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"Zum Brexit kann ich nur sagen: Well done!"

Von Charlotte Janus

Aktualisiert am 31.01.2020Lesedauer: 3 Min.
Ein Brexit-Anh├Ąnger feiert in London den letzten Tag der EU-Mitgliedschaft Gro├čbritanniens: Die t-online.de-Leser bewerten das historische Ereignis unterschiedlich.
Ein Brexit-Anh├Ąnger feiert in London den letzten Tag der EU-Mitgliedschaft Gro├čbritanniens: Die t-online.de-Leser bewerten das historische Ereignis unterschiedlich. (Quelle: Han Yan/XinHua/dpa-bilder)
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Es ist vorbei. Die Briten verlassen die EU. Ist das ein Tag der Trauer oder eher der Freude? Das sagen die t-online.de-Leser.

Die Briten stimmten in ihrem Referendum nur knapp daf├╝r, die Europ├Ąische Union zu verlassen. Dennoch zieht die britische Regierung den Brexit durch. In der Nacht zum Samstag verl├Ąsst Gro├čbritannien die EU.


Presseschau zum Brexit: "Dreieinhalb Jahre Qual gehen zu Ende"

Mehr als dreieinhalb Jahre nach dem Brexit-Votum der Briten wird Gro├čbritannien am Freitag um Mitternacht die Europ├Ąische Union verlassen. Das Land war mehr als 47 Jahre lang Mitglied in der Staatengemeinschaft und ihren Vorg├Ąngerorganisationen. Diese ├ära geht nun zu Ende.
"The Times" (England): "Gro├čbritannien hat eine Chance, die Dinge anders zu machen und sein Wirtschaftsmodell so anzupassen, dass es f├╝r das gesamte Land besser funktioniert. (...) Gro├čbritannien kann zudem eine Handelspolitik entwickeln, die eigenen Interessen den Vorrang gibt. Und sollte das alles schiefgehen, werden unsere Politiker niemals wieder in der Lage sein, der EU daf├╝r die Schuld zu geben. Das ist allein schon ein Segen."
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Das Land war von Beginn an gespalten in der Frage: gehen oder bleiben? Die Ansichten waren unterschiedlich. Gleiches gilt schon lange auch f├╝r die Leser von t-online.de. Wie sieht die Gef├╝hlslage am Tag des britischen Abschieds aus? Das haben wir die Leser in unserer Leserdebatte gefragt.

Leser unicum schreibt im Kommentarbereich, wie sich der Brexit seiner Meinung nach auf Gro├čbritannien auswirken wird: "Ich denke Boris Johnson hat jetzt erstmal ein gro├čes Problem zu l├Âsen. Er muss das Land wieder einen. Die Anzahl der Brexit-Gegner war nicht unerheblich."

Der Verlust eines langj├Ąhrigen Partners?

Einige Leser h├Ąngen an der britischen Partnerschaft in der EU, auch wenn sie die Zusammenarbeit zum Teil als anstengend empfunden haben. Leser Reflektor schreibt in diesem Sinne: "Die st├Ąndigen Extraw├╝rste der Briten waren ja tats├Ąchlich ziemlich nervig. Aber der Traum von einem ÔÇô irgendwann einmal ÔÇô geeinten Europa war es Wert das auszuhalten."

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Doch es ist lediglich eine Minderheit der Kommentatoren, die den Verlust aktuell noch wirklich bedauern. Der Grundtenor lautet, wie soisset es formuliert: "Jedem Tierchen sein Pl├Ąsierchen! Die Briten m├╝ssen wissen, was sie tun." Sie haben sich entschieden, dann sollen sie auch gehen.

Auch Leser Tomdemkra sieht das so: "F├╝r die EU besser ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende. F├╝r die Briten beginnt nun ein Weg mit Steinen. (...) Die EU muss aber auch lernen, gemeinsam und abgestimmt die Zukunft anzupacken: Damit Europa zusammenw├Ąchst und weniger Begr├╝ndung daf├╝r liefert, dass sich B├╝rger und einzelne Mitgliedstaaten vern├╝nftig behandelt f├╝hlen."

Sorgen ├╝ber die Folgen des Brexit

Inhaltlich stehen f├╝r die Leser die wirtschaftlichen Aspekte des Brexit im Vordergrund. kutterkaeptn f├╝rchtet negative Auswirkungen f├╝r Konsumenten: "Ein Problem an der Sache: Der gegenseitige Warenaustausch wird nun f├╝r den Endverbraucher vermutlich durch Z├Âlle und andere Beschr├Ąnkung teurer werden. Ob das im Sinne der Brexit-Erfinder ist?" Andere Leser, wie Rebib, machen sich Gedanken dar├╝ber, wie sich der Brexit wirtschaftlich f├╝r die Briten und die EU auswirken wird. "Man kann nur hoffen f├╝r die EU und deren Mitgliedstaaten, dass der Brexit den Engl├Ąndern keinen wirtschaftlichen Erfolg bringt, sondern das Gegenteil. Ansonsten hat die EU keinerlei Daseinsberechtigung mehr."

Die Einstellung der EU gegen├╝ber ist entscheidend

Die Europakritiker unter den Kommentatoren begr├╝├čen den Austritt der Briten. Sie gratulieren zu der aus ihrer Sicht guten Entscheidung. So schreibt ein Leser: "Zum Brexit kann ich nur sagen: Well done!" Einige w├╝nschen sich gar, dass Deutschland es den Briten gleich tut. BVB-Fan schreibt entsprechend: "Ich w├╝nschte mir, wir Deutschen w├╝rden aus der EU austreten (...). Die Briten werden es meistern, wenn es auch anfangs leichte Probleme geben wird. Deutschland ist in der EU nur der Zahlmeister f├╝r andere EU L├Ąnder. Das muss endlich aufh├Âren."

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So unterschiedlich die Meinungen und Empfindungen am Brexit-Tag sind. Einig sind sich die Leser darin, dass es sich beim Brexit um einen gro├čen Einschnitt handelt, dessen tats├Ąchliche Auswirkungen sich erst in der Zukunft zeigen werden.

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