Sie sind hier: Home > Politik > Ausland >

Türkei: Prozesse gegen Deniz Yücel und Peter Steudtner vertagt

Nach langer U-Haft  

Prozesse gegen Yücel und Steudtner in Türkei vertagt

16.07.2019, 12:48 Uhr | dpa

Türkei: Prozesse gegen Deniz Yücel und Peter Steudtner vertagt. Deniz Yücel (Quelle: dpa/Swen Pförtner/Archiv)

Deniz Yücel: Der Journalist saß ein Jahr in türkischer Untersuchungshaft. (Quelle: Swen Pförtner/Archiv/dpa)

Der Journalist Deniz Yücel und der Menschenrechtler Peter Steudtner müssen sich in der Türkei aufgrund von Terrorvorwürfen verantworten. Nun sind die politischen Prozesse erneut verschoben.

Die Prozesse wegen Terrorvorwürfen gegen den deutschen Menschenrechtler Peter Steudtner und den "Welt"-Korrespondenten Deniz Yücel in der Türkei sind erneut vertagt worden. 

Im Fall von Yücel erklärte das Gericht, es fehlten noch Dokumente. Es setzte den neuen Verhandlungstermin deshalb auf den 17. Oktober fest. Yücels Anwalt Veysel Ok sagte, das Gericht warte auf die Aussage Yücels vor dem Amtsgericht in Berlin. Der Prozess gegen Yücel wird in seiner Abwesenheit geführt. Er hatte im Mai im Rahmen der Rechtshilfe vor einem Richter in Deutschland ausgesagt.

Verwaltungsgericht erklärt Haft für rechtswidrig

Yücel saß zwischen Februar 2017 und Februar 2018 ohne Anklageschrift in einem Hochsicherheitsgefängnis westlich von Istanbul. Mit seiner Entlassung und Ausreise wurde Anklage wegen Terrorpropaganda und Volksverhetzung erhoben.

Im Juni hatte das türkische Verfassungsgericht die einjährige Untersuchungshaft des Reporters für rechtswidrig erklärt. In seiner Aussage in Berlin hatte Yücel erklärt, er sei während der Haft gefoltert worden, und machte den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan dafür verantwortlich.

Auch Verhandlung von Peter Steudtner vertagt

Die Verhandlung gegen Steudtner wird am 9. Oktober weitergeführt. Alp Tekin Ocak, einer seiner Anwälte, sagte, die Staatsanwaltschaft wolle dann ihr Abschlussplädoyer halten und es könne ein Urteil fallen. Mit Steudtner sind der Schwede Ali Gharavi, der Amnesty-International-Ehrenvorsitzende der Türkei, Taner Kilic, und neun weitere Menschenrechtler angeklagt. Ihnen allen wird Mitgliedschaft in einer Terrororganisation beziehungsweise Terrorunterstützung vorgeworfen, worauf bis zu 15 Jahre Haft stehen.

Steudtner und Gharavi waren mehr als 100 Tage in türkischer U-Haft. Zu Prozessbeginn im Oktober 2017 kamen sie frei und reisten aus. Sie nehmen nicht an der Fortsetzung ihres Verfahrens teil.


Die Fälle Steudtner und Yücel hatten die Beziehungen zwischen der Türkei und Deutschland schwer belastet.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Sie können alles tragen, wenn Sie Sie sind
MY TRUE ME - Mode ab Größe 44
Anzeige
Jetzt bei der Telekom: Surfen mit bis zu 50 MBit/s!
z. B. mit MagentaZuhause M
myToysbonprix.deOTTOUlla Popkenamazon.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal