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Wenn die Katastrophe nicht mehr aufzuhalten ist

  • Sonja Eichert
Von Sonja Eichert

Aktualisiert am 23.04.2021Lesedauer: 8 Min.
Zeitraffer zeigt erschreckende Zerstörung: So drastisch sind die Spuren von Ursachen und Folgen der Klimakrise auf der Erde. (Quelle: t-online)
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Joe Biden lädt zum Klimagipfel, rund 40 Staats- und Regierungschefs folgen ihm. Die Zeit drängt: Auf der ganzen Welt könnten Klimakatastrophen eintreten, wenn nicht bald gehandelt wird.

Auf Einladung von Joe Biden tagten am Donnerstag und Freitag rund 40 Staats- und Regierungschefs beim virtuellen Klimagipfel. Bereits im Voraus verk√ľndete der US-Pr√§sident ehrgeizigere Klimaschutzziele f√ľr sein Land und rief die Staatengemeinschaft auf, es ihm gleichzutun. Das Problem ist bekannt: Die aktuellen Ma√ünahmen reichen nicht aus, um das 1,5-Grad-Ziel des Pariser Klimaabkommens zu erreichen. Warum das aber so wichtig wird, zeigt sich beim Blick auf das, was Klimaforscher "Kippelemente" nennen: Erw√§rmt sich die Erde weiter, stehen der Menschheit unweigerlich etliche Katastrophen bevor.


Die dramatischen Folgen der Klimakrise

Die Erde heizt sich immer weiter auf. Die Veränderungen im globalen Klima haben Auswirkungen auf Menschen, Tieren und Pflanzen. Zehn Bilder zeigen die dramatischen Folgen der Klimakrise.
Eine der sichtbarsten Folgen der Klimakrise ist die Eisschmelze und diese hat wiederum Auswirkungen auf Eisb√§ren. Die Tiere m√ľssen schon jetzt l√§ngere Strecken schwimmen, um festes Eis zu finden, von dem aus sie Robben jagen k√∂nnen.
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Der renommierte britische Klimaforscher Tim Lenton prognostizierte im Jahr 2019 in der Zeitschrift "nature", mit den bisherigen Zusagen der Staaten werde sich die Erde wohl um mindestens drei Grad erwärmen. Dabei kann sich die Menschheit mehr als das Pariser Ziel von maximal zwei, besser noch 1,5 Grad, kaum leisten. Denn die Veränderung unseres Klimas geschieht nicht linear, es wird nicht einfach immer wärmer.

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16 Entwicklungen könnten kippen

Bestimmte Prozesse sind mit sogenannten Kipppunkten verbunden. Bereits leichte Ver√§nderungen, wie ein geringer Anstieg der Temperatur, k√∂nnen dazu f√ľhren, dass diese Schwellenwerte √ľberschritten werden. Ist das einmal passiert, "kippt" die Entwicklung und kann nicht mehr aufgehalten werden. Zudem h√§ngen die Prozesse zusammen ‚Äď das Kippen einer Entwicklung kann das Erreichen weiterer Kipppunkte nach sich ziehen. Es k√§me also zu einer Art Kettenreaktion der Katastrophen.

Das Potsdam-Institut f√ľr Klimafolgenforschung (Pik) listet derzeit 16 solcher Kippelemente ‚Äď einige von ihnen haben ihren Kipppunkt wohl schon √ľberschritten. Das sind die Szenarien, die das √úberschreiten der unterschiedlichen Kipppunkte nachziehen w√ľrde:

Das Eis schmilzt

In der Arktis, Gr√∂nland und der Antarktis schmilzt zunehmend das Eis. Das Problem: Eis und Schnee reflektieren durch ihre helle Farbe einen Gro√üteil der Sonnenw√§rme zur√ľck. Schmilzt nun das Eis, kommt darunter meist dunkler Untergrund zum Vorschein ‚Äď zum Beispiel Felsen oder das Meer. Aufgrund der dunkleren Farbe nehmen diese Untergr√ľnde jedoch mehr von der Sonnenw√§rme auf ‚Äď die Temperatur steigt, was die Eisschmelze wiederum beschleunigt. Klimaforscher sprechen von der "Eis-Albedo-R√ľckkopplung".

