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Bundespräsident Steinmeier kritisiert EU-Flüchtlingspolitik bei Papstaudienz

Nach Besuch im Vatikan  

Steinmeier kritisiert Flüchtlingspolitik der EU

25.10.2021, 14:13 Uhr | dpa

Bundespräsident Steinmeier kritisiert EU-Flüchtlingspolitik bei Papstaudienz. Papst Franziskus und Steinmeier (von links nach rechts): Der Bundespräsident ist zu Besuch beim Oberhaupt der katholischen Kirche. (Quelle: dpa/Divisione Produzione Fotografica/Vatikan)

Papst Franziskus und Steinmeier (von links nach rechts): Der Bundespräsident ist zu Besuch beim Oberhaupt der katholischen Kirche. (Quelle: Divisione Produzione Fotografica/Vatikan/dpa)

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zieht Bilanz zur Flüchtlingspolitik nach seiner Privataudienz mit Papst Franziskus. Seine Vorwürfe richtet er klar nach Brüssel. 

Frank-Walter Steinmeier hat nach seinem Besuch im Vatikan die Flüchtlingspolitik der EU kritisiert. Er bedaure es sehr, dass in der Vergangenheit in Europa kein gemeinsamer Weg in der Flüchtlingspolitik gefunden worden sei, sagte der 65-jährige Bundespräsident am Montag nach seiner Privataudienz bei Papst Franziskus. "Die Folgen davon sehen wir jetzt am unabgestimmten Verhalten innerhalb der Europäischen Union."

Verhalten der belarussischen Führung nicht tragbar

Der Papst habe sich erkundigt, wie sich die aktuellen Flüchtlingsbewegungen aus Belarus auf Deutschland auswirkten, sagte Steinmeier. Er und der Papst hätten Einigkeit bekundet, dass das Verhalten der belarussischen Führung, Menschen aus dem Nahen Osten zu holen und sie an unterschiedliche Grenzen zu schicken, nicht zu billigen sei.

Zuvor hatte Papst Franziskus ihn und seine Frau Elke Büdenbender für eine knappe Stunde zu einer Privataudienz im Apostolischen Palast empfangen. Anschließend sprach Steinmeier mit Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin. Für Steinmeier stand am Montag noch ein Besuch beim Souveränen Malteserorden in Rom an. Dort wolle er unter anderem darüber sprechen, wie Politik und humanitäre Organisationen noch besser zusammenarbeiten könnten.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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