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Konflikte: Erdogan gibt sich im Streit um US-Pastor unnachgiebig

Konflikte  

Erdogan gibt sich im Streit um US-Pastor unnachgiebig

29.07.2018, 17:11 Uhr | dpa

Konflikte: Erdogan gibt sich im Streit um US-Pastor unnachgiebig. "Die USA darf auch nicht vergessen, dass - wenn sie ihre Haltung nicht ändert - einen starken und aufrichtigen Partner wie die Türkei verliert", sagte Erdogan in Richtung Trump.

"Die USA darf auch nicht vergessen, dass - wenn sie ihre Haltung nicht ändert - einen starken und aufrichtigen Partner wie die Türkei verliert", sagte Erdogan in Richtung Trump. Foto: Burhan Ozbilici/AP. (Quelle: dpa)

Istanbul/Washington (dpa) - Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hat sich im Streit um den in der Türkei festgehaltenen US-Pastor Andrew Brunson unnachgiebig gezeigt.

Vor Sanktionsdrohungen des US-Präsidenten Donald Trump werde sein Land nicht zurückweichen, sagte Erdogan einem Bericht der Zeitung "Habertürk" (Online) vom Sonntag zufolge vor türkischen Journalisten.

Zugleich warnte Erdogan: "Die USA dürfen auch nicht vergessen, dass sie - wenn sie ihre Haltung nicht ändern - einen starken und aufrichtigen Partner wie die Türkei verlieren." US-Vizepräsident Mike Pence erneuerte die Sanktionsdrohungen unterdessen.

Pence sagte dem Sender Fox News in einem am Sonntag ausgestrahlten Interview, die USA seien darauf vorbereitet, bis zur endgültigen Freilassung von Brunson Sanktionen gegen die Türkei zu verhängen. Trump hatte am Donnerstag auf Twitter mit "weitreichenden Sanktionen" gedroht, ohne Details zu nennen. Die Türkei ist ein Nato-Partner.

Der US-Pastor war im Dezember 2016 im westtürkischen Izmir wegen Terrorvorwürfen inhaftiert worden. Ein Gericht wandelte seine Untersuchungshaft am Mittwoch in Hausarrest um. Er wurde aus dem Gefängnis entlassen, darf aber sein Wohnhaus nicht verlassen.

Brunson werden Verbindungen zur verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK und zur Bewegung um den in den USA lebenden Prediger Fethullah Gülen vorgeworfen. Die Staatsanwaltschaft fordert dafür bis zu 35 Jahre Haft. Die türkische Regierung macht Gülen für den Putschversuch vom Juli 2016 verantwortlich.

Pence sagte, Hausarrest für Brunson sei "nicht gut genug". Es gebe keine glaubwürdigen Beweise gegen den Pastor. "Dieser unschuldige Mann des Glaubens sollte freigelassen werden und es sollte ihm erlaubt werden, in die Vereinigten Staaten von Amerika zurückzukehren."

Erdogan wies nach Angaben von "Habertürk" Gerüchte über etwaige Absprachen zu Brunson zurück. Ein Gericht habe die Untersuchungshaft wegen gesundheitlicher Probleme Brunsons in Hausarrest umgewandelt. "Anstatt Respekt vor einer Gerichtsentscheidung zu zeigen", bringe die USA das Thema Sanktionen auf, sagte Erdogan demnach. Der Fall belastet die Beziehungen zwischen Ankara und Washington schwer.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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