In der Arktis, also am Nordpol, schmilzt das Eis schon seit Jahren so schnell wie nie zuvor. Laut Pik ist damit zu rechnen, dass in etwa 80 Jahren die Arktis im Sommer komplett eisfrei sein k√∂nnte. Selbst wenn die Erderw√§rmung im Bereich von 1,5 bis zwei Grad Celsius bleibt, liegt die Wahrscheinlichkeit daf√ľr nach Berechnungen des Weltklimarats bei √ľber 50 Prozent. Durch die Eis-Albedo-R√ľckkopplung steigt im √§u√üersten Norden die Temperatur zudem fast doppelt so schnell wie im globalen Durchschnitt.

Auch der Eispanzer Gr√∂nlands hat in den letzten Jahren stark an Masse verloren. Die Eisschicht ist bis zu drei Kilometer hoch ‚Äď je mehr schmilzt, desto niedriger wird sie. Das ist ein Problem, denn √§hnlich wie in den Bergen ist die Lufttemperatur weiter oben k√§lter. Je mehr der Eispanzer also an H√∂he verliert, desto schneller schmilzt er. Einige Forscher gehen davon aus, dass hier der Kipppunkt schon bei einer Erw√§rmung von ein bis zwei Grad erreicht ist. Bis die Eisschmelze nicht mehr aufzuhalten ist, k√∂nnte es keine zehn Jahre mehr dauern. Taut das gesamte gr√∂nl√§ndische Eis, w√ľrde der Meeresspiegel um sieben Meter ansteigen.

Auch die Antarktis macht den Forschern Sorge. Vor allem das westantarktische Eisschild gilt als instabil: Ein Gro√üteil des Eises liegt hier unter Wasser auf dem Meeresboden auf. Durch Str√∂mungen kann warmes Wasser diese Auflagefl√§che untersp√ľlen ‚Äď sie beginnt, von unten zu schmelzen. Dadurch kann das Eisschild zerfallen.

Wäre dies in der Westantarktis der Fall, könnte der Meeresspiegel innerhalb einer Zeitspanne von wenigen Jahrhunderten bis zu einem Jahrtausend um bis zu drei Meter steigen. Es gibt in der Amundsen-See Hinweise darauf, dass dieser Prozess bereits begonnen hat.

Eisberge am Pine-Island-Gletscher: Hier k√∂nnte der Kipppunkt schon √ľberschritten sein (Archivbild).
Eisberge am Pine-Island-Gletscher: Hier k√∂nnte der Kipppunkt schon √ľberschritten sein (Archivbild). (Quelle: NASA Earth Observatory/Lauren Dauphin/Reuters-bilder)

Gute Nachrichten gibt es (noch) aus der Ostantarktis: Hier scheint das Eisschild noch stabil zu sein, der Kipppunkt noch nicht erreicht. Doch dieser k√∂nnte bei zwei bis drei Grad Erderw√§rmung eintreten ‚Äď Folge w√§re ein Anstieg des Meeresspiegels um drei bis vier Meter.

Die Wälder sterben

Der Amazonas-Regenwald in S√ľdamerika speichert riesige Mengen an Kohlendioxid. Der Regen dort entsteht durch den Wald selbst: Das von den B√§umen verdunstete Wasser bildet die Niederschl√§ge. Doch durch die Erderw√§rmung, Br√§nde und die zunehmende Abholzung wird dieses System gest√∂rt, es wird immer trockener. Bis die Auswirkungen sichtbar werden, k√∂nnte es allerdings noch Jahrzehnte dauern. Entstehen k√∂nnte dann ein saisonaler Wald, der mit der Trockenheit besser zurechtkommt, oder sogar eine Graslandschaft.

Doch Forscher warnen: Schon im Jahr 2019 hatte der Wald im Vergleich zu 1970 17 Prozent seiner Fl√§che verloren. Der Kipppunkt wird zwischen 20 und 40 Prozent vermutet. Und bereits jetzt f√§llt in 40 Prozent des Amazonas so wenig Regen, wie es auch in der Savanne √ľblich ist, Teile der Baumbest√§nde sterben aufgrund der Trockenheit.

