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Italiens Kurs spaltet: Flüchtlingsschiff "Aquarius" soll weiter nach Spanien

Italiener bieten Transporthilfe an  

Lösung für Flüchtlingsschiff "Aquarius" in Sicht

13.06.2018, 07:57 Uhr | AFP

Italiens Kurs spaltet: Flüchtlingsschiff "Aquarius" soll weiter nach Spanien. Das Rettungsschiff "Aquarius" hat in den letzten Wochen zahlreiche Flüchtlinge aus dem Mittelmeer gerettet. Nun ist unklar, wo es mit den Menschen anlegen darf.  (Quelle: AP/dpa/Darko Bandic)

Das Rettungsschiff "Aquarius" hat in den letzten Wochen zahlreiche Flüchtlinge aus dem Mittelmeer gerettet. Nun ist unklar, wo es mit den Menschen anlegen darf. (Quelle: Darko Bandic/AP/dpa)

Italien und Malta drohten der "Aquarius" mit einer Hafensperre, jetzt sollen das Rettungsboot mit  600 Flüchtlingen an Bord nach Spanien fahren. Dabei wollen zwei Länder helfen. 

Die seit dem Wochenende auf einem Schiff im Mittelmeer ausharrenden 629 Flüchtlingen sollen nach Angaben der Hilfsorganisation SOS Méditerranée nun von italienischen Schiffen nach Spanien gebracht werden. Die Seenotrettungsleitstelle in Rom habe entschieden, die Flüchtlinge auf italienischen Schiffen in den Hafen von Valencia zu bringen, erklärte die Hilfsorganisation am Dienstag. Vor dem Umsteigen sollen sie noch mit Vorräten versorgt werden.

Spanien hatte sich am Montag zur Aufnahme der Flüchtlinge bereit erklärt, nachdem Italien und Malta sich geweigert hatten - angesichts der Lage an Bord und der weiten Strecke war aber unklar geblieben, ob die Besatzung der "Aquarius" Kurs auf Spanien nehmen würde. Für die rund 1300 Kilometer bis Valencia im Osten Spaniens bräuchte das Schiff Schätzungen zufolge mindestens vier Tage.

Mit italienischen Schiffen nach Spanien  

Nach Angaben von SOS Méditerranée sollen die Flüchtlinge auf der "Aquarius" nun zunächst von einem italienischen Schiff mit neuen Vorräten versorgt werden. Später sollten sie nach dem Plan der Seenotrettungsleitstelle dann auf italienische Schiffe umsteigen und "gemeinsam" mit der "Aquarius" Kurs auf Spanien nehmen.

Italien und Malta streiten seit Tagen über die Aufnahme von Migranten. Beide Länder sahen am Wochenende jeweils die andere Seite in der Verantwortung und blieben trotz internationalen Drucks unnachgiebig.

Auch Korsika zeigt sich Hilfsbereit

Kurz vor der Ankündigung von SOS Méditerranée hatte auch die Regionalregierung von Korsika angeboten, die 629 Flüchtlingen aufzunehmen. Angesichts de Notlage, des schlechten Wetters und der zu weit entfernten spanischen Küste schlage Korsika vor, das Schiff "Aquarius" in einem korsischen Hafen aufzunehmen, erklärte der Chef der korsischen Regionalregierung, Gilles Simeoni, im Kurzbotschaftendienst Twitter.

Auch der Präsident des korsischen Regionalparlaments, Jean-Guy Talamoni, bot eine Aufnahme des Schiffes auf Korsika an: Europa müsse sich in dieser humanitären Frage "solidarisch" zeigen, erklärte der Politiker vom nationalistischen Bündnis Pè a Corsica (Für Korsika). Angesichts des Standorts des Schiffes vor der Küste Maltas und der Notlage an Bord sei es für ihn "natürlich", einen korsischen Hafen für die Notleidenden zu öffnen.

Hundert Minderjährige und sieben Schwangere an Bord

Die französischen Behörden haben sich bisher nicht in den Streit um das Schiff eingeschaltet. Malta hatte das Schiff am Montagabend zumindest mit frischen Vorräten versorgt.

Die 629 Migranten waren bei verschiedenen Rettungsaktionen von SOS Méditerranée auf der "Aquarius" aufgenommen worden. Der Hilfsorganisation zufolge sind auch 123 unbegleitete Minderjährige, elf kleine Kinder sowie sieben schwangere Frauen an Bord.

Verwendete Quellen:
  • afp

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