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Strenge Erziehung? Das richtige Maß finden


Strenge Erziehung? Das richtige Maß finden

kk (CF)

Aktualisiert am 09.04.2013Lesedauer: 2 Min.
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Regeln und Verbote sind ein fester Bestandteil unserer Gesellschaft. Eine strenge Erziehung bereitet die Kinder darauf vor. Viele Eltern sind sich jedoch nicht sicher, wie sie das richtige Maß finden können. Sie wollen ihren Kindern klare Regeln vermitteln, aber auch nicht übermäßig streng sein. Das Wichtigste ist dabei, immer konsequent zu bleiben.

Strenge Erziehung – eine Definitionssache

Was strenge Erziehung ist, dazu hat wohl jeder seine eigenen Vorstellungen. Es handelt sich dabei auch um eine Generationenfrage, denn vor einigen Jahrzehnten galten noch ganz andere Erziehungsideale als heute. Da die Lebensentwürfe heute um einiges vielfältiger sind als etwa in den 1950er-Jahren, sind auch die Erziehungsregeln nicht mehr so verbindlich, was viele Eltern verunsichert.

Der Begriff "Strenge Erziehung" wird heute oft mit negativem Unterton gebraucht. Als streng gelten häufig Eltern, die strikte Vorgaben aufstellen, jeden Regelverstoß ihrer Kinder bestrafen und dem Nachwuchs wenig Freiheiten lassen. Viele Eltern wollen nicht als streng gelten, da sie dies mit Konflikten verbinden und befürchten, als "Rabeneltern" in einem schlechten Licht zu stehen.

Eltern müssen das Sagen haben

Ein wenig Strenge ist jedoch in der Erziehung unerlässlich. Kinder müssen lernen, dass die Erziehungsberechtigten das letzte Wort haben und dass sie Regeln und Verbote aufstellen, die dann auch eingehalten werden müssen. Das funktioniert auch ohne Drohungen und harte Strafen. Wichtig ist Konsequenz. Bedenken Sie dabei immer: Kinder können die Folgen ihres Handelns nicht in dem Maße einschätzen wie Erwachsene.

Die Psychologin Silke Rieckenberg erinnert in einem Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" daran, dass Kinder soziale Regeln erst lernen müssen und sie nicht wie Erwachsene automatisch im Hinterkopf haben. Kinder bedürfen einer adäquaten Erziehung und Sozialisation durch ihre primären Beziehungspersonen. Eltern sollten daher nicht aus einem Harmoniebedürfnis heraus jedem Wunsch ihrer Kinder nachgeben, sondern immer erklären, warum zum Beispiel zuerst aufgegessen und dann gespielt wird oder warum das Kind nicht einfach aus Langeweile dazwischenreden darf, wenn sich die Mutter gerade mit jemandem unterhält. (Schlagen: Was tun, wenn Kleinkinder damit anfangen?)

Strenge Erziehung: Konsequenz ist wichtig

Je älter Ihr Kind wird, desto ausführlicher können Sie ihm erklären, was Sie von ihm erwarten und warum es sich an bestimmte Regeln halten muss. Wichtig ist es, einem Regelverstoß immer die angekündigten Konsequenzen folgen zu lassen. Hört Ihr Kind zum Beispiel trotz Ermahnung nicht auf, bei Tisch mit dem Essen zu spielen oder mit dem Stuhl zu kippeln, kann dann beispielsweise der Fernsehabend gestrichen werden – sofern Sie das vorher als Strafe angekündigt haben. Sie sollten allerdings nicht aus plötzlichem Zorn heraus zu willkürlichen Strafen greifen, sondern Ihr Kind immer vorher warnen und ihm die Konsequenzen seines Handelns vor Augen führen.

Hat Ihr Kind sich einmal nicht an die Regeln gehalten und kommt zum Beispiel zu spät nach Hause, kann dafür aber eine überzeugende Erklärung liefern, sollten Sie immer flexibel reagieren. Eine zu strenge Erziehung zeichnet sich dadurch aus, dass auch unbeabsichtigte Regelverstöße bestraft werden. Das schädigt das Verhältnis zwischen Eltern und Kindern und kann zu Unverständnis und Trotzreaktionen führen. Ferner kann ein inkonsistenter Erziehungsstil zu Entwicklungsstörungen und zu Problemen der individuellen Identitätsentwicklung führen. (Null Bock auf Schule? So motivieren Sie Ihr Kind)

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