Abholzung im Amazonas: Durch das Verschwinden der Bäume regnet es immer weniger (Archivbild).
Abholzung im Amazonas: Durch das Verschwinden der Bäume regnet es immer weniger (Archivbild). (Quelle: Ueslei Marcelino/Reuters-bilder)

Doch nicht nur der Regenwald ist in Gefahr: Auch die borealen W√§lder, die Nadelw√§lder im Norden, sind zunehmenden Belastungen ausgesetzt. Die Erderw√§rmung sorgt f√ľr mehr Sch√§dlingsbefall, Feuer und St√ľrme. Gleichzeitig herrscht auch hier immer mehr Wassermangel, weswegen sich die W√§lder schlechter regenerieren k√∂nnen. Auch sie drohen von Busch- und Graslandschaften verdr√§ngt zu werden, vor allem an ihrer s√ľdlichen Grenze. Das w√ľrde riesige Mengen an Kohlendioxid freisetzen, was die Erderw√§rmung weiter antreiben w√ľrde.

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Die zunehmende Anfälligkeit der nordischen Wälder wurde in den vergangenen Jahren bereits sichtbar: Zum Beispiel in Kanada oder Russland kam es häufiger zu Waldbränden.

Waldbrand in Sibirien: In der Region Krasnojarsk brannte es im Jahr 2018 (Archivbild).
Waldbrand in Sibirien: In der Region Krasnojarsk brannte es im Jahr 2018 (Archivbild). (Quelle: Ilya Naymushin/Reuters-bilder)

Der ewig gefrorene Boden taut

In Sibirien und Nordamerika gibt es Regionen, in denen der Boden seit Jahrhunderten oder Jahrtausenden gefroren ist. Diese sogenannten Permafrostb√∂den sind einer der gr√∂√üten Kohlenstoffdioxid- und Methanspeicher der Erde. Tauen die B√∂den auf, w√ľrden riesige Mengen davon freigesetzt. Der eingelagerte Kohlenstoff stammt von tierischem und pflanzlichem Material, welches seit der letzten Eiszeit dort gelagert ist. Taut es auf, wird es von Mikroorganismen zersetzt, wobei W√§rme entsteht ‚Äď dadurch wird das Auftauen weiter beschleunigt. Au√üerdem werden so immer neue Schichten des Bodens freigelegt und den Tauprozessen ausgesetzt.

Noch ein zusätzlicher Antreiber: Die schnelle Erwärmung im Norden durch das schmelzende Eis der Arktis. So entsteht ein nicht kontrollierbarer Kreislauf aus Erwärmung und Freisetzung von Kohlenstoffdioxid, welches die Erwärmung weiter antreibt.

Dieser Kreislauf scheint bereits begonnen zu haben: Zwischen 1990 und 2016 hat sich der Permafrostboden bereits um vier Grad erwärmt. Bei einer Erderwärmung von 1,5 bis zwei Grad rechnet der Weltklimarat damit, dass rund ein Drittel bis die Hälfte der weltweiten Permafrostböden tauen wird.

Die Ozeane speichern nicht mehr

Die Weltmeere sind ein weiterer Hauptspeicher von Kohlendioxid und Methan. Die sogenannte "marine Kohlenstoffpumpe" entzieht der Atmosph√§re bisher rund 40 Prozent der menschlichen CO2-Emissionen. Algen verwenden den Kohlenstoff als N√§hrstoff. Sterben sie, sinken sie und damit der Kohlenstoff zum Meeresboden, wo sie als Sedimente verbleiben. Doch diese Pumpe k√∂nnte bald nicht mehr funktionieren. Je mehr Kohlenstoffdioxid mit dem Meereswasser reagiert, desto saurer wird der Ozean. Zusammen mit der Erw√§rmung und der immer h√§ufigeren Sauerstoffarmut wird das zum Problem f√ľr das √Ėkosystem ‚Äď und somit auch f√ľr die Algen.

