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Neue Corona-Maßnahmen: Diese Regeln gelten jetzt in den Bundesländern

Bundesländer in der Übersicht  

Corona-Maßnahmen: Diese Regeln gelten jetzt bei Ihnen

15.09.2020, 17:30 Uhr | sms, mwe, ari, dpa, msc

Neue Corona-Maßnahmen: Diese Regeln gelten jetzt in den Bundesländern. Corona-Maßnahmen: Zwar haben Restaurants bundesweit wieder geöffnet, aber unter besonderen Voraussetzungen.  (Quelle: Getty Images/Michele Ursi)

Corona-Maßnahmen: Zwar haben Restaurants bundesweit wieder geöffnet, aber unter besonderen Voraussetzungen. (Quelle: Michele Ursi/Getty Images)

Nach vielen Lockerungen sind die Infektionszahlen in Deutschland wieder gestiegen. Hier gibt es den aktuellen Stand (vom 15. September 2020) der Corona-Maßnahmen in den Ländern.

Nach dem Ausbruch der Corona-Pandemie gab es auch in Deutschland weitreichende Maßnahmen, Verbote und Einschränkungen. Mittlerweile sind viele der Corona-Regeln wieder gelockert. Welche Maßnahmen in Ihrem Bundesland gelten und was wo wieder erlaubt ist, lesen Sie hier im Überblick. 

Achtung: Die Informationen zu den einzelnen Bundesländern erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Bitte informieren Sie sich zu individuellen Details bei Ihrer Landesregierung oder Ihrem zuständigen Gesundheitsamt. 

Die bundesweiten Beschlüsse im Überblick 

  • Kontakte sollen auf ein Minimum beschränkt werden, es gelten die Kontaktbeschränkungen in den jeweiligen Bundesländern. 
  • Abstands- und Hygieneregeln bleiben bestehen. 
  • Bei Verstößen gegen die Maskenpflicht soll in allen Bundesländern mit Ausnahme von Sachsen-Anhalt ein Bußgeld von mindestens 50 Euro fällig werden. 
  • Großveranstaltungen, bei denen eine Kontaktverfolgung und die Einhaltung von Hygieneregelungen nicht möglich ist, sollen bis mindestens Ende Dezember 2020 nicht stattfinden.
  • Die Möglichkeit zu kostenlosen Coronavirus-Tests für Reisende, die aus dem Ausland nach Deutschland zurückkommen, soll ab dem 16. September auf Rückkehrer aus Risikogebieten begrenzt werden. 
  • Wer aus einem Risikogebiet zurückkommt, soll die verpflichtende Quarantäne frühestens durch einen Test ab dem fünften Tag nach der Rückkehr beenden können. Die Regelung soll "möglichst ab 1. Oktober" gelten. Die häusliche Quarantäne soll intensiv kontrolliert und bei Verstößen sollen empfindliche Bußgelder verhängt werden. Der Bund will auf die Pflicht zu der 14-tägigen Quarantäne stärker hinweisen, "an den Grenzen und in den Urlaubsgebieten". Angestrebt wird, dass sich Rückkehrer künftig noch im Risikogebiet testen lassen müssen. Welche Länder zu den Risikogebieten zählen, lesen Sie hier. 
  • In allen Bundesländern gilt eine Maskenpflicht in bestimmten öffentlichen Bereichen wie dem öffentlichen Nahverkehr und in Geschäften. 
  • Nach den Sommerferien werden oder wurden alle Schulen wieder komplett geöffnet – in den meisten Bundesländern gilt eine Maskenpflicht für Lehrer und Schüler.

Für die Umsetzung der einzelnen Maßnahmen sind allerdings die Bundesländer zuständig. Deshalb gibt es in jedem Bundesland eigene Regelungen. Hier ein Überblick (Stand: 15. September 2020):

Baden-Württemberg

In der Öffentlichkeit dürfen sich bis zu 20 Menschen aus mehreren Haushalten öffentlich treffen. In der Öffentlichkeit muss der Mindestabstand von 1,50 Metern eingehalten werden. Zu privaten Feiern in privaten wie angemieteten Räumen, also beispielsweise in Restaurants, Vereinsheimen oder Gemeindehäusern, dürfen sich maximal 500 Menschen treffen. Bei Feiern mit mehr als 100 Menschen muss es allerdings ein schriftliches Hygienekonzept geben.

