Sie sind hier: Home > Politik > Ausland > Terrorismus >

Selbstmordanschlag durch Teenager in Kabul: Mindestens 13 Menschen getötet

...

Terroranschlag in Kabul  

Teenager zündet Bombe im Berufsverkehr

25.12.2017, 22:59 Uhr | dpa, AFP

Selbstmordanschlag durch Teenager in Kabul: Mindestens 13 Menschen getötet. Soldaten und Polizisten stehen in Kabul an einem Checkpoint: Bei einem Selbstmordanschlag im Zentrum der afghanischen Hauptstadt sind am Morgen des ersten Weihnachtsfeiertages mindestens sechs Menschen getötet worden. (Quelle: AP/dpa/Rahmat Gul)

Soldaten und Polizisten stehen in Kabul an einem Checkpoint: Bei einem Selbstmordanschlag im Zentrum der afghanischen Hauptstadt sind am Morgen des ersten Weihnachtsfeiertages mindestens sechs Menschen getötet worden. (Quelle: Rahmat Gul/AP/dpa)

In Kabul sprengt sich ein Teenager im dichten Berufsverkehr in die Luft, im Süden fahren Polizisten in eine Sprengfalle. Die Terrormiliz IS bekennt sich zum Anschlag. So beginnt eine neue Woche in Afghanistan, wo der Krieg mit den radikalislamischen Taliban sich weiter intensiviert hat.

Bei zwei Anschlägen in Afghanistan sind mindestens 13 Menschen getötet worden. Im Zentrum der Hauptstadt Kabul sprengte sich am Montagmorgen gegen 8 Uhr Ortszeit im dichten Berufsverkehr ein Selbstmordattentäter in die Luft. In der südlichen Provinz Helmand starben bei einem Anschlag mit einer Sprengfalle bereits in der Nacht mindestens sechs Polizisten.

Tatort nahe eines Geheimdienstbüros

Ein Sprecher des Innenministeriums sagte, der Attentäter von Kabul sei ein Teenager gewesen. Er riss in der Nähe eines Geheimdienstbüros sechs Menschen mit in den Tod, drei weitere wurden verletzt. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) reklamierte den Selbstmordanschlag in der afghanischen Hauptstadt Kabul für sich und sprach von etwa 30 Toten.

Das afghanische Innenministerium erklärte, die meisten Opfer hätten in einem Auto gesessen, das vorbeigefahren sei, als der Attentäter den Sprengsatz zündete. Was genau das Ziel des Anschlags gewesen sei, sei noch unklar. Er habe sich aber nahe dem Eingang zu Büros des Geheimdienstes NDS ereignet. Der Tatort im Viertel Schaschdarak liegt zudem in der Nähe der US-Botschaft und des Nato-Hauptquartiers. 

Noch immer kein Bekenntnis zu schwerstem Anschlag

In Kabul hat es in diesem Jahr mehr als 20 große Anschläge mit Hunderten Toten und Verletzten gegeben. Zu den meisten hatten sich die radikalislamischen Taliban oder die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) bekannt. Erst vor einer Woche hatten bewaffnete Angreifer ein Ausbildungszentrum des NDS in der afghanischen Hauptstadt gestürmt. Die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) reklamierte den Angriff für sich.

Zu dem schwersten Anschlag - einer massiven Lastwagenbombe vor der deutschen Botschaft im Mai mit etwa 150 Toten - gibt es aber bis heute kein Bekenntnis. Deutsche Ermittler halten das mit den Taliban eng verbündete Hakkani-Terrornetzwerk für verantwortlich. 

Sprengfallenanschlag im Süden des Landes

In der südafghanischen Provinz Helmand fuhren derweil bereits in der Nacht zu Montag Polizisten im Mardscha-Bezirk mit einem gepanzerten Fahrzeug auf eine an der Straße versteckte Bombe. Neben den sechs getöteten Beamten wurden sechs weitere verletzt, wie ein Sprecher der Provinzregierung sagte. Wer hinter der Tat steckte, blieb zunächst unklar. Die Taliban legen landesweit Tausende solcher improvisierten Sprengsätze, um Truppenbewegungen aufzuhalten.

16 Jahre nach dem Einmarsch internationaler Truppen in Afghanistan kontrollieren die Taliban nach Angaben von Militärs wieder um die 13 Prozent des Landes und kämpfen um weitere 30 Prozent. Auch deshalb schicken die USA und einige Nato-Staaten nun wieder Tausende zusätzliche Soldaten in das Land.

Quellen:

- dpa
- AFP

Liebe Leserinnen und Leser, leider können wir Ihnen nicht unter allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Wir wollen alle Debatten auf t-online.de schnell und sorgfältig moderieren - und können deswegen aus der Vielzahl unserer Artikel nur einzelne Themen für Leserdebatten gezielt auswählen. Dabei ist uns wichtig, dass sich das Thema für eine konstruktive Debatte eignet und es keine thematischen Dopplungen in den Diskussionen gibt. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Wir freuen uns auf angeregte und kontroverse Diskussionen. Eine Liste der aktuellen Leserdebatten finden Sie auf unserer Übersichtsseite. Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Der vertraute Duft der NIVEA Creme als Eau de Toilette
jetzt bestellen auf NIVEA.de
Anzeige
Tropischer Sommer mit neuen Styles für sonnige Tage
jetzt bei C&A
Klingelbonprix.detchibo.deCECILStreet OneLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Erotik
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • Erotic Lounge
  • giga.de
  • desired.de
  • kino.de
  • Statista
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Entertain
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • Magenta SmartHome
  • Telekom Sport
  • Freemail
  • Telekom Mail
  • Sicherheitspaket
  • Vertragsverlängerung Festnetz
  • Vertragsverlängerung Mobilfunk
  • Hilfe
© Ströer Digital Publishing GmbH 2018