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Parlamentswahl in Japan: Shinzo Abe gilt als klarer Favorit

Parlamentswahl in Japan  

Shinzo Abe gilt als klarer Favorit

22.10.2017, 08:28 Uhr | dpa

Parlamentswahl in Japan: Shinzo Abe gilt als klarer Favorit. Die Wahlen zum Unterhaus wurden durch Japans Ministerpräsident Shinzo Abe um ein Jahr vorgezogen.  (Quelle: AP/dpa/Shizuo Kambayashi)

Die Wahlen zum Unterhaus wurden durch Japans Ministerpräsident Shinzo Abe um ein Jahr vorgezogen. (Quelle: Shizuo Kambayashi/AP/dpa)

Der rechtskonservative Regierungschef Japans, Shinzo Abe, möchte in vorgezogenen Neuwahlen seine Macht festigen. Umfragewerte zeigen, dass ihm das durchaus gelingen könnte. 

Bei strömendem Regen in Folge eines heftigen Taifuns hat in Japan am Sonntag die Wahl zum Unterhaus des nationalen Parlaments begonnen. Die regierende Koalition des rechtskonservativen Ministerpräsidenten Shinzo Abe kann nach letzten Umfragen mit einem deutlichen Sieg rechnen.

Abe hatte die Wahl zum Unterhaus, das auch den Regierungschef wählt, um gut ein Jahr vorgezogen. Seine wegen Vorwürfen der Vetternwirtschaft im Sommer gesunkenen Umfragewerte hatten sich im Zuge der Nordkorea-Krise gerade wieder erholt. Zudem könnte Abe der Umstand nutzen, dass die Opposition zersplittert ist.

Sollten viele der noch unentschlossenen Wähler wegen des Taifuns zu Hause bleiben, könnte dies ebenfalls für Abes Koalitionsparteien mit ihrer traditionellen Stammwählerschaft von Vorteil sein. Nach Umfragen dürften sie erneut auf eine Zweidrittel-Mehrheit kommen. Um Platz Zwei konkurrieren die neue liberale Partei für Konstitutionelle Demokratie (PKD) sowie die neue konservative "Partei der Hoffnung".

Ein Sieg würde auch Abes Aussichten für eine erneute Wiederwahl als Chef der regierenden Liberaldemokratischen Partei (LDP) im kommenden Jahr stärken. Die Opposition warf Abe vor, mit vorgezogenen Neuwahlen verhindern zu wollen, dass ihn die Skandale um mutmaßliche Vetternwirtschaft im Parlament einholen. Abe dagegen begründete seinen Schritt unter anderem damit, ein Mandat für seinen harten Nordkorea-Kurs im Einklang mit der US-Regierung von Präsident Donald Trump zu bekommen.

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