Öffentliche Tagungen, Kongresse, Messen und kleinere Sportevents mit bis zu 500 Menschen sind erlaubt. Auch Messen mit mehr als 500 Personen dürfen wieder öffnen. Großveranstaltungen wie Volksfeste, auf denen kaum Hygienemaßnahmen durchsetzbar sind, bleiben allerdings bis mindestens Ende des Jahres verboten. Versammlungen sind erlaubt – allerdings mit Auflagen zur Sicherstellung des Infektionsschutzes, zum Beispiel zu Abständen oder Höchstteilnehmerzahlen.

Für Maskenverweigerer etwa in Geschäften gilt das zwischen den Ländern und der Kanzlerin vereinbarte Bußgeld von mindestens 50 Euro. Bei Verstößen gegen die Maskenpflicht in Bussen und Bahnen sind mindestens 100 Euro fällig. Wer auf dem Schulgelände – außerhalb der Unterrichtsräume – keine Maske trägt, kann ein Bußgeld von mindestens 25 Euro bekommen.

Bayern

Im öffentlichen Raum dürfen sich wieder Gruppen von bis zu zehn Personen treffen. In privaten Räumen und Gärten gibt es keine strikte zahlenmäßige Beschränkung mehr, allerdings soll dort die Personenzahl so begrenzt werden, dass ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden kann. Hochzeits- und andere Feiern, aber auch Vereinssitzungen dürfen stattfinden mit bis zu 100 Personen in Innenräumen oder bis zu 200 Personen im Freien.

Über Demonstrationen soll im konkreten Einzelfall entschieden werden. Versammlungsorte müssen genügend Platz für den Mindestabstand bieten. Bei größeren Versammlungen ab 200 Personen unter freiem Himmel gilt in Bayern seit 9. September regelmäßig eine Maskenpflicht.

Die Wirte von Schankwirtschaften und Diskotheken dürfen ihre Räume für private und kulturelle Veranstaltungen vermieten. Beruflich oder dienstlich veranlasste Veranstaltungen wie Tagungen oder Kongresse werden unter gleichen Bedingungen zugelassen wie kulturelle Veranstaltungen – das heißt bei zugewiesenen Plätzen mit bis zu 400 Gästen im Freien und 200 in Innenräumen. Ohne Platzzuweisung liegt die Obergrenze bei 200 beziehungsweise 100 Menschen. Märkte ohne Volksfestcharakter wie kleinere Kunst- und Handwerkermärkte oder Flohmärkte ohne große Besucherströme werden im Freien unter Auflagen erlaubt.

Eine Maske ist im ÖPNV für alle Fahrgäste ab sechs Jahren verpflichtend. Nur aus gesundheitlichen Gründen und mit einem ärztlichen Attest sind Ausnahmen möglich. Der Bußgeld-Regelsatz liegt bei 250 Euro im einmaligen Fall und bis 500 Euro bei mehrmaligen Verstößen.



Berlin 

Die maximal erlaubte Teilnehmerzahl bei Messen, Tagungen und gewerblichen Freizeitangeboten im Innenbereich liegt bei 750, ab 1. Oktober sind 1.000 möglich. Draußen dürfen bei solchen Veranstaltungen bis zu 5.000 Menschen zusammenkommen, zuvor waren es bis zu 1.000.

Bei privaten Feiern im Innenbereich sind analog zu den Regelungen für andere Veranstaltungen 750 Teilnehmer erlaubt und ab 1. Oktober 1.000. Draußen dürfen bis zu 5.000 Menschen zusammenkommen. Bei Feiern mit mehr als 50 Teilnehmern drinnen wie draußen müssen die Gastgeber ein Hygienekonzept vorlegen.

Für Demonstrationen gilt keine Begrenzung der Teilnehmerzahl mehr. Bei Kundgebungen mit mehr als 100 Teilnehmern müssen diese Masken tragen. Die Pflicht soll auch bei einer geringeren Teilnehmerzahl gelten, wenn bei der Demonstration skandiert oder gesungen wird.

Die Kontaktbeschränkungen wurden in Berlin zum 26. Juni aufgehoben. Abstands- und Hygieneregeln gelten weiterhin. In den Bussen und Bahnen in Berlin wird bei einem Verstoß gegen die Maskenpflicht ein Bußgeld von 50 Euro bis zu 500 Euro erhoben.

