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Frisuren 2015: Die Sechziger sind zurĂŒck

dpa, anni

31.03.2015Lesedauer: 4 Min.
Im FrĂŒhling und Sommer 2015 kommt Frau nicht ohne Pony aus. Den gibt es dafĂŒr in vielen Variationen, zum Beispiel akkurat zum A-Line-Bob wie bei Coco Rocha oder abgerundet zu schulterlange Wellen wie bei Alexa Chung.
Im FrĂŒhling und Sommer 2015 kommt Frau nicht ohne Pony aus. Den gibt es dafĂŒr in vielen Variationen, zum Beispiel akkurat zum A-Line-Bob wie bei Coco Rocha oder abgerundet zu schulterlange Wellen wie bei Alexa Chung. (Quelle: PanoramiC/ images/imago-images-bilder)
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Genau wie die aufregenden sechziger Jahre stehen die Frisuren fĂŒr FrĂŒhling und Sommer 2015 im Zeichen des Wandels. Warum ein Pony fĂŒr MĂ€dels unverzichtbar ist und was Jungs anstelle eines Undercuts tragen sollten, erfahren Sie hier.

Wandelbar und wild wie die Sechziger

Die Frisuren fĂŒr FrĂŒhjahr und Sommer 2015 orientieren sich an den sechziger Jahren: Voluminöse MĂ€hnen Ă  la Brigitte Bardot, lange Haare bei MĂ€nnern, Colour-Blocking, Twiggy-Cut und mehr.

Die Sechziger gelten als Zeit des Aufbruchs und des Wandels. Dementsprechend bieten Frisuren 2015 nicht nur einen Look, sondern verschiedene Stylings. Drei Friseurmeister erklÀren im Folgenden die Trends und geben Tipps.


Frisuren 2015: Die Sixties sind zurĂŒck

Lange, offene Haare sehen immer gleich aus? Von wegen! Der Look von Brigitte Bardot prĂ€gte ein ganzes Jahrzehnt: Ohne toupierten Hinterkopf verließ kaum eine Frau in den sechziger Jahren das Haus. Ihre wellige MĂ€hne bĂ€ndigte die französische Schauspielerin hĂ€ufig mit einem breiten Haarband. Dadurch kommen die toupierten Haare am Hinterkopf richtig zur Geltung. Die SĂ€ngerin Lana Del Rey inszeniert den Bardot-Look in brĂŒnetter Version mit weißem Hippie-Haarband – perfekt fĂŒr den Sommer!
Offenbar hat sich Lana Del Rey die Französin als Vorbild genommen: Auch mit dieser lockeren Hochsteckfrisur Àhnelt sie Brigitte Bardot. Wichtig ist bei diesem trendigen Look, dass die Haare so weit oben wie möglich gesteckt werden, wobei einige StrÀhnen ausgelassen werden. ZusÀtzlich können Sie die unteren Haare, wie bei Bardot, leicht toupieren, damit sie voluminöser werden und nicht eng am Kopf anliegen. Sommerlicher wirkt das Ganze mit einer angesteckten Blume, wie bei Lana.
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Kurz oder lang: 2015 nicht ohne Pony

FĂŒr Frauen mit kurzen Haaren empfiehlt Johannes Hess von der Landesinnung Friseure und Kosmetik Saarland einen fedrigen Schnitt mit einem kurzen, aber prĂ€senten Pony, die Ohren frei geschnitten. Fedrig bedeutet, dass die HaarlĂ€ngen variieren. Weich geschnittene Konturen sind wichtig, weil sie der Frisur ihre HĂ€rte nehmen. Wandelbar wird das Ganze durch Hilfsmittel wie Gel, glĂ€nzendes Wachs oder Mattpaste. Damit lassen sich die Haare entweder ruhig frisieren oder stachelig und aufgestellt wie Rockabilly.

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Auch Bobfrisuren kommen dieses Jahr nicht ohne breiten Pony aus. Die Konturen sollten hier akkurat geschnitten (A-Line-Bob) und Stufen höchstens unterhalb des Deckhaares gesetzt werden. Dadurch wird die innere Form abgerundet. Dieser Schnitt wirkt sehr klassisch.

Was wĂ€ren die Sechziger ohne Twiggy? Eine angesagte Bobfrisur fĂŒr Frauen ist deshalb auch der Twiggy-typische gegelte Pixie-Cut mit gekĂ€mmtem Seitenscheitel. Ideal ist dieser Look ĂŒbrigens fĂŒr Frauen ab 50!

Schulterlanges Haar: Kontrastreich und "undone"

Auch schulterlanges Haar, das in den Spitzen gestuft ist, ist laut Friseurmeister Sebastian Böhm sehr modisch. Hess legt bei dieser HaarlĂ€nge Wert auf starke Kontraste im Schnitt: "Ein kompaktes, schweres Pony steht einem feinen, fransigen, stufigen Schnitt gegenĂŒber". Beim Pony empfiehlt er eine breite Optik, es wird weit nach außen geschnitten.

