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Russland: Mysteriöser Tod nach gescheiterter Mondlandung – "Pilzvergiftung"?


Mysteriöse "Pilzvergiftung"?
Russischer Forscher stirbt nach gescheiterter Mondlandung

Von t-online
Aktualisiert am 02.09.2023Lesedauer: 2 Min.
Destination Mond: Die Sojus-2.1b-Rakete mit der automatischen Mondlandestation "Luna-25" startet vom Weltraumbahnhof Wostotschny im Fernen Osten Russlands ab.Vergrößern des BildesZum Mond: Die Sojus-Rakete mit der Mondlandestation "Luna-25" startet vom Weltraumbahnhof Wostotschny. (Quelle: Uncredited/Staatlichen Raumfahrtkorporation Roskosmos via AP/dpa/dpa)
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Vor wenigen Wochen scheiterte eine russische Raumsonde beim Versuch, auf dem Mond zu landen. Nun ist einer der beteiligten Raketenwissenschaftler tot.

Der weltweit angesehene russische Raketenwissenschaftler Witaly Melnikow ist im Alter von 77 Jahren gestorben. Die genauen Umstände seines Todes sind noch unklar, doch ersten Berichten zufolge soll er nur wenige Wochen nach dem gescheiterten russischen Mondlandeversuch einer "Pilzvergiftung" erlegen sein. Das berichtet die Moskauer Boulevardzeitung "Moskovsky Komsomolets" am Donnerstag.

Eine "vorläufige" Untersuchung soll demnach darauf hindeuten, dass nicht essbare Pilze die Quelle dieser Vergiftung waren. Trotz intensiver medizinischer Behandlung haben die Ärzte Melnikow nicht retten können. Er soll bereits am 11. August ins Krankenhaus eingeliefert worden sein. Der genaue Todestag ist bisher nicht bekannt.

Unabhängig überprüfen lassen sich die Berichte nicht. In Russland kommt es immer wieder zu mysteriösen und verdächtigen Todesfällen. Mehr dazu lesen Sie hier. Beobachter und Experten sehen darin eine Strategie des russischen Präsidenten Wladimir Putin, seine Gegner und Kritiker zu beseitigen und so seine Macht aufrechtzuerhalten. Der jüngste Todesfall in Putins Umfeld ist der von Jewgeni Prigoschin. Der Chef der berüchtigten Wagner-Söldnertruppe starb bei einem mysteriösen Flugzeugabsturz.

Tod Menikows folgt auf gescheiterte Mondlandemission

Der Raketenwissenschaftler Melnikow war der Leiter der Abteilung für Raketen- und Raumfahrtsysteme bei RSC Energia, einem der führenden Raumfahrtunternehmen in Moskau. Zudem war er Chefforscher einer Abteilung der russischen Raumfahrtagentur Roskosmos. Mit seinen insgesamt 291 wissenschaftlichen Artikeln genoss er weltweit hohes Ansehen und arbeitete eng mit ausländischen Kollegen zusammen. Darunter sollen auch Experten der Nasa gewesen sein, berichtet die britische "Daily Mail".

Sein Tod folgt nun auf den Misserfolg der jüngsten russischen Mondlandemission, die von Putin persönlich orchestriert wurde. Die erste Moskauer Mondmission seit einem halben Jahrhundert, unter dem Namen Luna-25, endete in einem Desaster: Die Sonde zerschellte am 19. August auf der Oberfläche des Mondes.

Bereits im Vorfeld gab es Zweifel an der Mission. Roskosmos-Chef Juri Borissow hatte das Vorhaben von vornherein als "riskant" bezeichnet. Putin sagte er im Juni, dass die Wahrscheinlichkeit des Gelingens des Projektes bei "rund 70 Prozent" liege.

Verwendete Quellen
  • mk.ru: "Крупный ученый Роскосмоса скончался после отравления" (russisch)
  • dailymail.co.uk: "Top Russian rocket scientist who had previously assisted foreign colleagues at NASA dies from poisoning after two-week fight for life" (englisch)
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