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Tourismusverband Harz: Kein Winterurlaub in der Region

Wegen Corona-Lockdown  

Landrat bittet: Touristen sollen trotz Schnee nicht in den Harz kommen

30.01.2021, 11:05 Uhr | dpa

Tourismusverband Harz: Kein Winterurlaub in der Region. Schlittenfahren im Harz: Der Landrat bittet Touristen, nicht in die Region zu kommen.  (Quelle: imago images/Frank Drechsler)

Schlittenfahren im Harz: Der Landrat bittet Touristen, nicht in die Region zu kommen. (Quelle: Frank Drechsler/imago images)

Es schneit vielerorts und eigentlich ist genau das die perfekte Zeit für Urlaub im Harz. Doch der Landrat bittet Reisende, nicht in die Region zu kommen, um nicht gegen die Corona-Maßnahmen zu verstoßen.

Die Tourismusbranche im Harz, Niedersachsens Winterurlaubsregion Nummer eins, wartet auf einen Neustart. "Wir sind optimistisch und hoffen auf jede Woche, die wir vor Ostern wieder anfangen können", sagte die Geschäftsführerin des Harzer Tourismusverbandes, Carola Schmidt, in Goslar. Der seit November geltende Lockdown fürs Gastgewerbe treffe die Branche hart.

Erste Privatvermieter wollen sich vom Markt zurückziehen

Beziffern lasse sich die Auswirkung der Schließung bislang aber noch nicht. Es gebe zwar schon Privatvermieter, die sich vom Markt zurückziehen wollten, die Größenordnung sei aber noch nicht absehbar. Auch sei noch nicht richtig klar, ob und wie die staatlichen November- und Dezemberhilfen Wirkung zeigen. "Man muss sehen, was dabei rauskommt. Zum Teil sind diese Hilfen ja noch gar nicht ausgezahlt oder nur mit Abschlägen", sagte Schmidt.

Eine der wesentlichsten Fragen sei, wie lange die Betriebe noch schließen müssten. "Wenn sich das noch Monate, vielleicht noch in den April oder Mai, hinzieht, dann haben wir eine ganz schwierige Situation, dann wird es haarig", sagte Schmidt. Auch bräuchten die Unternehmen Vorlaufzeit, den Betrieb wieder hochfahren zu können.

Touristen müssen Corona-Regeln einhalten 

Insofern komme es jetzt ganz entscheidend darauf an, dass die Menschen diszipliniert seien, die Corona-Regeln einhalten, um die Infektionszahlen wieder zu senken. Nur dann könne es einen möglichst schnellen Neustart geben.

Im Moment sei der Harz voller Gäste, aber Geld könne nicht verdient werden. Das tue weh, sagte Schmidt. Das Geschäft könne auch nicht unbedingt im nächsten Jahr nachgeholt werden. Die aktuelle Schneesituation gebe es nicht jedes Jahr: "Anfang Januar schneit es und wir haben den ganzen Monat über Schnee, bis in den Februar hinein, das ist ja sehr selten der Fall."

Schneeausflügler erwartet: Corona-Regeln werden kontrolliert

An diesem Wochenende stellt sich der Harz angesichts des Winterwetters erneut auf viele Schneeausflügler ein. Polizei und Ordnungskräfte kündigten an, an besonders beliebten Orten im Oberharz wieder verstärkt die Einhaltung der Corona-Regeln zu kontrollieren. Der Landkreis Goslar verwies mit Blick auf die Winter- beziehungsweise Zeugnisferien darauf, dass die Vermietung von Ferienwohnungen verboten sei.

Landrat Thomas Brych (SPD) mahnte die Menschen, auf Besuche zu verzichten. "Der Lockdown hat weiterhin Bestand, es gibt keinerlei Lockerungen und die Situation ist dieselbe wie vor drei Wochen. Deshalb ergeht weiterhin unsere gemeinsame Bitte, bleiben Sie zu Hause." Die Frage sei, ob es ein paar wenige Stunden im Schnee wert seien, eine mitunter stundenlange Anreise, kilometerlange Staus vor Ort und eine nahezu aussichtslose Parkplatzsuche auf sich zu nehmen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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