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Shireen Abu Akle: Tödlicher Schuss auf Journalistin war vorsätzlich


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Tödlicher Schuss auf Abu Akle wurde vorsätzlich abgegeben

Von t-online, dpa, lib

Aktualisiert am 23.09.2022Lesedauer: 2 Min.
Schirin Abu Akle war seit mehr als 20 Jahren für Al-Dschasira im Einsatz.
Die Journalistin Schirin Abu Akle arbeitete mehr als 20 Jahre lang für Al-Dschasira: Am 11. Mai wurde sie bei einem Einsatz getötet. (Quelle: Uncredited/dpa)
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Der Tod der Reporterin hatte international Bestürzen ausgelöst. Eine neue Untersuchung widerspricht nun offiziellen israelischen Erkenntnissen.

Eine neue Untersuchung der Recherchegruppe "Forensic Architecture" legt nahe, dass die prominente Reporterin des arabischen Fernsehsenders Al-Dschasira, Schirin Abu Akle, vorsätzlich durch einen israelischen Scharfschützen getötet wurde – obwohl sie deutlich als Journalistin zu erkennen gewesen war.

Das steht im Widerspruch zu offiziellen Angaben aus Israel: Das Ergebnis interner Untersuchungen habe zwar ergeben, dass die Schüsse, welche Abu Akle am Ende töteten, "sehr wahrscheinlich" vom israelischen Militär abgegeben wurden, so ein hochrangiger Vertreter der Armee Anfang September. Dies sei jedoch "versehentlich" geschehen. Die Reporterin sei zu keinem Zeitpunkt als Journalistin identifiziert worden.

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Abu Akle war während eines israelischen Militäreinsatzes im besetzten Westjordanland durch Schüsse getötet worden. Ihr Tod hatte international für Bestürzung gesorgt. Zuvor hatte es nach Angaben des israelischen Militärs ein heftiges Feuergefecht mit Dutzenden militanten Palästinensern während einer israelischen Razzia in der Stadt Dschenin gegeben.

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Israel leitet keine strafrechtlichen Ermittlungen ein

Nach israelischen Angaben seien die Schüsse nach Abschluss der Untersuchungen nicht eindeutig zuzuordnen gewesen. Strafrechtliche Ermittlungen sollen nicht eingeleitet werden – die Generalstaatsanwaltschaft des Militärs teilte mit, es gebe keinen Verdacht auf eine Straftat.

Auch eine Untersuchung in den USA war bereits zuvor zu dem Ergebnis gekommen, dass die tödliche Kugel zwar vom israelischen Militär abgefeuert, Abu Akle jedoch nicht absichtlich erschossen worden sei.

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Trauerfeier für Abu Akle: Die Generalstaatsanwaltschaft des Militärs sieht keinen Verdacht auf eine Straftat. (Quelle: IMAGO/Eyad Jadallah)

An diesem offiziellen Ergebnis lassen die Untersuchungen von "Forensic Architecture" nun erhebliche Zweifel aufkommen. Die Experten des Teams, das an der renommierten Londoner Goldsmiths-Universität ansässig ist, haben den Vorfall mithilfe von unter anderem Videoaufnahmen, Zeugenaussagen und einer Technik namens Geolocating minutiös rekonstruiert.

Pressewesten während des gesamten Vorfalls deutlich zu sehen

Ihre Dokumentation zeigt auf, dass Abu Akle und die Journalisten-Kollegen, mit welchen sie unterwegs war, nachweislich vorsätzlich und wiederholt von israelischen Schützen ins Visier genommen wurden. Die Rekonstruktion zeigt ebenso, dass die Pressewesten der Journalisten während des gesamten Vorfalls für die Schützen deutlich zu sehen waren.

Außerdem sind die Schüsse der Untersuchung zufolge allesamt oberhalb der Schultern abgegeben worden, mit dem Ziel zu töten. Die Analyse zeigt zudem, dass sich zum Zeitpunkt des Vorfalls keine weiteren Personen zwischen den Journalisten und dem Konvoi von Militärfahrzeugen befanden.

Ihre Auswertung liefere "detaillierte forensische Beweise mit dem ausdrücklichen Ziel, die Täter zur rechtlichen Verantwortung heranzuziehen, für – wie wir hier nachweisen können – das vorsätzliche und wiederholte Zielen auf Schirin und ihre Kollegen durch israelische Truppen".

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Verwendete Quellen
  • forensic-architecture.org: "Shireen Abu Akle: The Extrajudicial Killing of a Journalist" (englisch)
  • Mit Material der Nachrichtenagentur dpa
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