Seegras: Das Unterwasser-Gewächs kann doppelt so viel Kohlenstoffdioxid speichern wie die gleiche Fläche Wald (Archivbild).
Seegras: Das Unterwasser-Gewächs kann doppelt so viel Kohlenstoffdioxid speichern wie die gleiche Fläche Wald (Archivbild). (Quelle: Tommy Trenchard/Greenpeace/Reuters-bilder)

Ein zweites Problem ist die Freisetzung von Methan. In gefrorenem Meeresboden ist Methan im Eis eingeschlossen. Dieses sogenannte Methanhydrat wird bereits seit Jahrtausenden langsam freigesetzt. Je schneller sich der Ozean jedoch erw√§rmt, desto schneller taut das Eis mitsamt dem Methan. Je mehr Methan freigesetzt wird, desto schneller wird die Erderw√§rmung vorangetrieben. Da Methan in der Atmosph√§re innerhalb k√ľrzester Zeit zu Kohlenstoffdioxid umgewandelt wird, gilt es als eines der klimasch√§dlichsten Gase.

Die Korallen werden blass

Korallenriffe sind empfindlich: Die Versauerung der Meere und vor allem die Temperatur√§nderung schaden ihnen. Schon seit Jahren verlieren die bekannten Riffe an Farbe ‚Äď die sogenannte "Korallenbleiche". Ausgel√∂st durch w√§rmeres Wasser sto√üen die Korallenpolypen die in ihnen lebenden, farbenfrohen Algen ab und sterben. Bei einer Erderw√§rmung von zwei Grad sind wohl 99 Prozent der Korallen verloren, sch√§tzen Forscher. Selbst wenn es gelingt, die 1,5-Grad-Marke einzuhalten, w√ľrden wohl nur 10 bis 30 Prozent der weltweiten Riffe √ľberleben.

Taucher am Great Barrier Reef: Der Großteil der Korallen könnte nicht mehr zu retten sein (Archivbild).
Taucher am Great Barrier Reef: Der Großteil der Korallen könnte nicht mehr zu retten sein (Archivbild). (Quelle: Cavan Images/imago-images-bilder)

Der Golfstrom wird schwächer

Eine riesige Meeresstr√∂mung im Atlantik sorgt f√ľr das milde Klima bei uns in Europa: der Golfstrom. Warmes Wasser an der Oberfl√§che wird nach Norden transportiert, wo es abk√ľhlt. Da kaltes Wasser schwerer ist als warmes, sinkt es ab und str√∂mt in der Tiefe zur√ľck in den S√ľden. Doch die Eisschmelze in der Arktis und Gr√∂nland greift dieses Prinzip an. Das dadurch freigesetzte S√ľ√üwasser ist leichter als Salzwasser. Deswegen sinkt das kalte Wasser nicht mehr so stark ab, der Golfstrom verliert an Kraft.

Bereits jetzt ist der Golfstrom 15 Prozent schw√§cher als Mitte des Zwanzigsten Jahrhunderts. Das wirkt sich nicht nur auf das Wetter aus, sondern auch auf die √Ėkosysteme im Atlantik und auf den Meeresspiegel an der Ostk√ľste der USA. Er w√ľrde wohl um bis zu einen Meter ansteigen, sollte der Golfstrom versiegen.

El Ni√Īo kommt √∂fter

Im Pazifik beeinflusst ein anderes Ph√§nomen das Wetter: Normalerweise treibt der Wind vor S√ľdamerika kaltes Wasser aus der Tiefe an die Wasseroberfl√§che. Dort erw√§rmt es sich und str√∂mt vom Wind angetrieben nach S√ľdostasien. Etwa alle zwei bis sieben Jahre kehrt sich die Str√∂mung durch geringere Winde jedoch um. Dieses Ph√§nomen nennt sich El Ni√Īo ‚Äď das Christuskind, weil es meist um die Weihnachtszeit auftritt. Durch die Erderw√§rmung kann es jedoch h√§ufiger werden und so √∂fter f√ľr D√ľrren in Australien und S√ľdostasien und √úberflutungen in Amerika sorgen.

D√ľrre in Somalia: Wegen des Ph√§nomens El Ni√Īo regnet es am Horn von Afrika mehr, weiter im S√ľden ist es trockener als √ľblich (Archivbild).
D√ľrre in Somalia: Wegen des Ph√§nomens El Ni√Īo regnet es am Horn von Afrika mehr, weiter im S√ľden ist es trockener als √ľblich (Archivbild). (Quelle: Feisal Omar/Reuters-bilder)

Der Monsun verändert sich

Indien ist auf den Monsun angewiesen: Fast der komplette Regen des Landes fällt in der von ihm verursachten Regenzeit. Dabei trifft feuchte, kalte Meeresluft auf das Land. Die Feuchtigkeit wird zu Regen und die Luft erwärmt sich. Diese warme Luft steigt auf und zieht so die kältere Meeresluft hinter sich her.

