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US-Sanktionen gegen Iran: EU wagt die Konfrontation mit Trump

US-Sanktionen gegen Iran  

EU wagt die Konfrontation mit Trump

25.09.2018, 08:47 Uhr | AFP, pdi

Der Atomstreit und das Abkommen mit dem Iran (Quelle: Imago)
Der Atomstreit und das Abkommen mit dem Iran

Der lange Streit über Irans Atomprogramms scheint 2015 ein Ende zu haben: US-Präsident Barack Obama schließt nach langem Ringen einen Deal – doch sein Nachfolger Donald Trump kündigt ihn nach anderthalb Jahren im Amt wieder auf. Einige Länder wollen aber weiterhin an dem Deal festhalten, auch ohne die USA. Doch warum wird das Atomabkommen überhaupt so kontrovers diskutiert und worum geht es im Atomstreit mit dem Iran eigentlich? - T-Online.de erklärt.

Atomstreit zwischen USA und Iran: Darum geht es im Abkommen, darum kündigte Trump es auf. (Quelle: t-online.de)


Die EU möchte die US-Sanktionen gegen den Iran umgehen. Europäische Unternehmen sollen in Zukunft weiter Iran-Geschäfte tätigen können. Die Pläne dürften dem US-Präsidenten nicht gefallen.

Die EU will mittels einer neuen Finanzinstitution von den USA verhängte Sanktionen gegen den Iran umgehen. Das kündigte die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini in Montag in New York nach einem Treffen von Unterzeichnern des Atomabkommens von 2015 mit dem Iran an.

Nach ihren Angaben soll eine Zweckgesellschaft - ein sogenanntes Special Purpose Vehicle (SPV) - für "legitime finanzielle Transaktionen" mit dem Iran gegründet werden. Dies solle es europäischen Unternehmen ermöglichen, ihre Geschäfte mit dem Land fortzusetzen, sagte Mogherini.

US-Präsident Donald Trump hatte das Abkommen zur Begrenzung des iranischen Nuklearprogramms im Mai einseitig aufgekündigt, weil er es für unzureichend hält. Er setzte damit auch frühere Wirtschaftssanktionen gegen das Land wieder in Kraft. Weitere Sanktionen sollen im November folgen.

Sanktionen treffen auch europäische Unternehmen

Die Strafmaßnahmen zielen auch gegen Unternehmen aus Drittstaaten, die weiter mit dem Iran Geschäfte machen. Viele europäische Unternehmen sind betroffen. Mogherini sagte nun, dass mit der Gründung einer Zweckgesellschaft zur Fortsetzung der Iran-Geschäfte das Atomabkommen gerettet werden solle. Dies sei im "internationalen Interesse".

Zweck des SPV soll es sein, abseits der üblichen Finanzkanäle Zahlungen für Geschäfte europäischer Firmen mit Teheran abzuwickeln. Dadurch soll vermieden werden, dass Banken, die bisher solche Transaktionen abwickeln, selbst Ziel der US-Sanktionen werden.Die EU will mittels einer neuen Finanzinstitution von den USA verhängte Sanktionen gegen den Iran umgehen. Das kündigte die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini in Montag in New York nach einem Treffen von Unterzeichnern des Atomabkommens von 2015 mit dem Iran an.

Nach ihren Angaben soll eine Zweckgesellschaft - ein sogenanntes Special Purpose Vehicle (SPV) - für "legitime finanzielle Transaktionen" mit dem Iran gegründet werden. Dies solle es europäischen Unternehmen ermöglichen, ihre Geschäfte mit dem Land fortzusetzen, sagte Mogherini.

Verwendete Quellen:
  • dpa

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