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Ukraine | Butscha: Beweisen Satellitenbilder russische Kriegsverbrechen?


US-Satellitenbilder belasten russische Armee in Butscha schwer

Von afp
Aktualisiert am 05.04.2022Lesedauer: 2 Min.
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Massengrab und Leichen auf der Straße: US-Satellitenbilder belasten die russische Armee in Butscha schwer. (Quelle: t-online)
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Trotz umfassender Belege bestreitet der Kreml, Kriegsverbrechen im ukrainischen Butscha begangen zu haben. Satellitenbilder aus den USA scheinen nun die russischen Behauptungen zu widerlegen.

Am Montag veröffentlichte US-Satellitenbilder beweisen, dass einige der in dem Kiewer Vorort Butscha gefundenen Leichen bereits vor dem Abzug der russischen Truppen dort gelegen haben. Die "hochauflösenden" Bilder "bestätigen die jüngsten Videos und Fotos in den sozialen Medien, auf denen Leichen zu sehen sind, die seit Wochen auf der Straße liegen", erklärte ein Sprecher der US-Satellitenbildfirma Maxar Technologies.

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Auf den Satellitenbildern einer Straße in Butscha von Mitte März sind mehrere Leichen mutmaßlicher Zivilisten zu sehen, die auf oder neben der Fahrbahn liegen. An dieser Stelle hatten ukrainische Beamte nach dem Rückzug der russischen Truppen Anfang April mehrere Leichen gefunden. AFP-Fotografen hatten bei einem Besuch am vergangenen Samstag rund 20 Tote in Zivilkleidung gesehen – einige davon mit gefesselten Händen.

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Russland weist Bilder als Fälschungen zurück

Das russische Verteidigungsministerium hatte die Bilder als Fälschungen bezeichnet. Demnach seien die Leichen noch nicht dort gewesen, als die russischen Streitkräfte am 30. März abgezogen waren. Maxar-Satellitenbilder vom 19. und 21. März zeigen jedoch, dass sich schon zu diesem Zeitpunkt mehrere Leichen auf der Yablonska-Straße in Butscha befanden.

Die "New York Times" verglich die Satellitenbilder mit diversen Aufnahmen von ukrainischen Beamten und internationalen Medien und bestätigte, dass einige der Toten sich bereits Wochen vor dem russischen Abzug in der gezeigten Position befunden hatten.

Die Bilder von den Leichen mutmaßlicher Zivilisten hatten international Bestürzung ausgelöst. Zahlreiche westliche Regierungschefs hatten Moskau Kriegsverbrechen vorgeworfen. Deutschland und Frankreich wiesen am Montag Dutzende russische Diplomaten aus.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur AFP
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