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Demonstranten feiern Ablösung von Netanjahu

Von dpa, pdi

Aktualisiert am 13.06.2021Lesedauer: 1 Min.
Jerusalem: Israelische Demonstranten tanzen und jubeln während einer Demonstration gegen den israelischen Ministerpräsidenten Netanjahu.
Jerusalem: Israelische Demonstranten tanzen und jubeln während einer Demonstration gegen den israelischen Ministerpräsidenten Netanjahu. (Quelle: dpa-bilder)
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Israel steht kurz vor dem Ende einer Ära, nach zwölf Jahren als Ministerpräsident steht Benjamin Netanjahu vor der Ablösung. Das feiern seine Gegner vor seinem Amtssitz in Jerusalem.

Vor der erwarteten Ablösung des rechtskonservativen israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu haben Demonstranten vor seinem Amtssitz in Jerusalem bereits gefeiert. Kritiker des scheidenden Regierungschefs jubelten und tanzten. Auf einem der Schilder stand am Samstagabend: "Bibi (Netanjahus Spitzname), das ist Dein letzter Samstag in Balfour, fang an zu packen." Vor dem Amtssitz an der Ecke der Straßen Balfour und Smolenskin war es immer wieder zur Protesten gegen den Ministerpräsidenten gekommen, gegen den ein Korruptionsprozess läuft.

"Nicht die richtige Zeit für Demonstrationen"

Der designierte Regierungschef Naftali Bennett von der ultrarechten Jamina-Partei kritisierte die jüngste Kundgebung am Sonntag. "Dies ist nicht die richtige Zeit für Demonstrationen und Provokationen", sagte er nach Angaben seines Sprechers. Bennett rief dazu auf, Netanjahu und dessen Familie mit Respekt zu behandeln.

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Die geplante Regierung aus acht Parteien muss als letzte Hürde vor ihrer Vereidigung am Sonntag im Parlament ein Vertrauensvotum bestehen. Die Mehrheit in der Knesset ist mit 61 von 120 Abgeordneten hauchdünn.

Mit der Vereidigung eines neuen Kabinetts ginge in Israel eine Ära zu Ende: Es wäre das erste Mal seit 2009, dass eine Regierung ohne Netanjahu gebildet wird. Noch ist unklar, wann der 71-Jährige bei einer Ablösung seinen Amtssitz verlassen würde. Nach Medienberichten will Bennett mit seiner Familie in seinem Wohnhaus in Raanana bei Tel Aviv bleiben und den Amtssitz nur für offizielle Treffen oder in Ausnahmefällen nutzen.

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