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Auslieferung an USA: Julian Assange bekommt neun Monate Aufschub

Entscheidung über Auslieferung in USA  

Assange bekommt neun Monate Aufschub

14.06.2019, 14:07 Uhr | dpa

 (Quelle: Peter Nicholls/Reuters)
Julian Assange: Entscheidung über Auslieferung fällt 2020

Über die Auslieferung von WikiLeaks-Gründer Julian Assange an die USA wird im Februar 2020 entschieden. Das beschloss ein Londoner Gericht am Freitag. Assange drohen in den USA 175 Jahre Haft. (Quelle: t-online.de)

Julian Assange: Die Entscheidung über eine mögliche Auslieferung des WikiLeaks-Gründers an die USA fällt im Februar 2020. (Quelle: t-online.de)


In den USA drohen Julian Assange 175 Jahre Haft. Noch sitzt er aber in einem britischen Gefängnis. Jetzt ist klar, wann über seine Auslieferung entschieden wird. 

Ein Gericht in London hat das Verfahren über den US-Auslieferungsantrag für den Wikileaks-Gründer Julian Assange auf Februar nächsten Jahres angesetzt. Die fünftägige Anhörung solle am 25. Februar beginnen, berichtete die britische Nachrichtenagentur PA aus dem Gerichtssaal.

Assange, der per Videostream aus dem Gefängnis zugeschaltet war, will sich gegen die Auslieferung wehren. Innenminister Sajid Javid hatte das US-Auslieferungsersuchen in dieser Woche förmlich zugelassen. Die Entscheidung liegt aber bei der Justiz.

Die USA werfen Assange vor, der amerikanischen Whistleblowerin Chelsea Manning – damals noch Bradley Manning – geholfen zu haben, geheimes Material von US-Militäreinsätzen im Irak und in Afghanistan zu veröffentlichen. Insgesamt liegen 18 Anklagepunkte vor. Bei einer Verurteilung in allen Punkten drohen ihm 175 Jahre Haft.

Im April wurde Assange festgenommen

Assange sitzt seit April im Hochsicherheitsgefängnis Belmarsh im Osten der britischen Hauptstadt, nachdem ihm das Botschaftsasyl in der ecuadorianischen Landesvertretung entzogen worden war. Er hatte sich dort jahrelang verschanzt, um einer Auslieferung an Schweden zu entgehen. Dort wurde wegen Vergewaltigung gegen ihn ermittelt.

Assange behauptete stets, die Vorwürfe in Schweden seien nur ein Vorwand, um ihn festnehmen und an die USA ausliefern zu können. 2017 hatte die schwedische Staatsanwaltschaft die Vorermittlungen eingestellt, weil es ihr nicht gelungen war, die Vorwürfe ausreichend zu untersuchen. Später wurden sie wieder aufgenommen.
 

 
Am 11. April dieses Jahres wurde Assange schließlich festgenommen. Er befindet sich in Haft, weil er mit der Flucht in die Botschaft gegen Kautionsauflagen verstoßen hatte.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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