• Home
  • Politik
  • Ausland
  • Report zu rasanter Eisschmelze - Weltklimarat warnt:┬áK├╝sten und Inseln verschwinden weltweit


Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Symbolbild f├╝r einen Text"Kegelbr├╝der": Richter f├╝hlt sich "verh├Âhnt"Symbolbild f├╝r einen TextFrau bei Politikertreffen get├ÂtetSymbolbild f├╝r einen TextBericht: Lindner will bei Hartz IV sparenSymbolbild f├╝r einen TextTV-Star ├╝berfuhr Sohn mit Rasenm├ĄherSymbolbild f├╝r einen TextUkraine fahndet nach AbgeordnetemSymbolbild f├╝r ein VideoPilot filmt Kampfeinsatz in UkraineSymbolbild f├╝r einen TextTour-Star renkt sich Schulter selbst einSymbolbild f├╝r einen TextDDR-Star hat BrustkrebsSymbolbild f├╝r ein VideoWimbledon: Die klare FavoritinSymbolbild f├╝r einen TextBVB-Star wechselt nach SpanienSymbolbild f├╝r einen TextAnsturm auf Johnny Depp in HessenSymbolbild f├╝r einen Watson TeaserHarter Vorwurf gegen Bill KaulitzSymbolbild f├╝r einen TextSpielen Sie das Spiel der K├Ânige

Weltklimarat warnt: K├╝sten und Inseln verschwinden weltweit

Von dpa
Aktualisiert am 25.09.2019Lesedauer: 4 Min.
Die ostfriesische Insel Langeoog im Nationalpark Nieders├Ąchsisches Wattenmeer.
Die ostfriesische Insel Langeoog im Nationalpark Nieders├Ąchsisches Wattenmeer. Durch den raschen Anstieg des Meeresspiegels k├Ânnten K├╝stenstreifen und Inseln bald unbewohnbar werden. (Quelle: Ingo Wagner./dpa)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo

Monaco (dpa) - Der Meeresspiegel steigt doppelt so schnell wie im vergangenen Jahrhundert, ganze K├╝stenstreifen k├Ânnten unbewohnbar werden und Wetterkatastrophen werden extremer.

Mit diesen Aussagen hat der Weltklimarat IPCC der Politik in seinem am Mittwoch in Monaco vorgestellten Report zur Eisschmelze und den Ozeanen ein verheerendes Zeugnis ausgestellt. Er zeichnet darin eine d├╝stere Zukunft, wenn nicht schnell etwas unternommen wird.

Der Rat rechnet mit Hunderten Millionen Fl├╝chtlingen wegen steigender Meeresspiegel. Die Welt m├╝sse die Emission der Treibhausgase unverz├╝glich drastisch reduzieren, mahnte er Vorsitzende des Weltklimarates, Hoesung Lee in Monaco.

Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass 280 Millionen Menschen bei einer Erderw├Ąrmung von zwei Grad Celsiusin niedrig liegenden Millionenst├Ądten und Inselstaaten wegen ├ťberflutung und heftiger St├╝rme ihre Heimat verlieren k├Ânnten.

Der deutsche Klimaforscher und Mitautor des Berichts, Jochen Hinkel, mahnt allerdings zur Vorsicht bei diesen Zahlen. Reiche Regionen wie Gro├čst├Ądte k├Ânnten sich etwa mit Schutzmauern sch├╝tzen, sagt der Experte. Anders sehe es in ├Ąrmeren Regionen aus. "Besonders Inseln oder niedrig gelegene K├╝stenbereiche werden langfristig wohl aufgegeben. Das gilt aber nicht f├╝r Megast├Ądte an der K├╝ste", so Hinkel.

Insbesondere in der Antarktis sieht der Bericht eine Gefahr durch die beschleunigte Eisschmelze, falls das Eis einmal irreversibel instabil werde. Das k├Ânnte den Meeresspiegel innerhalb von Jahrhunderten um mehrere Meter steigen lassen.

ANZEIGEN
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Meistgelesen
Thailands Prinzessin zeigt sich im Nippelkleid
Sirivannavari Nariratana: Die Prinzessin von Thailand pr├Ąsentierte sich in einem kuriosen Kleid.


Es sei noch unsicher, ob und wann dies beginne. Gleichzeitig w├╝rden durch die Ver├Ąnderungen im Ozean extreme Wetterereignisse wie St├╝rme und Hochwasser h├Ąufiger und st├Ąrker, sagte die Co-Vorsitzende des Klimarats, Val├ęrie Masson-Delmotte.

Der Bericht des Klimarats zeigt au├čerdem auf, dass die durchschnittliche St├Ąrke von Wirbelst├╝rmen zunimmt. Viele K├╝sten-Megast├Ądte und kleine Inseln m├╝ssen mit extremen Wetterereignissen rechnen, die eigentlich nur einmal im Jahrhundert auftreten. Bis 2050 k├Ânnen diese in vielen Regionen sogar einmal j├Ąhrlich stattfinden.