Durch die Klimakrise, ver√§nderte Landschaften und Luftverschmutzung wird dieses sensible System jedoch gest√∂rt: Es k√∂nnte eine Art Pendelbewegung entstehen, bei der sich starke und schw√§chere Monsunregen abwechseln. In der Folge k√∂nnte Indien abwechselnd von D√ľrren und Flutkatastrophen heimgesucht werden.

√úberschwemmung in Mumbai: Fluten und D√ľrren k√∂nnten in Indien und Nachbarl√§ndern h√§ufiger auftreten (Archivbild).
√úberschwemmung in Mumbai: Fluten und D√ľrren k√∂nnten in Indien und Nachbarl√§ndern h√§ufiger auftreten (Archivbild). (Quelle: Francis Mascarenhas/Reuters-bilder)

Auch in Westafrika gibt es einen Monsun und auch hier k√∂nnte er sich ver√§ndern. Forscher rechnen damit, dass er sich nach Norden in Richtung der Sahelzone verlagern k√∂nnte, also gro√üe Mengen Regen in die Region s√ľdlich der Sahara bringen k√∂nnte. Diese k√∂nnte ergr√ľnen ‚Äď was aber nicht nur positive Folgen h√§tte. Denn W√ľstenstaub aus der Sahelzone gelangt √ľber St√ľrme zum Beispiel bis in die Karibik oder den Amazonas, wo so Korallenriffe und der Regenwald mit N√§hrstoffen versorgt werden ‚Äď ohne W√ľste w√§re das nicht mehr m√∂glich.

Nordamerika wird immer trockener

Im Norden Mexikos und im S√ľden der USA ist das Klima trocken. Doch diese Trockenzone breitet sich immer weiter aus, bereits jetzt regnet es im S√ľdwesten der USA immer weniger. Das sieht man zum Beispiel in Kalifornien: In den letzten Jahren gab es hier immer wieder verheerende Waldbr√§nde. Forscher glauben, dass es auch hier einen Kipppunkt geben k√∂nnte. W√ľrde dieser √ľberschritten, h√§tten die USA wohl mit gro√üer Trockenheit zu k√§mpfen.

Feuerwehrmann in Kalifornien im Oktober: Immer wieder gab es in den letzten Jahren verheerende Waldbrände in dem Bundesstaat (Archivbild).
Feuerwehrmann in Kalifornien im Oktober: Immer wieder gab es in den letzten Jahren verheerende Waldbrände in dem Bundesstaat (Archivbild). (Quelle: Ringo Chiu/Reuters-bilder)

Das Wetter wandert nicht mehr

√úber den mittleren Breiten der Nordhalbkugel, also auch √ľber Mitteleuropa, befindet sich eine Luftstr√∂mung, die unser Wetter ma√ügeblich beeinflusst: Der Jetstream. Er trennt die kalte Luft aus der Arktis von der w√§rmeren in s√ľdlicheren Breiten. Dieser Luftstrom bewegt sich in Wellen Richtung Osten um die Erde. Dadurch verschieben sich die Luftmassen, die uns bekannten Tief- und Hochdruckgebiete ziehen √ľber uns hinweg.

Die Bewegung des Jetstreams scheint jedoch immer langsamer zu werden. Bewegt er sich irgendwann gar nicht mehr, w√ľrden Wetterlagen wochenlang nicht weiterziehen. Das k√∂nnte auch bei uns zu Hitze- oder K√§ltewellen, D√ľrren oder √úberschwemmungen f√ľhren.

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Tim Lenton und seine Kollegen richteten 2019 einen Appell an die Staatschefs der Welt: Handelt jetzt, dem Planeten rennt die Zeit davon. Joe Biden scheint ihn geh√∂rt zu haben: "Die Kosten des Nichtstuns werden immer h√∂her. Wir m√ľssen uns bewegen", sagte er am Donnerstag. Einige L√§nder zogen nach, darunter unter anderen Kanada und Brasilien. Die EU hatte bereits am Mittwoch ehrgeizigere Ziele verk√ľndet. Ob das reicht, wird die Zukunft zeigen.

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