Brandenburg

In Brandenburg gelten keine Kontaktbeschränkungen mehr. Abstands- und Hygieneregeln gelten aber weiterhin. Demonstrationen im Freien sind ohne Begrenzung der Teilnehmerzahl, aber unter Abstands- und Hygieneauflagen möglich. Zudem muss der Zutritt gesteuert werden. 

Öffentliche Veranstaltungen dürfen wieder mit bis zu 1.000 Menschen stattfinden, dazu zählen auch Gottesdienste und Konzerte. Abstands- und Hygieneregeln sowie im Freien ein geregelter Zutritt und in Räumen genügend Frischluft und das Erfassen von Personendaten müssen gewährleistet werden. Großveranstaltungen mit mehr als 1.000 Menschen bleiben bis 2021 verboten, doch für Autokinos gibt es laut der Verordnung in Einzelfällen Ausnahmen – etwa für Auto-Konzerte.

Private Feiern in Wohnung oder im Garten sind nur bis zu einer Obergrenze von 75 Menschen erlaubt. Für private Feiern in Gaststätten oder Gemeindesälen bestimmt die Raumgröße bei Einhaltung des Mindestabstands von 1,50 Meter die Zahl der Teilnehmer.

In Brandenburg kostet der bewusste Verzicht auf eine Corona-Maske mindestens 50 Euro Bußgeld, bis zu 250 Euro Bußgeld für "notorische Maskenverweigerer". Wenn jemand versehentlich keine Mund-Nasen-Bedeckung trägt und der Pflicht nach Aufforderung gleich folgt, soll er kein Bußgeld zahlen müssen.

Bremen

Es können sich Angehörige in unbestimmter Zahl aus zwei Haushalten im öffentlichen Raum treffen. Erlaubt sind auch Zusammenkünfte von bis zu zehn Menschen aus verschiedenen Haushalten. 

Öffentliche und private Veranstaltungen mit bis zu 250 Menschen in Innenräumen sind erlaubt. Unter freiem Himmel können bis zu 400 Personen zu einer Veranstaltung zusammenkommen. Voraussetzungen für solche Zusammenkünfte sind ein Hygienekonzept und die Einhaltung des Abstandes von mindestens 1,5 Metern zueinander. Die Veranstalter müssen zudem die Namen der Teilnehmenden protokollieren. Unter bestimmten Bedingungen sind auch größere Veranstaltungen und Messen möglich. Das Volksfest Freimarkt wurde unter Auflagen in kleinerem Format zugelassen.

Versammlungen müssen angezeigt werden und können zum Infektionsschutz behördlich verboten, beschränkt oder mit Auflagen versehen werden. Wer in Geschäften oder in Bus und Bahnen ohne Mund-Nasen-Bedeckung unterwegs ist, muss mit einem Bußgeld in Höhe von 50 Euro rechnen.

Hamburg

Unter Auflagen sind Veranstaltungen mit bis zu 1.000 Teilnehmern im Freien und 650 Teilnehmern in geschlossenen Räumen zulässig. Stadionveranstaltungen sind seit 10. September auch wieder mit mehr als 1.000 Menschen möglich. Voraussetzung ist, dass die Stadien über mehr als 10.000 Plätze verfügen, kein festes Dach haben und die Veranstaltung "von herausragender Bedeutung für Deutschland" ist, wie die Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD) mitteilte. Für größere Versammlungen gibt es keine Teilnehmerbegrenzung. Es wird jeweils der Einzelfall mit Blick auf Hygiene- und Abstandsregeln geprüft.

Im privaten Rahmen können bis zu 25 Personen zusammenkommen, egal aus wie vielen Haushalten. Treffen in der Öffentlichkeit sind auf 10 Personen aus beliebig vielen Haushalten begrenzt. Zudem ist Prostitution an der berühmten Reeperbahn wieder zulässig – allerdings unter strengen Auflagen und nur in angemeldeten Prostitutionsstätten. Für Feiern im privaten Raum, zum Beispiel in der eigenen Wohnung oder auf dem eigenen Grundstück, gilt in der Hansestadt derzeit eine Obergrenze von 25 Personen. Bei Feiern in angemieteten Räumen, bei denen Alkohol ausgeschenkt wird, dürfen maximal 50 Menschen zusammenkommen.