Nur eine starke Reduzierung der Treibhausgase, der Schutz der ├ľkosysteme und der bedachte Umgang mit den nat├╝rlichen Ressourcen k├Ânnen eine dramatische Entwicklung eind├Ąmmen, so die Experten. "Was wir sehen, ist, dass der vom Menschen verursachte Klimawandel einen gro├čen Einfluss auf die Systeme hat, von denen wir abh├Ąngig sind", sagte Debra Roberts, ebenfalls IPCC-Co-Vorsitzende. Sie betonte die "Dringlichkeit rechtzeitiger, ehrgeiziger und koordinierter Ma├čnahmen".

In manchen Regionen wie den Tropeninseln und K├╝sten ist die Existenz ganzer Gemeinschaftenauch ohne eine instabile Antarktis durch ├ťberschwemmungen bedroht. In K├╝stenregionen bis zu zehn Metern H├Âhe wohnen laut IPCC 680 Millionen Menschen. Auf kleinen Inselstaaten sind es 65 Millionen. Vier Millionen Menschen leben dauerhaft in der Arktis, deren Eis und Permafrostb├Âden in vielen Gebieten tauen.

In Bergregionen werden durch das Schmelzen der Gletscher und das Auftauen dort bestehender Permafrostb├Âden Lawinen, Steinschl├Ąge oder Bergrutsche beg├╝nstigt. In Hochgebirgsregionen leben 670 Millionen Menschen. Sind die Gletscher schlie├člich ganz verschwunden, ist die Trinkwasserversorgung gef├Ąhrdet. Aktuell w├Ąchst dieSorge um einen gef├Ąhrdeten Gletscher am Mont Blanc. Auf italienischer Seite drohen wegen steigender Temperaturen Teile des Planpinceux-Gletschers abzust├╝rzen.

Das Auftauen der Permafrostb├Âden setzt nicht nur Treibhausgase frei, sondern hat auch erhebliche Auswirkungen auf Mensch und Natur. "Es kann sein, dass man jetzt Jahrzehnte vor sich hat, in denen sich die Bodenoberfl├Ąche ungleichm├Ą├čig absenkt. Das ist nat├╝rlich wahnsinnig problematisch f├╝r Bauwerke", erkl├Ąrt der Glaziologe und IPCC-Autor Stephan Gruber.

Der Meeresspiegel steigt dem Report zufolge immer schneller an: Der Anstieg sei mit 3,6 Millimeter pro Jahr derzeit doppelt so hoch wie im Schnitt des 20. Jahrhunderts. W├Ąhrend er im gesamten 20. Jahrhundert um 15 Zentimeter geklettert sei, k├Ânnte er bei einer starken Erh├Âhung der Treibhausgase von Anfang des 20. Jahrhunderts bis 2100 um rund einen Meter steigen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) rief B├╝rger und Firmen zu einem Bewusstseinswandel auf. "Wir brauchen also Verhaltens├Ąnderungen in allen Bereichen, beim Konsumieren, beim Produzieren, bei der Mobilit├Ąt und bei der Ern├Ąhrung genauso wie beim St├Ądtebau", sagte sie in Berlin. Die EU-Kommission reagierte auf den alarmierenden Bericht mit der Forderungen, die Erderw├Ąrmung auf maximal 1,5 Grad zu begrenzen.

"Es ist nicht die Zeit zu sagen, Titanic, und lass uns noch den letzten Cocktail trinken. Sondern wir k├Ânnen handeln", sagte Bundesumweltministerin Svenja Schulze in Berlin. Im Norden Deutschlands rechnen Landespolitiker mit h├Âheren Kosten beim K├╝stenschutz durch den steigenden Meeresspiegel.

Der Klimareport zeige, dass die Ma├čnahmen der Politik v├Âllig unzureichend seien, sagte Heike Vesper, Leiterin Meeresschutz beim WWF Deutschland. Der Oxfam-Klimaexperte Jan Kowalzig mahnt, dass sich wegen "der verantwortungslos schwachen Ziele, die sich die meisten L├Ąnder unter dem Pariser Abkommen gesetzt haben", die Welt auf eine Erw├Ąrmung um drei bis vier Grad zu bewege. "Auch Deutschland tr├Ągt dazu bei." Umso schlimmer sei es daher, dass Deutschland trotz des Klimapakets aller Voraussicht nach das gesteckte Klimaschutzziel f├╝r 2030 verpassen werde.

Mehr als 130 Forscher aus 36 L├Ąndern hatten zwei Jahre lang Studien zu diesen Themen analysiert und die Auswirkungen des Klimawandels auf K├╝sten und Inseln, Mensch und Natur in einem Report zusammengefasst. ├ťber dessen Formulierungen hatten Delegierte der 195 IPCC-Mitgliedstaaten mehrere Tage debattiert und abgestimmt.

Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingANZEIGEN

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Neueste Artikel
AntarktisLangeoog
Aktuelles zu den Parteien

Politik international




t-online - Nachrichten f├╝r Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagram

Das Unternehmen
Str├Âer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverl├Ąngerung FestnetzVertragsverl├Ąngerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website