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Bundesbank-Chef wäre bereit: Wird ein Deutscher der neue Mister Euro?

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Bundesbank-Chef wäre bereit  

Wird dieser Deutsche der neue Mister Euro?

19.05.2018, 13:16 Uhr | dpa

Bundesbank-Chef wäre bereit: Wird ein Deutscher der neue Mister Euro?. Jens Weidmann: Der Präsident der Deutschen Bundesbank wäre wohl bereit, Nachfolger Mario Draghis zu werden.  (Quelle: dpa/Arne Dedert)

Jens Weidmann: Der Präsident der Deutschen Bundesbank wäre wohl bereit, Nachfolger Mario Draghis zu werden. (Quelle: Arne Dedert/dpa)

Gesucht wird: ein Nachfolger für EZB-Präsident Draghi. Bundesbank-Chef Weidmann wäre bereit, sagte er jetzt. Seine Geldpolitik würde sicher anders aussehen als die des Italieners.

Bundesbankpräsident Jens Weidmann hat seine Bereitschaft signalisiert, im Herbst kommenden Jahres die Nachfolge von Mario Draghi an der Spitze der Europäischen Zentralbank (EZB) anzutreten. "Ich denke, jedes Mitglied im EZB-Rat sollte den Gestaltungswillen mitbringen, auch in einer anderen Rolle an der Geldpolitik mitzuwirken", sagte Weidmann den Zeitungen der Funke Mediengruppe und der französischen Zeitung "Ouest-France" auf die Frage, ob er für das Amt bereitstehe.

Er würde wohl andere Akzente setzen als Draghi. Weidmann, der Mitglied im EZB-Rat ist, gilt als Kritiker der lockeren Geldpolitik, die in Deutschland heftig umstritten ist: Sparer würden enteignet, Deutschland bezahle indirekt die Rettung überschuldeter Staaten und maroder Banken in Südeuropa.

Weidmann will Geldpolitik wieder "in vertrauteres Terrain" führen

Weidmann bedauerte in dem Interview jedoch, dass die Nachfolge-Diskussion so früh begonnen habe. Auf die Frage, vor welchen Herausforderungen der neue EZB-Präsident stehe, sagte er: "Es geht jetzt nicht mehr darum, auf die Krise zu reagieren, sondern die Geldpolitik wieder zurück in vertrauteres Terrain zu führen und die geldpolitische Strategie für die Zukunft abzustecken."

Weidmann sprach sich für eine Beendigung der umstrittenen Ankäufe von Staatsanleihen durch die EZB bis zum Jahresende aus. "Die Anleihekäufe werden zwar noch bis mindestens September weitergehen, das hat der EZB-Rat so beschlossen. Die Märkte rechnen aber damit, dass die Ankäufe nicht über das Jahresende hinaus fortgeführt werden." Er halte es für vernünftig, bald für Klarheit zu sorgen und ein Enddatum anzukündigen.

Chancen für Weidmann stehen nicht schlecht

Schon länger gilt der Bundesbankpräsident als Anwärter für die Nachfolge von Draghi an der Spitze der EZB. Die Diskussion hatte Fahrt aufgenommen, als die EU-Staats- und Regierungschefs im März den bisherigen spanischen Wirtschaftsminister Luis de Guindos zum Vizepräsidenten der Zentralbank ernannt hatten. Beobachter gehen davon aus, dass dies im austarierten europäischen Proporzsystem die Chancen für Weidmann auf den Chefposten erhöht hat.

Es spricht einiges für den 50-Jährigen: Er hat als Ökonom und Geldpolitiker einen hervorragenden Ruf, ist als ehemaliger Wirtschaftsberater von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) politisch gut vernetzt. Und: Als einziges großes Euroland stellte Deutschland noch nie den EZB-Präsidenten.

Viele meinen, es sei einfach an der Zeit, dass nach einem Niederländer (Wim Duisenberg/1998–2003), einem Franzosen (Jean-Claude Trichet/2003–2011) und einem Italiener (Mario Draghi/seit November 2011) ein Vertreter der größten Volkswirtschaft Europas einen der wichtigsten Posten auf dem Kontinent übernimmt.

Verwendete Quellen:
  • dpa

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