Sie sind hier: Home > Politik > Ausland >

Istanbul: EGMR fordert Freilassung von Osman Kavala

Seit zwei Jahren in Untersuchungshaft  

Europäischer Gerichtshof fordert Freilassung von Osman Kavala

10.12.2019, 15:20 Uhr | dpa

Istanbul: EGMR fordert Freilassung von Osman Kavala. Osman Kavala: Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte fordert seine Freilassung aus der Untersuchungshaft. (Quelle: dpa)

Osman Kavala: Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte fordert seine Freilassung aus der Untersuchungshaft. (Quelle: dpa)

Der türkische Intellektuelle Osman Kavala ist seit zwei Jahren in Untersuchungshaft. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte fordert seine Freilassung. Ihm wird unter anderem ein Umsturzversuch vorgeworfen. 

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) fordert die sofortige Freilassung des türkischen Intellektuellen Osman Kavala aus der Untersuchungshaft. Das Gericht kommt in der Entscheidung vom Dienstag zu dem Schluss, dass Kavala, und mit ihm alle Menschenrechtsverteidiger, mit der Inhaftierung zum Schweigen gebracht werden sollen. "Das Gericht ist der Ansicht, dass die Regierung alle notwendigen Maßnahmen ergreifen muss, um die Inhaftierung des Antragstellers zu beenden und seine sofortige Freilassung sicherzustellen."

Im Gezi-Prozess angeklagt

Kavala sitzt seit gut zwei Jahren in der Türkei in Untersuchungshaft. Ihm wird unter anderem ein Umsturzversuch im Zusammenhang mit den regierungskritischen Gezi-Protesten von 2013 vorgeworfen. Er wird beschuldigt, die Proteste mit ausländischer Hilfe finanziert zu haben. Das Menschenrechtsgericht betonte in seiner Entscheidung, dass dafür keine ausreichenden Beweise vorgelegt worden seien. Erst im Oktober hatte ein türkisches Gericht entschieden, dass Kavala weiter in Untersuchungshaft bleiben muss.
 

 
Kavala steht in Istanbul im Rahmen des auch international aufmerksam beobachteten sogenannten Gezi-Prozesses mit 15 weiteren Zivilgesellschaftsaktivisten vor Gericht. Die nächsten Verhandlungstage sind für den 24. und 25. Dezember angesetzt.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Ulla Popkenbonprix.deOTTOhappy-sizetchibo.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal