als die Zahlungen des Kindergeldes. Der Kinderfreibetrag für Familien liegt seit dem 1. Januar 2019 bei 7.620 Euro. Er besteht aus:

  • 4.980 Euro für das sachliche Existenzminimum des Kindes
  • 2.640 Euro für den Betreuungs-, Erziehungs- und Ausbildungsbedarf

Es handelt sich dabei um eine Zusammensetzung aus dem Kinderfreibetrag von 2.490 Euro (verdoppelt entspricht das 4.980 Euro) und dem Freibetrag für Betreuung, Erziehung und Ausbildung, was 1.320 Euro entspricht (verdoppelt 2.640 Euro).

Seit Januar 2012 ist es nicht mehr nötig, dass volljährige Kinder und ihre Eltern für das Kindergeld Erklärungen und Belege zum Einkommen der Kinder einreichen. Erst nach Abschluss einer ersten Berufsausbildung muss nachgewiesen werden, dass das Kind neben der Ausbildung nicht mehr als 20 Stunden in der Woche erwerbstätig ist.

Antrag auf Abzweigung für Studis und Azubis

Nicht grundsätzlich muss das Kindergeld an die Eltern überwiesen werden. Vor allem für Kinder, die selbst auf das Geld angewiesen sind – das sind besonders Studenten und Auszubildende –, kann es von Vorteil sein, wenn ein sogenannter Antrag auf Abzweigung gestellt wird. Damit lässt sich veranlassen, dass das Kindergeld nicht mehr an die Eltern, sondern direkt an das Kind ausgezahlt wird.

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Die Ausnahme bei der Kindergeldauszahlung

Sollte das Kindergeld jedoch nicht durch die Familienkasse der Bundesagentur für Arbeit ausgezahlt werden, sondern durch eine Gehalts- oder Besoldungsstelle des öffentlichen Dienstes, erfolgt die Zahlung zusammen mit dem Lohn oder Gehalt für den jeweiligen Monat.

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