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Stiftung Warentest testet Kosmetika: MOAH "potenziell krebserregend"


Warentest warnt vor schädlichen Substanzen in Kosmetika

cme mit Material von dpa

Aktualisiert am 27.05.2015Lesedauer: 2 Min.
Qualitativ geprüfter Inhalt
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Für diesen Beitrag haben wir alle relevanten Fakten sorgfältig recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

Alle von der Stiftung Warentest untersuchten Kosmetika enthalten aromatischen Kohlenwasserstoffe, sogenannte MOAH.
Alle von der Stiftung Warentest untersuchten Kosmetika enthalten aromatischen Kohlenwasserstoffe, sogenannte MOAH. (Quelle: Stiftung Warentest)
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Viele Kosmetika sind mit problematischen Substanzen belastet, von denen einige sogar als potenziell krebserregend gelten - die sogenannten MOAH. Dies zeigt eine Untersuchung der Stiftung Warentest von 25 beispielhaft ausgewählten Produkten, darunter Cremes, Lippenpflegestifte und Babypflegeprodukte. Das Problem war bislang auch den Herstellern nicht bewusst.

Viele Cremes und Körperöle basieren auf Mineralölgemischen. Diese können aromatische Kohlenwasserstoffe enthalten - abgekürzt MOAH (Mineral Oil Aromatic Hydrocarbons). Diese wurden von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (Efsa) als potenziell erbgutverändernd und krebserregend eingestuft wurden. Regelmäßige Tests auf die Substanzen gibt es bislang allerdings nicht. Dass die kritischen Stoffe jetzt erstmalig in diesen hohen Konzentrationen gefunden wurden, liegt laut Warentest an neuen, eigentlich für Lebensmittel gedachten Analysemethoden.

Mineralöl in Lippenpflegemitteln besonders bedenklich

Warentest wählte 25 Kosmetikprodukte aus, die auf Mineralöl basieren. Dieses versteckt sich beispielsweise hinter Begriffen wie "Cera Microcristallina", "Ceresin", "Mineral Oil", "Paraffin" oder "Petrolatum". In allen getesteten Produkten fanden die Warentester MOAH. Auch bekannte Marken wie Bebe, Blistex, Dove, Labello, Nivea und Penaten waren betroffen.

Als besonders bedenklich sieht die Stiftung die Verwendung von Mineralöl in Lippenpflegeprodukten, da diese über den Mund direkt in den Körper gelangen können. Bei anderen Hautpflegemitteln sei nicht abschließend geklärt, wie weit sie in die Haut eindringen.

Große Mengen in Vaseline und Melkfett von Rossmann

Am stärksten belastet waren die "Isana Vaseline" von Rossmann mit neun Prozent MOAH sowie das "Altapharma Melkfett mit Ringelblumenextrakt", ebenfalls von Rossmann, mit acht Prozent. Dies entspreche dem 15.000-fachen dessen, was in Lebensmitteln gefunden wurde, so die Stiftung Warentest.

Den geringsten MOAH-Gehalt fanden die Tester in "Dove Verwöhnendes Körperöl mit Sheabutter und Vanilleduft", nämlich 0,005 Prozent. Dies entspricht aber immer noch dem Achtfachen dessen, was jemals an MOAH in Lebensmitteln gefunden wurde, heißt es.

MOAH-Gehalte "vorsichtshalber reduzieren"

Über die gesundheitliche Gefahr der MOAH besteht bislang allerdings Uneinigkeit. Laut Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) sind nach derzeitigem Kenntnisstand keine gesundheitlichen Risiken durch die Aufnahme von Mineralölen über die Haut zu erwarten. Allerdings gebe es noch Datenlücken bei der Langzeitanwendung - und unter anderem "hinsichtlich einer möglichen oralen Aufnahme ...aus mineralölhaltigen Lippenstiften oder Handcremes", so das BfR in einer Stellungnahme.

MOAH-Gehalte in Kosmetika sollten deshalb vorsichtshalber auf "unvermeidbare Spurengehalte" reduziert werden, rät das BfR. Die Stiftung Warentest hingegen empfiehlt, auf Körperpflegeprodukte ohne Mineralöl zurückzugreifen.

Der Herstelleverband IKW teilte mit, man könne die Kritik der Stiftung Warentest nicht nachvollziehen. Die MOAH-Mengen, die in den Produkten trotz Reinigung der Mineralöle noch enthalten sein könnten, seien unbedenklich. Alle gesetzlichen Anforderungen würden erfüllt, betonte der Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel (IKW).

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