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Ukraine: Gerst hofft auf VerstÀndigung durch Raumfahrt

Von dpa
Aktualisiert am 27.01.2022Lesedauer: 2 Min.
ESA-Astronaut Alexander Gerst sitzt auf dem Podium bei einer Pressekonferenz.
ESA-Astronaut Alexander Gerst sitzt auf dem Podium bei einer Pressekonferenz. (Archivbild). (Quelle: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa./dpa)
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BrĂŒssel/Kiew (dpa) - Der deutsche Astronaut Alexander Gerst hofft mit Blick auf den eskalierenden Ukraine-Konflikt, dass die Zusammenarbeit mit Russland im All zur AnnĂ€herung beitragen kann.

"Das war schon immer eine VölkerverstĂ€ndigung", sagte er der Deutschen Presse- Agentur am Rande der europĂ€ischen Weltraumkonferenz in BrĂŒssel. Weil die Raumfahrt so komplex sei, zwinge sie zur Kooperation.

"Wir sehen auch auf solche Konflikte mit Sorge. Wir hoffen, dass unsere Mitmenschen die ĂŒberwinden können und wir versuchen dazu beizutragen", betonte er mit Blick auf seine russischen Kollegen, mit denen er auch befreundet sei und seit Jahren gemeinsam trainiere. Diese sĂ€hen das genauso.

Ukraine-Krise spitzt sich zu

Die Krise um den russischen Truppenaufmarsch an der ukrainischen Grenze spitzt sich seit Monaten zu. Westliche LĂ€nder warnen davor, dass Russland unter einem Vorwand in die Ukraine einmarschieren könnte, Moskau dementiert dies. In Kiew landen aktuell beinahe tĂ€glich Flugzeuge aus Großbritannien und den USA mit militĂ€rischer AusrĂŒstung.

Gerst verwies darauf, dass auch zu Zeiten des Kalten Krieges gemeinsame Projekte im Weltall durchgefĂŒhrt wurden. "Wenn man mit jemandem zusammen in ein Raumschiff steigt, in den Weltraum fliegt und dann die Erde von außen sieht, da verlieren sich Dinge wie NationalitĂ€ten", sagte er. "Man sieht, da sind keine Grenzen." So erinnere er sich daran, dass er in Kasachstan, einem Ort, an dem er nie zuvor gewesen sei, aus der Raumkapsel gestiegen sei und die Erde gerochen habe. "Der kam mir so vor wie meine Heimat, wie ein ganz vertrauter Ort."

Im September soll im Rahmen der "Exomars"-Mission mit russischer Hilfe ein Rover Richtung Nachbarplanet starten. Der Chef der europĂ€ischen Raumfahrtagentur Esa, Josef Aschbacher, betonte im GesprĂ€ch mit der dpa, dass dieses Projekt von den Partnern abhĂ€ngig sei. "Es gibt natĂŒrlich Spannungen am Boden, aber im Weltraum haben wir es bisher geschafft, das zu isolieren und ich hoffe, dass das weiterhin so bleibt."

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