Sie sind hier: Home > Politik > Ausland >

Korruptionsaffäre in Kanada: Trudeau verliert weitere Ministerin

Premierminister unter Druck  

Korruptionsaffäre in Kanada – Trudeau verliert weitere Ministerin

05.03.2019, 03:59 Uhr | dpa, rtr

Korruptionsaffäre in Kanada: Trudeau verliert weitere Ministerin. Justin Trudeau: Premierminister von Kanada steht unter Druck.  (Quelle: dpa)

Justin Trudeau: Premierminister von Kanada steht unter Druck. (Quelle: dpa)

Der kanadische Premierminister Justin Trudeau gerät weiter unter Druck: Eine zweite Ministerin hat sein Kabinett verlassen. Jane Philpott wolle das Vorgehen der Regierung nicht mehr verteidigen. 

In der Korruptions- und Schmiergeldaffäre um mutmaßlich unterdrückte Ermittlungen gegen eine Ingenieurfirma hat Kanadas Premierminister Justin Trudeau ein weiteres Kabinettsmitglied verloren. Jane Philpott, die die Finanzen der Regierung übersah, reichte am Montag (Ortszeit) ihren Rücktritt ein.

Sie könne das Vorgehen der Regierung nicht mehr verteidigen, teilte sie mit. Für Trudeau kommt die Affäre auch deshalb zur Unzeit, weil im Herbst Wahlen anstehen.

Hintergrund sind Vorwürfe, dass Ermittlungen der früheren Justizministerin Jody Wilson-Raybould gegen die Ingenieurfirma SNC-Lavalin wegen Korruption und Schmiergeldzahlungen unterdrückt worden sein sollen. Dem Unternehmen mit Sitz in Montreal wird vorgeworfen, zwischen 2001 und 2011 Schmiergeld in Höhe von umgerechnet 31 Millionen Euro an die Familie des libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi gezahlt zu haben. Im Fall eines Schuldspruchs dürfte der Ingenieurs- und Bauriese mit weltweit 50 000 Mitarbeitern über zehn Jahre bei keinen öffentlichen Projekten etwa in den Bereichen Bergbau, Transport und Infrastruktur mehr mitbieten.

Wilson-Raybould schrieb nach Philpotts Rücktritt bei Twitter: "Fast vier Jahre lang hat unser Land erlebt, wie du dich ständig und uneingeschränkt dazu verpflichtet hast, immer das Richtige und Beste für die Bewohner Kanadas zu tun." Sie freue sich darauf, auch künftig an ihrer Seite zu arbeiten.

Kanadas Premierminister reagierte enttäuscht über den Rücktritt Philpotts. "Wir dürfen Meinungsverschiedenheiten haben und debattieren." Er könne die Entscheidung aber verstehen. 



Zuvor hatte Trudeau jegliches Fehlverhalten in der Affäre abgestritten. Die frühere Justizministerin Wilson-Raybould war im Januar erst auf den Posten der Veteranenministerin verschoben worden und trat dann zurück. Danach baute Trudeau sein Kabinett um. 

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa und Reuters

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Prepaid Tarif aktivieren & 10 GB Daten geschenkt bekommen
schnell zugreifen bei congstar
Gerry Weberbonprix.deOTTOCECILStreet OneLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Erotik
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • Erotic Lounge
  • giga.de
  • desired.de
  • kino.de
  • Statista
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Magenta TV
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • Magenta SmartHome
  • Magenta Sport
  • Freemail
  • Telekom Mail
  • Sicherheitspaket
  • Vertragsverlängerung Festnetz
  • Vertragsverlängerung Mobilfunk
  • Hilfe