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Thailand will religiöse Tattoos für Touristen verbieten

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Thailand will religiöse Tattoos für Touristen verbieten  

Thailand will religiöse Tattoos für Touristen verbieten

06.06.2011, 12:45 Uhr

Thailand will religiöse Tattoos für Touristen verbieten. Thailand: Solche Tattoos bekommen bald nur noch Einheimische. (Foto: rtr)

Thailand: Solche Tattoos bekommen bald nur noch Einheimische. (Foto: rtr)

Geht es nach thailändischen Gesetzeshütern, dürfen sich künftig nur noch Einheimische mit religiösen Motiven auf der Haut schmücken. Denn die Regierung fordert Tätowierer ihres Landes dazu auf, die Konterfeis von Buddha, Allah, Jesus und anderen Religionsfiguren aus ihren Katalogen zu entfernen.

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    Mode-Gag statt Glaubensbeweis

    Der thailändische Kulturminister Niphit Intharasombat vermutet, dass sich viele Touristen religiöse Tattoos nicht aus Glaubensgründen stechen lassen würden, sondern sich aus rein modischen Gründen für Motive wie Buddha oder Jesus entschieden. Nach Angaben der Tageszeitung Phuket Gazett wolle der Kultusminister verhindern, dass "Bilder, die in den verschiedenen Religionen geschätzt werden, auf Körper tätowiert werden".

    Religiöse Motive gesetzlich nicht strafbar

    Doch gesetzlich kann die Thailands Regierung es Urlaubern nicht verbieten, sich tätowieren zu lassen. Wasan Panich, Kommissionär für Menschenrechte, erläuterte im Gespräch mit der "Phuket Gazette", dass die "Verunglimpfung der thailändischen Nationalflagge oder anderer nationaler Ikonen" in Thailand zwar verboten sei, das Gesetz aber nichts über die Nutzung religiöser Symbole aussage. "Wenn Menschen Bilder von Buddha zum Beispiel auf Arme oder Brust tätowieren lassen, kann so etwas nicht verboten werden, denn es ist nicht beleidigend. Jeder kann derartige Tätowierungen tragen. Denn es ist ein Persönlichkeitsrecht, dies mit seinem Körper zu tun", betonte er.

      "Tattoo-Gesetz" in Planung

      Es sei das "Basisprinzip, die Rechte des Einzelnen zu respektieren, dabei jedoch nicht die Rechte oder den Glauben des anderen zu verletzen. Ein Ausländer, der sich einen Buddha auf den Knöchel tätowiert, könnte mit diesem Verhalten einen Buddhisten beleidigen", räumt der Kommissionär für Menschenrechte ein. Die heftige Debatte um religiöse Tattoos wurde ausgelöst, nachdem sich thailändische Bürger über verzierte Beine und Arme von Urlauber beschwert hatten. Kultusminister Intharasombat will nun ein Gesetz vorbereiten, das die Nutzung religiöser Symbole zu kommerziellen Nutzung generell untersagt.

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