Als Styling empfiehlt der Friseur fĂŒr mittellanges Haar den "Undone-Look" – eine Frisur, die ungemacht aussieht, aber trotzdem System hat: "Die Spitzen sehen trocken aus, alles ist ein bisschen matter", so Hess.

Lange MĂ€hne Ă  la Brigitte Bardot

Der Trend bei langen Haaren entwickelt sich in Richtung Brigitte Bardot, erklÀrt Heiner Heijen vom Landesinnungsverband Friseurhandwerk Niedersachsen: Viel Volumen, ein toupierter Hinterkopf und ein starkes Pony. "Wobei man die Haare am nÀchsten Tag auch mal mit einem GlÀtteisen frisieren kann", betont Heijen auch hier die Wandelbarkeit.

Böhm hĂ€lt bei langen Haaren geometrische, geradlinige Frisuren fĂŒr wichtig. Als Beispiel nennt er ein ganz langes, glattes Haar ohne Stufen mit einem prĂ€gnanten Pony. Als Styling fĂŒr einen Tag empfiehlt der Friseurmeister einen sehr hoch gesetzten, geglĂ€tteten Pferdeschwanz.

Frauen sollten dabei lieber reduzierte Accessoires verwenden. "Da die Haarschnitte allein schon so viele Variationsmöglichkeiten hergeben, ist Haarschmuck im Moment nicht unbedingt ein Trend", so Heijen. Es gehe vielmehr darum, mit der Struktur und mit dem Haarschnitt zu spielen. Erlaubt und empfehlenswert sind HaarbÀnder in klassischem Schwarz oder bunt, mit denen Sie wie Bardot Ihre Haarpracht bÀndigen können.

Haarfarben: Painting oder Colour-Blocking

Plakative Stehtechniken sind laut Heijen ebenso vorbei wie komplett einheitliche Haarfarben. 2015 geht es darum, dass die Farben weich ineinanderlaufen, passend zu den Haarschnitten. HierfĂŒr bietet sich die HaarfĂ€rbetechnik Painting an: Die FarbstrĂ€hnen werden mit einem Pinsel direkt in das Haar gemalt, aufwendige Folien- oder HaubenstrĂ€hnen fallen weg.

WĂŒnscht der Kunde doch einmal etwas HĂ€rte und Ausdruck, rĂ€t Böhm zu Colour-Blocking. Ähnlich wie in der Mode der Sechziger werden dabei Farbkontraste erzeugt. Dabei kommen Farben zum Einsatz, die eigentlich nicht zueinander passen, zum Beispiel ein kalter und eine warmer Ton in der gleichen Farbe. Krasser wird der Kontrast natĂŒrlich mit zwei verschiedenen Farben, zum Beispiel einer natĂŒrlichen und einer explosiven.

MintgrĂŒn und Flieder ersetzen Ombre

Was weniger auffĂ€llige Farben angeht, raten die Profis zu erdigen und schlammigen Tönen. Die Haare sollen beispielsweise an eine abgewetzte Kokosnuss oder einen Findling erinnern. Von Braun ĂŒber Khaki bis Grau ist alles möglich.

Die FĂ€rbetechnik Ombre findet Sebastian Böhm 2015 völlig ĂŒberholt. Sie wirke mittlerweile nur noch langweilig. Speziell bei langen Haaren fĂ€rben die Profis in diesem Jahr frische Töne wie Aprikose und Pfirsich sowie Pastellfarben wie MintgrĂŒn und Flieder.

MĂ€nnerfrisuren 2015: Goodbye Undercut

Weitere Trends verabschieden sich zum FrĂŒhjahr. Jungs aufgepasst: Laut Hess verabschieden wir uns 2015 auch vom beliebten Undercut! Bei diesem Schnitt werden die unteren Haare gekĂŒrzt, wĂ€hrend das Deckhaar lang bleibt.

Die Trends bei den MÀnnerfrisuren wandeln sich in eine ganz andere Richtung: "Man hat auch bei den MÀnnern wieder mehr Haare und sehr akkurate Schnitte", sagt Hess. Im Gegensatz zu den eher weichen Schnitten bei Frauen liegen bei den MÀnnern harte und gerade Konturen im Trend. Dadurch komme wieder mehr Ordnung in die Schnitte, bestÀtigt Hess.

Wildes Styling von Locken bis Dutt

Doch zu viel Ordnung wĂ€re langweilig: Das Styling darf dafĂŒr unordentlich ausfallen. Angesagt sind wellig gestaltete Haare, die aussehen, als ob der Mann gerade vom Strand kommt. Dieser Look kommt besonders gut zur Geltung, wenn Sie Locken haben.

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Auch lĂ€ngere MĂ€nnerhaare mĂŒssen 2015 nicht abgeschnitten werden: Ein unordentlicher Zopf oder Dutt steht nach wie vor hoch im Kurs. Sogar Haarreifen und gekrepptes Haar seien bei MĂ€nnern wieder im Kommen, verspricht Böhm.

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