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Nepals Polizei fängt Regelbrecher mit Klammern

Von dpa
Aktualisiert am 31.03.2020Lesedauer: 2 Min.
Ein Polizist benutzt einen Abstandshalter, um einen Mann in ein Polizeifahrzeug zu schieben: Festgenommen oder verwanrt werden jene, die gegen die strikte Ausgangssperre verstoßen.
Ein Polizist benutzt einen Abstandshalter, um einen Mann in ein Polizeifahrzeug zu schieben: Festgenommen oder verwanrt werden jene, die gegen die strikte Ausgangssperre verstoßen. (Quelle: Manoj Bhusan Khadka/dpa-bilder)
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Es sind kuriose Bilder: In Nepal nehmen Polizisten Menschen mit einer Klammer fest. Grund dafür sind Verstöße gegen die Ausgangssperre. Eigentlich haben die Klammern aber einen anderen Zweck.

Polizisten in Nepal patrouillieren zurzeit mit großen Klammern auf den leeren Straßen der Hauptstadt Kathmandu. Sie suchen Leute, die die strikte Ausgangssperre im Himalaya-Land brechen. Wenn sie jemanden ertappen, rennen sie der Person nach, lassen die Klammer zuschnappen - und dann gibt es kein Entkommen mehr, wie ein ranghoher Polizeimitarbeiter, Pawan Kumar Bhattarai, am Dienstag sagte.


Lichtblicke in der Corona-Krise

Einkaufstüte vor Haustür: Die Krise schweißt die Menschen enger zusammen - auch ohne physischen Kontakt. So organisieren sich viele Bürger in der Nachbarschaftshilfe und unterstützen beispielsweise durch Einkäufe für ältere oder gefährdete Menschen, die sich in Quarantäne befinden.
Homeoffice: Die Krise befeuert auch vielerorts die Kreativität und macht möglich, was viele zuvor als abwegig abgetan haben. So organisieren sich nun viele Arbeitnehmer aus dem Homeoffice -– und sparen sich lange Arbeitswege.
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Die Klammern an rund zwei Meter langen Stangen würden den Beamten helfen, in Zeiten von Social Distancing wegen des Coronavirus genügend Abstand zu halten. Er habe mit einer Klammer schon Dutzende Leute festgenommen, sagte Bhattarai. "Sie ist nicht nur einfach zu benutzen, sondern auch sicher für Polizisten und Straftäter."

1.400 Menschen festgenommen

In Nepal gilt seit einer Woche eine Ausgangssperre, bei der Menschen ihr Haus jeweils nur zwei Stunden am Morgen und zwei Stunden am Abend verlassen dürfen, um Essen und Medikamente zu kaufen oder bei Notfällen. Seither haben die Polizisten in der Hauptstadt nach eigenen Angaben mehr als 1.400 Menschen mit den Klammern festgenommen. In normalen Zeiten würden sie die Klammern etwa nutzen, um Tote aus dem Wasser zu ziehen.

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Nachdem die Klammern zuschnappen, kämen einige Ausgangssperrenbrecher nach einer kurzen Verwarnung frei, sagte ein Polizeisprecher. Andere würden einige Stunden in die Polizeiwache mitgenommen und dort über die Wichtigkeit von Social Distancing zur Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie aufgeklärt.

Nepal gehört zu den am wenigsten entwickelten Ländern der Welt. Nach offiziellen Angaben gibt es im Land erst fünf bestätigte Coronavirus-Fälle. Allerdings wird auch wenig getestet, und viele Krankenpfleger arbeiten ohne Masken und Schutzkleidung.

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Von Nora Schiemann, Iliza Farukshina
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