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Verhandlung beendet - "Breivik nicht zu trauen"

Von dpa
Aktualisiert am 20.01.2022Lesedauer: 2 Min.
Der wegen Terrorismus verurteilte Anders Behring Breivik sitzt im provisorischen Gerichtssaal des GefĂ€ngnisses von Skien, wo sein Antrag auf vorzeitige Entlassung geprĂŒft wird.
Der wegen Terrorismus verurteilte Anders Behring Breivik sitzt im provisorischen Gerichtssaal des GefĂ€ngnisses von Skien, wo sein Antrag auf vorzeitige Entlassung geprĂŒft wird. (Quelle: Ole Berg-Rusten/NTB/dpa./dpa)
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Oslo (dpa) - Die norwegische Staatsanwaltschaft hĂ€lt den verurteilten Massenmörder Anders Behring Breivik nach wie vor fĂŒr einen sehr gefĂ€hrlichen Mann und will ihn deshalb weiter eingesperrt lassen.

Breivik habe vor Gericht zwar erklÀrt, er habe sich verÀndert, sagte StaatsanwÀltin Hulda Karlsdottir am Donnerstag wÀhrend einer Gerichtsverhandlung im GefÀngnis Skien, bei der es um einen Antrag des UtÞya-Mörders auf Haftentlassung auf BewÀhrung geht.

Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft hat es aber keine VerÀnderungen in seinem Verhalten gegeben. Von Breivik gehe dieselbe Gefahr aus wie vor zehn Jahren. Karlsdottir bat das zustÀndige Gericht deshalb, den Antrag des heute 42-JÀhrigen abzuweisen. Die Angelegenheit sei aus Sicht der Staatsanwaltschaft eindeutig.

Breivik sei nicht zu trauen, sagte Karlsdottir. Der Breivik, der heute um Vertrauen bitte, sei derselbe Breivik, der damals das Osloer Regierungsviertel angegriffen und ein Massaker auf der Insel UtĂžya angerichtet habe. Es gebe in Norwegen keinen TĂ€ter, der so schwere Straftaten begangen habe wie er.

Breivik will auf BewÀhrung freikommen

Breiviks Verteidiger Øystein Storrvik schlug dagegen im Anschluss vor, dass sein Mandant unter Bedingungen der Strafbehörden auf BewĂ€hrung freigelassen werden sollte. In abschließenden Bemerkungen sprach Breivik danach ĂŒber seine politische Ideologie, wurde dabei aber vom Vorsitzenden Richter Dag BjĂžrvik angehalten, sich kurz zu fassen. Danach erklĂ€rte BjĂžrvik die Verhandlung fĂŒr beendet.

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Breivik hatte bei TerroranschlĂ€gen im Osloer Regierungsviertel und auf der Insel UtĂžya aus rechtsextremen und islamfeindlichen Motiven insgesamt 77 Menschen getötet. Im Sommer 2012 wurde er zur damaligen Höchststrafe von 21 Jahren Verwahrung mit einer Mindestdauer von zehn Jahren verurteilt. Eine Verwahrungsstrafe kann gemĂ€ĂŸ norwegischem Recht immer wieder verlĂ€ngert werden, womit Breivik nie wieder aus dem GefĂ€ngnis freikommen könnte. Nach Ablauf der Mindestdauer durfte er aber beantragen, dass seine Freilassung auf BewĂ€hrung gerichtlich geprĂŒft wird.

Seit Dienstag wurde darĂŒber in der Haftanstalt vor dem Bezirksgericht Telemark verhandelt. Richter BjĂžrvik zufolge ist es schwierig, zu sagen, wann genau mit einem Urteil zu rechnen sei. Bestenfalls komme es nĂ€chste Woche, schlimmstenfalls erst in zwei bis drei Wochen.

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