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Rechtsextremismus - Angriff auf norwegische Moschee: Terrorverdächtiger gesteht

Rechtsextremismus  

Angriff auf norwegische Moschee: Terrorverdächtiger gesteht

17.08.2019, 10:56 Uhr | dpa

Rechtsextremismus - Angriff auf norwegische Moschee: Terrorverdächtiger gesteht. Ein Blumenstrauß erinnert an den versuchten Terroranschlag in der Al-Noor-Moschee bei Oslo.

Ein Blumenstrauß erinnert an den versuchten Terroranschlag in der Al-Noor-Moschee bei Oslo. Foto: Orn E. Borgen/NTB scanpix. (Quelle: dpa)

Oslo (dpa) - Eine Woche nach dem Angriff auf eine Moschee bei Oslo hat der 21 Jahre alte Tatverdächtige die Attacke zugegeben. Er habe sich aber nicht förmlich schuldig zu den Vorwürfen des Terrorismus und Mordes bekannt, teilte Staatsanwalt Pal-Fredrik Hjort Kraby am späten Freitagabend mit.

Der Verdächtige habe während der mehr als vierstündigen Vernehmung einen wichtigen Beitrag zu den laufenden Ermittlungen geliefert. Details etwa zum Motiv des Mannes werde er aber nicht kommentieren, sagte Kraby vor Reportern.

Der gebürtige Norweger war am Samstagabend vor einer Woche mit zwei Schrotflinten und einer Pistole bewaffnet in die Al-Noor-Moschee in Baerum eingedrungen. In dem fast leeren Gotteshaus gab er mehrere Schüsse ab, wurde aber von einem 65-Jährigen überwältigt. Schwerer verletzt wurde dort niemand. In der Wohnung des Angreifers fand die Polizei später die Leiche seiner 17-jährigen Stiefschwester des Mannes. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm deshalb auch Mord vor. "Möglicherweise wusste die Frau, was er vorhatte und wollte ihn daran hindern", sagte Kraby dem Sender NRK.

Die Ermittler gehen bei dem Angriff auf die Moschee unter anderem aufgrund der Online-Aktivitäten des Mannes von einem rechtsextremen Motiv aus. Berichten norwegischer Medien zufolge soll er sich kurz vor der Tat online lobend über den Terroranschlag auf zwei Moscheen im neuseeländischen Christchurch geäußert haben, bei dem ein Rechtsextremist im März 51 Menschen erschossen und weitere 50 verletzt hatte. Auch zu den Schüssen im texanischen El Paso mit 22 Toten Anfang des Monats soll er seine Unterstützung geäußert haben.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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