Wer ohne korrekt sitzenden Mund-Nasen-Schutz in Hamburg Bus oder Bahn fährt und erwischt wird, muss aktuell eine Vertragsstrafe von 40 Euro zahlen, zusätzlich kann ein Bußgeld von 40 Euro dazukommen. Seit 10. September wird ein Verstoß gegen die Maskenpflicht im öffentlichen Bereichen wie Geschäften mit 80 Euro Bußgeld geahndet. 

Hessen

Im öffentlichen Raum dürfen sich bis zu zehn Personen treffen – ohne Mindestabstand einhalten zu müssen und unabhängig von der Zahl ihrer Haushalte. Prinzipiell müssen private und öffentliche Veranstaltungen mit bis zu 250 Personen nicht mehr genehmigt werden, wenn ein Hygiene- und Abstandskonzept vorliegt. Zuschauer bei Sportveranstaltungen sind wieder erlaubt, sofern ein Hygienekonzept vorliegt und jedem Zuschauer drei Quadratmeter Fläche zur Verfügung stehen. Auch Demonstrationen sind unter Auflagen erlaubt. 

Wer in Bussen und Bahnen in Hessen keine Abdeckung für Mund und Nase trägt, muss ohne vorherige Ermahnung 50 Euro bezahlen.

Leere Schulen: Nach dem Corona-Lockdown kehren die Schüler nach und nach in allen Bundesländern zurück an die Schulen.  (Quelle: imago images/imagebroker)Leere Schulen: Nach dem Corona-Lockdown kehren die Schüler nach und nach in allen Bundesländern zurück an die Schulen. (Quelle: imagebroker/imago images)

Mecklenburg-Vorpommern

Die Kontaktbeschränkungen für den öffentlichen Raum sind aufgehoben. Damit dürfen sich wieder mehr Menschen treffen. Doch sind sie angehalten, möglichst die gebotenen Abstände einzuhalten und Mundschutz zu tragen.

Größere Veranstaltungen sind wieder möglich: In Räumen dürfen maximal 200 Menschen teilnehmen, bei Veranstaltungen im Freien 500. In Ausnahmefällen können in Räumen auch bis zu 400 und im Freien bis zu 1.000 Menschen zugelassen werden. Zu Profi-Sportveranstaltungen dürfen nach einem Beschluss vom Dienstag wieder mehr Zuschauer kommen. Die zulässigen Obergrenzen sollen sich dabei nach der jeweiligen Spielstätte richten. Volksfeste bleiben verboten.

Bei Familienfeiern sind höchstens 50 Personen zulässig, bei Hochzeiten, Jugendweihen oder religiösen Festen auch 75, ebenso bei Trauungen und Beisetzungen. Demonstrationen und Veranstaltungen im Freien sind mit bis zu 500 Teilnehmern erlaubt, in Ausnahmefällen nach besonderer Genehmigung auch mit bis zu 1.000 Teilnehmern.

Das Mindestbußgeld für Maskenverweigerer in Nahverkehr und Einzelhandel beträgt 50 statt 25 Euro. Die Obergrenze für Masken-Verstöße liegt bei 150 Euro.

Niedersachsen

Gruppen von bis zu zehn Personen dürfen sich treffen. Sind es Angehörige oder Mitglieder zweier Haushalte, dürfen es auch mehr sein. Demonstrationen unter freiem Himmel können ohne Ausnahmegenehmigung stattfinden. In Niedersachsen müssen Maskenverweigerer bis zu 150 Euro zahlen, die Höchstsumme für Verstöße liegt bei 10.000 Euro.

Messen sind für den Publikumsverkehr geschlossen. Für private Feiern zum Beispiel in einem Restaurant gelten die Kontaktbestimmungen mit der Obergrenze von zehn Personen, sofern es sich nicht ausschließlich um Angehörige oder die Mitglieder zweier Haushalte handelt. Feste wie Taufen, Hochzeiten sowie Beerdigungen sind mit bis zu 50 Gästen möglich. Für Veranstaltungen zum Beispiel im Kulturbereich gilt eine Obergrenze von 500 Besuchern in Innenräumen und 1.000 im Außenbereich.

Fußgängerzone: Geschäfte dürfen bundesweit wieder öffnen – unabhängig von ihrer Größe. (Quelle: imago images/Arnulf Hettrich)Fußgängerzone: Geschäfte dürfen bundesweit wieder öffnen – unabhängig von ihrer Größe. (Quelle: Arnulf Hettrich/imago images)

Nordrhein-Westfalen

Gruppen mit bis zu zehn Personen dürfen sich wieder im Freien treffen. Sind es Personen aus zwei Haushalten, dürfen es auch mehr sein. Für private Feiern zuhause gibt es keine Teilnehmerbegrenzung. Feste wie Jubiläen, Hochzeiten, Taufen oder Geburtstage mit höchstens 150 Teilnehmern sind unter Auflagen erlaubt. Die gleiche Teilnehmerzahl gilt für Beerdigungen. Voraussetzung sind die Beachtung von Hygieneregeln und die Erfassung der Personalien der Gäste. 

Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Gästen müssen künftig mit dem Land abgestimmt werden – die Kommunen dürfen darüber nicht mehr allein entscheiden. Für Veranstaltungen mit mehr als 500 teilnehmenden Personen gelten verschärfte Vorgaben: Unter anderem muss der Veranstalter sicherstellen, dass auch An- und Abreise unter Einhaltung des Infektionsschutzes erfolgen können. Mitte September kündigte die Landesregierung eine neue Regelung an, wonach in einigen Sportstätten künftig auch mehr als 300 Zuschauer erlaubt sein könnten. Einzelheiten waren dazu aber zunächst nicht bekannt.

Demonstrationen sind grundsätzlich erlaubt, bei Einhaltung der Abstandsregeln und einer Höchstzahl an Teilnehmern, gerechnet auf die Gesamtfläche. Wer etwa in Supermärkten keine Maske trägt, muss ein Bußgeld von 50 Euro zahlen. Im öffentlichen Nahverkehr sind sogar 150 Euro fällig – ohne zusätzliche Aufforderung.

Rheinland-Pfalz

Es dürfen sich bis zu zehn Menschen unabhängig von der Zahl der Haushalte, aus denen sie kommen, treffen. In Rheinland-Pfalz ist am 16. September eine neue Corona-Verordnung in Kraft getreten, die bisherige Bestimmungen zur Teilnahme an Versammlungen lockert. Die bereits 11. Corona-Bekämpfungsverordnung ist bis Ende Oktober gültig. Zu den wichtigsten Änderungen gehört eine Anhebung der maximalen Teilnehmerzahl bei Veranstaltungen. In Innenräumen sind jetzt bis zu 250 Menschen zugelassen, im Freien bis zu 500. Gesonderte Regelungen gelten für Veranstaltungen in großen Hallen, Sälen oder Stadien. Dort kann jeder zehnte Platz besetzt werden, wenn ein Hygienekonzept vorgelegt wird. Dies gilt auch für Fußballspiele. Gibt es etwa in Kinos oder auch in Kirchen eine feste Bestuhlung, reicht es, wenn jeweils ein Platz zwischen Besuchern frei bleibt.

Wer in öffentlichen Verkehrsmitteln oder Geschäften keine Maske trägt, der muss ein Bußgeld von 50 Euro zahlen. Demonstrationen im Freien sind unter Auflagen möglich.

Saarland

Zusammenkünfte von bis zu zehn Menschen sind erlaubt. Versammlungen unter freiem Himmel sind unter Auflagen erlaubt. 

Öffentliche und private Veranstaltungen unter freiem Himmel sind mit bis zu 900 Menschen erlaubt, in geschlossenen Räumen sind es bis zu 450 Teilnehmer. 

Für Verstöße gegen die Maskenpflicht müssen bis zu 100 Euro bezahlt werden, bei einem ersten Verstoß können es die Behörden bei einem Verwarngeld von 50 Euro belassen.

Sachsen

Es können sich zwei Hausstände treffen. Auch Treffen mit bis zu zehn Menschen sind erlaubt, drinnen wie draußen. In einer Gaststätte oder einem angemieteten Raum dürfen sich bis zu 100 Menschen bei Familienfeiern treffen. Zusätzlich sind Betriebs- und Vereinsfeiern sowie Kinderferienlager mit bis zu 50 Personen wieder möglich.

