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Immer mehr ausländische Spione in Deutschland

Ermittlungen verdreifacht  

Immer mehr ausländische Spione in Deutschland

17.02.2018, 13:17 Uhr

. Überwachungskameras am Alexanderplatz in Berlin (Quelle: dpa)

Überwachungskameras am Alexanderplatz in Berlin: Das Nachrichtenmagazin Spiegel berichtet in der aktuellen Ausgabe, dass es immer mehr Ermittlungsverfahren gegen ausländische Spione in Deutschland gibt. (Quelle: dpa)

Laut eines Medienberichts treiben in Deutschland immer mehr ausländische Spione ihr Unwesen. Vor allem ein Land wird häufiger beim Ausspähen erwischt. 

Deutschland werde zunehmend zu einer "Spielwiese für ausländische Nachrichtendienste", sagte Linken-Politikerin Martina Renner dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". Damit reagierte die Innenexpertin ihrer Partei auf die Verdreifachung der Zahl der Ermittlungen wegen Spionage in Deutschland im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2016, berichtete "Der Spiegel" am Samstag.

Der Generalbundesanwalt in Karlsruhe habe im vergangenen Jahr 35 entsprechende Verfahren eingeleitet. 2016 gab es demnach nur 10 Spionageverfahren, 2015 waren es 14, gehe aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Linken-Anfrage hervor. Der Verfassungsschutz hat neben Aktivitäten russischer, iranischer und chinesischer Geheimdienste nach "Spiegel"-Angaben eine Zunahme von Ausspähversuchen durch die Türkei registriert. Hier ermitteln die Behörden vor allem gegen Mitarbeiter des türkischen Geheimdienstes (MIT) wegen Ausspähung angeblicher Gülen-Anhänger in Deutschland.

Mutmaßlich Agenten eines vietnamesischen Geheimdienstes entführten im vergangenen Sommer den vietnamesischen Geschäftsmann Trinh Xuan Thanh in Berlin. Er wurde inzwischen in Hanoi wegen Korruption und Misswirtschaft zu zweimal lebenslanger Haft verurteilt. Der Fall belastet die Beziehungen zwischen Deutschland und Vietnam massiv. Zwei vietnamesische Diplomaten mussten die Bundesrepublik deshalb im vergangenen Jahr verlassen.

Wegen des Vorwurfs iranischer Spionagetätigkeit in Deutschland bestellte das Auswärtige Amt kurz vor Weihnachten den iranischen Botschafter ein. Dabei ging es um das Ausspähen des ehemaligen SPD-Bundestagsabgeordneten und Wehrbeauftragten Reinhold Robbe wegen seiner engen Verbindungen zu Israel. Auch jüdische Einrichtungen in Deutschland seien Ziel iranischer Agententätigkeit gewesen.

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