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USA: Obama nennt Trumps Corona-Krisenmanagement "chaotische Katastrophe"


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Obama: Trumps Krisenmanagement ist "chaotische Katastrophe"

Von afp
Aktualisiert am 10.05.2020Lesedauer: 2 Min.
Der frühere US-Präsident Barack Obama 2018: Das Verhalten seines Nachfolgers Trump bereitet ihm große Sorge.
Der frühere US-Präsident Barack Obama 2018: Das Verhalten seines Nachfolgers Trump bereitet ihm große Sorge. (Quelle: UPI Photo/imago-images-bilder)
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Ex-US-Präsident Barack Obama hat seinen Nachfolger Donald Trump in vertraulichem Kreis heftig kritisiert. Seine Reaktionen auf die Corona-Pandemie seien unangemessen und spiegelten eine problematische Denkweise wider.

In vertraulichen Äußerungen hat Ex-US-Präsident Barack Obama den Umgang seines Nachfolgers Donald Trump mit der Corona-Pandemie scharf kritisiert. Trumps Krisenmanagement sei "eine absolut chaotische Katastrophe", sagte Obama laut einem Audiomitschnitt am Freitagabend in einem Gespräch mit früheren Mitgliedern seiner Regierung. Nach dem Nachrichtenportal "Yahoo News" berichteten am Samstag auch andere US-Medien über die Äußerungen.

Obama kritisierte, in Trumps unangemessenen Reaktionen auf die Herausforderungen der Corona-Pandemie spiegele sich eine Denkweise des "'Was ist für mich drin' und 'Zum Teufel mit allen anderen'" wieder. Egoismus und Feinddenken sei zu einem "stärkeren Impuls im amerikanischen Leben geworden".

USA von Coronavirus weltweit am härtesten getroffen

Die USA sind das am schwersten von der Corona-Pandemie betroffene Land der Welt. In den Vereinigten Staaten wurden mittlerweile mehr als 1,3 Millionen Infektionen und mehr als 78.000 Corona-Tote gemeldet. Trump wird vorgeworfen, die Pandemie unterschätzt und nicht früh genug auf die Herausforderungen reagiert zu haben. Außerdem lasse er die Bundesstaaten im Kampf gegen das Virus allein und lasse es zu, dass sie miteinander um Schutzausrüstung kämpfen.

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Obama kritisierte außerdem die Entscheidung des US-Justizministeriums, die Vorwürfe gegen Trumps früheren Nationalen Sicherheitsberater Michael Flynn im Zusammenhang mit der Russland-Affäre fallenzulassen. Flynn hatte sich im Dezember 2017 schuldig bekannt, das FBI über seine Kontakte zum ehemaligen russischen Botschafter Sergej Kisljak belogen zu haben. Später erklärte der Ex-General, das Schuldbekenntnis zurückziehen zu wollen.

Wegen solcher Entscheidungen mache er sich Sorgen, dass "unser grundlegendes Verständnis des Rechtsstaates in Gefahr" sei, sagte Obama seinen früheren Mitarbeitern. Er rief sie daher auf, wie er selbst den designierten demokratischen Präsidentschaftskandidaten Joe Biden im Rennen gegen Trump zu unterstützen. Die US-Präsidentschaftswahl findet Anfang November statt. "Ich hoffe, dass Ihr alle die gleiche Dringlichkeit empfindet wie ich", sagte Obama.

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur AFP
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