Bei Familienfeiern außerhalb privater Räume dürfen sich bis zu 100 Menschen treffen. Großveranstaltungen mit mehr als 1.000 Besuchern sind wieder erlaubt, allerdings nur, wenn in der Region des Veranstaltungsortes in den vergangenen sieben Tagen die Zahl der Neuinfektionen 20 pro 100.000 Einwohner nicht übersteigt. In Jazzclubs oder anderen kleineren Lokalitäten können Konzerte stattfinden. Bis zu 1.000 Personen dürfen beim Breiten- und Freizeitsport unter Auflagen zuschauen, also auch bei Fußballspielen. 

Kundgebungen sind nicht mehr auf eine bestimmte Anzahl von Teilnehmern begrenzt. Bei Verstößen gegen die Maskenpflicht im Nahverkehr und in Geschäften wird ein Bußgeld von 60 Euro erhoben.

Sachsen-Anhalt 

Die Landesregierung empfiehlt, sich mit nicht mehr als zehn Menschen zu treffen und den Kreis derer, die man trifft, möglichst gering zu halten. Ein Kontaktverbot gibt es nicht. Wer in Sachsen-Anhalt gegen die Maskenpflicht verstößt, soll auch künftig keine Strafe zahlen müssen. 

Zu privaten Feiern dürfen bis zu 50 Menschen kommen. Bei professionell organisierten Veranstaltungen und Festen wie Hochzeiten, Trauerfeiern, Fachtagungen, Vereinstreffen oder Parteiversammlungen sind unter freiem Himmel bis zu 1.000 Menschen erlaubt. In geschlossenen Räumen ist die Teilnehmerzahl auf 500 begrenzt. Ab 17. September sind Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Menschen möglich, wenn sie gesondert genehmigt werden. Voraussetzung ist, dass die Sport- und Kulturveranstalter ein Corona-Schutzkonzept vorlegen. Dieses muss von den Kommunen als auch vom Gesundheits- und vom Innenministerium genehmigt werden.

Demonstrationen sind möglich, wenn die Versammlungsbehörde sie gemeinsam mit dem Gesundheitsamt erlaubt. Eine Höchstgrenze für Teilnehmer gibt es nicht. Wer in Sachsen-Anhalt gegen die Maskenpflicht verstößt, soll auch künftig keine Strafe zahlen müssen.

Schleswig-Holstein

Zusammenkünfte von bis zu 50 Personen sind im privaten Raum erlaubt. Draußen dürfen sich sogar bis zu 150 Menschen versammeln. Veranstaltungen im Freien sind für bis zu 500 Teilnehmer erlaubt, in geschlossenen Räumen sind 250 Gäste erlaubt. 

Versammlungen und Demonstrationen sind mit bis zu 500 Teilnehmern im Freien möglich und mit bis zu 250 Teilnehmern in geschlossenen Räumen.

Schleswig-Holstein bittet Maskenverweigerer in Bussen und Bahnen mit einem Bußgeld von 150 Euro zur Kasse.

Thüringen 

Es gelten keine Kontaktbeschränkungen mehr. Allerdings empfiehlt eine neue Grundverordnung, sich nur mit einem weiteren Haushalt oder mit maximal zehn Menschen zu treffen. Familienfeiern mit mehr als 50 Teilnehmern müssen dem jeweiligen Gesundheitsamt gemeldet werden. Im Freien müssen Familienfeiern ab 100 Teilnehmern bei den Behörden angezeigt werden.

Bei öffentlichen Veranstaltungen in geschlossenen Räumen müssen die Kontaktdaten der Teilnehmer erfasst werden. Veranstaltungen wie Volks-, Dorf-, Stadt-, Schützen- oder Weinfeste, Sportveranstaltungen mit Zuschauern oder Festivals sind mit Zustimmung der jeweiligen Gesundheitsbehörde möglich.

In Thüringen wird bei Maskenverweigerern ein Bußgeld von 60 Euro erhoben. Demonstrationen sind ohne Beschränkung der Teilnehmerzahl möglich. 

Verwendete Quellen:
  • Eigene Recherche
  • Nachrichtenagentur dpa
  • Internetseiten der Landesregierungen
  • Internetseiten der Bundesregierung
  • weitere Quellen
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