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Warum ploppen plötzlich alle Pop-its? | Der Spielzeugtrend 2021

Spielzeugtrend 2021  

Warum poppen plötzlich alle Pop-its?

Von Sonja Eichert

20.09.2021, 16:26 Uhr
Warum ploppen plötzlich alle Pop-its? | Der Spielzeugtrend 2021. Pop-It-Spielzeuge: Die Silikonformen sind der Spielzeug-Trend 2021. (Quelle: imago images/Tampa Bay Times)

Pop-It-Spielzeuge: Die Silikonformen sind der Spielzeug-Trend 2021. (Quelle: Tampa Bay Times/imago images)

Ewiges Zerploppenlassen von Luftpolster-Bläschen – ungefähr das ist der Spielzeugtrend 2021. Pop-its nennen sich die Silikonformen in allen Farben und Motiven. Warum sind sie so erfolgreich?

Können auch Sie die Finger nicht von Luftpolsterfolie lassen? Dann könnte dieser Spielzeugtrend etwas für Sie sein: Sogenannte Pop-its haben deutsche Schulhöfe erobert. In verschiedenen Formen erhältlich, bestehen Pop-its aus Silikon mit kleinen Mulden. Diese lassen sich ähnlich der Bläschen von Luftpolsterfolie herunterdrücken – wieder und wieder, denn wenn man einmal fertig ist, kann das Spielzeug einfach umgedreht und von vorne begonnen werden.

Alte Idee, neuer Erfolg

Erfunden wurde das Spielzeug von dem israelischen Ehepaar Theo und Ora Coaster – wie zahlreiche weitere, am bekanntesten wohl das Kinderspiel "Wer ist es?". Die Idee kam ihnen schon 1974, das damals verfügbare Material erwies sich jedoch als ungeeignet. 2014 belebten die Söhne, die die Firma der Eltern übernommen hatten, die Idee wieder.

Doch erst als der US-Handelsriese Target die Pop-its ins Sortiment nahm und sie auf den Videoplattformen Tiktok und Youtube zum Trend wurden, nahmen die Verkäufe richtig an Fahrt auf. Heute sind die Spielzeuge in allen möglichen Formen und Farben erhältlich – und auch in Deutschland ist der Trend längst angekommen.

Beschäftigung für Hände und Sinne

Pop-its zählen, ähnlich wie die Fidget Spinner vor einigen Jahren, zu den sogenannten Fidget oder Sensory Toys – Spielzeuge, die einerseits die Hände beschäftigen, anderseits mehr als nur einen Sinn ansprechen sollen. Das Herumspielen an etwas, ob Pop-it, Fidget Spinner oder Kugelschreiber, kann helfen, sich zu konzentrieren, Stress abzubauen und die eigenen Emotionen zu regulieren.

Der britische Kinderpsychologe Will Shield erklärt das gegenüber der BBC so: "Wenn man eine große Emotion fühlt wie Angst oder Sorge, kann das Herumspielen mit etwas, das anders aussieht, sich anders anfühlt oder anhört, helfen, unsere Aufmerksamkeit von dieser großen Emotion weg zu lenken." In der Therapie würden sensorische Spielzeug schon seit Jahrzehnten eingesetzt. Zudem bietet das Ploppen ein sofortiges Erfolgserlebnis – ähnlich wie bei der Luftpolsterfolie.

Für Erwachsene und Kinder, allein oder zu zweit

Daher ist der Trend längst nicht nur etwas für Kinder: Auch viele Erwachsene haben mittlerweile Spaß am Drücken der Silikonblasen gefunden. Das geht nicht nur alleine: Auch zu mehrere Personen kann gespielt werden. Zwei Beispiele: 

  • Variante eins: Die Spieler drücken abwechselnd beliebig viele, in einer Reihe liegende Blasen herunter. Wer die letzte Blase herunterdrückt, verliert. 
  • Variante zwei: Für diese Spielmöglichkeit werden zwei (oder mehr, je nach Anzahl der Spieler) Pop-its mit gleicher Blasen-Anzahl und ein Würfel gebraucht. Jeder Spieler erhält ein Pop-it. Dann wird gewürfelt: Die Augenzahl bestimmt, wie viele Blasen heruntergedrückt werden dürfen. Wer zuerst alle Blasen heruntergedrückt hat, hat gewonnen. 

Verwendung für Eiswürfel nicht ratsam

Wenn es sich ausgespielt hat, könne man die Formen auch immer noch für Eiswürfel verwenden, liest man häufig. Davon raten Experten jedoch ab: Es gibt verschiedene Arten von Silikon, nicht alle sind lebensmittelgeeignet.

"Beim Kauf der Produkte können Verbraucherinnen und Verbraucher auf eine sorgfältige Verarbeitung, zum Beispiel saubere Ränder, oder einen unangenehmen Geruch achten", teilt das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit auf Anfrage mit. Produkte, die für Lebensmittel geeignet sind, müssten das Glas-Gabel-Symbol oder einen entsprechenden Hinweis tragen.

Verwendete Quellen:

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